"titriert" - Journalclub Februar 2026
Shownotes
Hier findet ihr den "titriert"-Beitrag mit dem Journalclub aus dem Februar 2026.
Achtung: Für die "titriert“-Folgen gibt es KEINE CME-Punkte!
Weitere Infos unter https://pin-up-docs.de
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00:00:00: Und wir machen auch direkt weiter.
00:00:02: Gerrit ist ja schon häufig bei uns in den Folgen drin gewesen und hat eine Veröffentlichung geschrieben zu Fatig, was er da genau gemacht hat und worum es geht würde er gerne selber vorstellen.
00:00:15: also ganz viel Spaß und leg los!
00:00:19: Ja vielen Dank, dass ich die Möglichkeit bekomme das hier vorzustellen weil das ist das wichtigste eigentlich bei dem Thema.
00:00:23: Aber ich muss erstmal gleich differenzieren weil viele Kolleginnen können bestimmt was mit dem Thema Fatigue anfangen aber kennen das eigentlich eher von der chronischen Fatigue und der Ermüdung.
00:00:33: Worum es aber in unserer Veröffentlichung geht ist die arbeitsbedingte Fatigue Und da hattet ihr auch schon mal einen Gastbeitrag zu für fast genau einem Jahr glaube ... von einem Kollegen aus der Allgemeinmedizin, der sich überlegt hat... ... warum er nachher um vierundzwanzig Stunden NEF-Dins morgens mit dem Rezept beim Keksebacken sein... ...mit seinen Kindern durcheinander kommt.
00:00:49: Und genau das beschreibt nämlich das Thema arbeitsbedingte Fatigue.
00:00:53: Warum bin ich vier Uhr nachts nicht so einsatzbereit wie um vier Uhr nachmittags?
00:00:58: Das ist ein Problem was zu unserem Berufsalter gehört,... ...was vielen aber wahrscheinlich gar nicht so bewusst ist und letztendlich ist.... Der Untertitel zu unserer Arbeit ist wichtige, nämlich eine Übersichtsarbeit zu einem strukturellen Problem.
00:01:11: Und das ist es als dass man es auffassen muss.
00:01:14: Nämlich dass es Strukturen gibt die das beeinflussen und verursachen und dass das mit Sicherheitsrisiken einhergeht sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für uns selbst.
00:01:26: Da haben wir einen Review zugeschrieben weil viele andere europäische Länder insbesondere Britannien sind uns da ein bisschen voraus informativ aufbereitet und das Paper ist im Januar in die Anästhesiologien erschienen.
00:01:40: Und das habe ich natürlich nicht alleine gemacht, sondern mit einem großen Team.
00:01:43: Mit ja sehr berufspolitisch engagierten Kolleginnen als unter anderem meine damalige Mithassistenten-Sprecherin im BDA, Friederick Rösch, Igor Abramowicz und Alexandra Trinks aus dem Training Network des ESAIK, Verena Gesel Amadi als Vertreterin auf europäischer Ebene der deutschen Anäesthesie Martina Norwagg machen als Sprecherin des Arbeitskreises Well-Being, Chancengleichheit und Diversity im BDA.
00:02:09: Und Karin Becke Jakob die auch vielen bestimmt aus der Kinderanliste ist ja ein Begriffes dir aber auch berufspolitisch sich sehr aktiv einbringt uns sicher mit dem Thema hat ihr das Thema auch angeregt hatte dass wir uns damit auseinandersetzen.
00:02:21: Ja wo fängt man an?
00:02:23: Was was vertick ist haben wir definiert und das wichtigste im Umgang mit vertick Ist das was wir jetzt gerade machen um mich darüber zu informieren dass man sich selbst bewusst ist.
00:02:33: Was ist das?
00:02:34: Wie entsteht das und wie betrifft mich
00:02:36: das?".
00:02:37: Und da gibt es viele verschiedene Faktoren, die letztendlich dazu führen, dass Fatigue entsteht.
00:02:44: Das Wichtigste ist dabei eigentlich Schlafdefizit unten unter Brechung unseres Zirkadianrhythmus also letztendlichen Schichtarbeit und Nachtarbeit.
00:02:53: Es ist eine Krux ohne Könnenwendig.
00:02:55: Wir müssen halt immer da sein in den Vierundzwanzig
00:02:57: Sieben.".
00:02:58: Da war die Pointe!
00:03:01: Ich denke, dass gerade aus dieser Auselternzeitperspektive, wo du gefühlt ja auch oft Nachtarbeit hast.
00:03:08: Nur halt anderweitig!
00:03:10: Es gibt in dem Zusammenhang glaube ich auch ein Zitat, das aussagt es ist niemanden gibt der vertiegter ist als letztendlich Ärztin mit Kerarbeit.
00:03:21: Cool!
00:03:22: Also
00:03:25: ich bin jetzt... als Vater nicht der ganz so aktive Part in der Nacht gewesen, auch gerade dadurch dass ich viel pendle und meine Frau mir viel abgenommen hat.
00:03:34: Aber wir gingen es auch nicht besser und geht's auch immer noch nicht besser manchmal.
00:03:38: Ja.
00:03:39: Aber das ist ... Genau!
00:03:40: Noch
00:03:41: ein anderes Thema.
00:03:42: Persönlicher Fatigue-Faktor.
00:03:44: Die persönlichen Geschichten wie eben die Familiensituation kleine Kinder aber auch Mikramenteneinnahmen, Alkoholkonsum, Alter alle sowas... Schlechtes
00:03:55: Zeitmanagement
00:03:57: Auf jeden Fall.
00:03:58: Wenn ich das nicht so teilen kann, dass ich beispielsweise vom Nachtdienst mich noch mal hin lege, dann ist die Wahrscheinlichkeit eine Fatigue zu erleiden deutlich größer.
00:04:04: Es gibt ja auch viele Auswirkungen.
00:04:06: Also letztendlich wird jeder von euch das kennen und erleben wenn man mit einer Nacht um vier Uhr auf der Intensivstation schichtet Die Konzentration lässt nach Man ist nicht mehr ganz so aufmerksam es dauert.
00:04:19: Ich hab das manchmal wirklich zum Patienten muss wenn da irgendwas dringend ist Dann rat hat's bei mir ... bis dann irgendwie die Situation erfasst ist und ich dann überhaupt erst mal weiß, was jetzt als nächstes zu machen ist.
00:04:30: Also die Kombination ist eingeschränkt... Ich bin auch lange nicht mehr so fit im Kommunizieren und muss mir wirklich darüber legen, was will ich da ins Rüber bringen?
00:04:38: Wie artikuliere ich das?
00:04:39: Und das würde mir tagsüber garantiert deutlich leichter fallen!
00:04:42: Man ist leichter zu reizen.
00:04:44: Die Empathie fehlt vielleicht auch ein bisschen Ja was auch noch, also eine Aufmerksamkeit lernen und merken.
00:04:51: Also was jetzt zum Beispiel das Thema Übergaben angeht wenn ich da völlig übermütig in die Übergabe reingehe, werde ich natürlich nicht die Informationen rausbekommen, die ich eigentlich bräuchte.
00:04:59: Was auch wichtig ist, dass es das Thema Risikopereitschaft man isst in so einem Zustand deutlich eher geneigt Risiken einzugehen, die man sonst nicht eingehen würde.
00:05:11: Also das Thema Fatigue ist nicht nur in anderen Ländern weiter aufbereitet, sondern auch an anderen sicherheitsrelevanten Branchen.
00:05:17: Es ist besonders der Luftfahrt, die wir ja schon gerade in der Anästhesiologie immer wieder als Vergleichsbranche ranziehen und da ist es ganz klar nachgewiesen.
00:05:26: Die haben eine ganz andere Sicherheitsrisiken, die da vielleicht noch herrschen – eine ganz Kann auftreten.
00:05:34: also ich weiß nicht wie ihr euren heimweg bestreitet.
00:05:37: Ich fahre über eine stunde nach hause mit dem auto in der regel und ich kenne das mit einem sekundenstab.
00:05:42: also ich bin an der ampel vor meinem haus schon weg genickt und das war zum glück nicht auf der autobahn
00:05:48: naja oder auch.
00:05:50: also ich meine du sagst jetzt heim Weg.
00:05:52: aber ich glaube Die meisten haben nachts schon mal im Dienst bei irgendeiner langen Bauch-OP, laparaskopisch um dunklen Saal sich wirklich sehr zusammenreißen müssen.
00:06:02: Um da nicht einfach kurz einzuschlafen.
00:06:04: oder dem einen oder anderen ist es vielleicht auch schon passiert?
00:06:08: Das ist richtig!
00:06:09: Bei so einer Eins zu Eins Betreuung kommen wir gleich auch noch zu.
00:06:12: Ist das natürlich nochmal eine andere Nummer?
00:06:13: Da habe ich natürlich irgendwo die Notwendigkeit dass ich aufpassen muss und auch alert sein muss.
00:06:18: Bei Intensivstation wenn er jetzt nicht gerade direkt was ist dann ist es durchaus legitim PowerNap zu machen Fünfzehn, zwanzig Minuten die Augen zu machen um wieder Ressourcen zu schaffen letztendlich und auch sich ein bisschen auszuruhmen.
00:06:31: Und bei den Auswirkungen von Fatigue wo wir jetzt noch nicht zugekommen sind halt die gesundheitlichen Auswirkung.
00:06:36: also es gibt das wird jetzt auch.
00:06:38: wir sind letztendlig Akademiker, wir haben Medizin studiert.
00:06:41: Wir wissen eigentlich wie schlecht solche Sachen sind die wir da machen aber das wirkt sich auf unsere Gesundheit aus.
00:06:46: Kronische Krankheiten wie Bluthochdruck, Adipositas, Diabetes.
00:06:51: also was ist gesteigert bei Schichtarbeitenden und natürlich auch bei uns.
00:06:56: es gibt sogar Studien die zeigen dass Schicht Arbeit kancerogen ist.
00:07:01: Intensivpflegerinnen die im Schichtdienst arbeiten haben ein höheres Brustkrebsrisiko.
00:07:06: Das ist wissenschaftlich nachgewiesen und es wird sogar, Schichtarbeit wird sogar als Kancerogen eingestuft.
00:07:11: Das sind so Sachen wenn man sich das einmal vor Augen führt.
00:07:14: wer würde sich denn freiwillig eigentlich sowas aussetzen?
00:07:17: Ja!
00:07:17: Und wiederum also da sind wir bei dem Thema Es ist ein strukturelles Problem.
00:07:22: Wir kommen ja nicht umhin.
00:07:22: wir müssen die Versorgung gewährleisten und das macht ja auch jeder von uns wahrscheinlich mit Herzblut.
00:07:27: aber wir sind uns dessen so nicht bewusst.
00:07:29: es sagt uns keiner dass wir uns dem aussetzen und wir machen zum Beispiel so viele Pflichtfortbildungen im Krankenhaus, was Brandschutz und Strahlenschutz und sowas angehen.
00:07:40: Aber selbst für Sorge!
00:07:42: Im Sinne von wie halte ich mich denn eigentlich in einem Nachtdienst richtig so?
00:07:46: Dass ich da vernünftig durchkomme und persönlich gesund bleibe dabei das gibt es nicht.
00:07:52: Das ist auch ein Studium nachgewiesen, oder eine Umfragen.
00:07:55: Ist das daraus gekommen?
00:07:55: Das ist maximal fünf Prozent der Befragten irgendwie mit Schulung im Umgang, mit Fatigue oder mit Nachtarbeit hatten und es ist wirklich wenig.
00:08:04: Das ist doch irgendwie ein Problem, dass wir als Ärztinnen und Ärzte so unglaublich schlechte PatientInnen sind.
00:08:13: Man weiß es ja genau.
00:08:15: Also außer jetzt mal.
00:08:17: diese ganzen Homöopathie-Ärzte die da dran wirklich glauben, die nehme ich jetzt mal raus wissen offensichtlich sehr wenig.
00:08:24: Aber so grundsätzlich wissen wir schon ganz
00:08:28: gut,
00:08:28: was nicht gut ist.
00:08:30: Rauchen und
00:08:31: Schichtarbeit
00:08:31: usw.
00:08:32: Fertig
00:08:32: essen...
00:08:33: Und fettig essen!
00:08:35: Auch das ist ja zumindest in meinem Kopf schon öfter rumgegeistert.
00:08:39: Und trotzdem setzt man sich dem natürlich jetzt der Schichtarbeit auf jeden Fall aus irgendwo auch natürlich aus so einem Man möchte helfen Gedanken heraus.
00:08:51: Die Frage ist halt, wie könnten wir es irgendwie verbessern?
00:08:55: Dass nicht nur wir darunter leiden!
00:08:59: Ich habe irgendwann mal so einen Banner gesehen.
00:09:06: Also, ich möchte das jetzt ... Das ist sehr polemisch muss ich sagen.
00:09:09: Aber es trifft es in mancher Situation schon ganz gut wenn ich irgendwie sehr viele Stunden noch vor dem Kind sozusagen viele Stunden gearbeitet habe Rettungsdienste gemacht hab Hausdiensten gemacht hab Rufdienzte gemacht hab und dann auch irgendwie einen langen Dienst und ständig nur Patientinnen gesehen hab Dann war einfach mein Akku schon ziemlich leer muss ich sage Und ich hab's trotzdem gemacht mehrfach.
00:09:32: Ja, das kann bestimmt jeder bestätigen Was jetzt schon so ein bisschen durchgeklungen ist, was wir auch ansprechen in der Arbeit.
00:09:38: Es ist natürlich verschiedene Lebensphasen oder Berufsphasen gibt, indem man es befindet und wir haben natürlich den Berufsanfang bzw die Weiterbildungszeit wo man verschiedene Ansprüche hat, die auf einen zukommen wie natürlich erstmal fachlich sich einen Standing oder die Fähigkeiten aufzubauen, dass man im Beruf bestehen kann und mit dem Problem mit dem man konfrontiert wird.
00:10:01: Das heißt da gibt es natürlich Sachen die einen überfordern können.
00:10:04: Man hat den Druck um Hinterkopf zu lernen.
00:10:07: Es steht irgendwann stehen Prüfungen an die man irgendwann erfüllen muss.
00:10:11: Und dann gibt es wiederum auch die älteren Kolleginnen Die mit Sechzig immer noch im Dienst sind.
00:10:18: und wo man sich danach fragt müssen sie unbedingt Schichtdienst machen?
00:10:22: Beziehungsweise müssen die Bereitschaftsnichts zu machen.
00:10:24: Die haben natürlich auch eine riesige Expertise und es gibt ja auch die Kolleginnen, die das so machen... ...die partizipierenden von ihrer Erfahrung.
00:10:32: Da wirken sich bestimmte Aspekte vom Vertieg mehr aus wie die Reaktionsfähigkeit auf bestimmte Situationen, die ist noch stärker eingeschränkt aber die können viel durch Routinen kompensieren, die sie entwickelt haben über Jahre Und so betrifft uns das auf unterschiedliche Weise.
00:10:47: ein großer Punkt oder ein wichtiger Punkt, den wir noch beleuchtet haben.
00:10:50: Das ist natürlich die Patientensicherheit bei der Patientinnen-Sicherheit.
00:10:53: und da gibt es eine sehr interessante Studie von meinem Forschungsmentor aus Italien Das ist Andrea Cortegiani aus Palermo, der einmal mit einem Team untersucht hat.
00:11:07: Aus drei Millionen Patientinnen wie das Risiko ist während des Schichtdienstes im Europäer zu versterben und es hat eine Arts Ratio von eins Komma Eins Acht.
00:11:15: Das ist krass.
00:11:16: allein dadurch dass man im Nachtdienst operiert wird Und das ist bei drei Millionen Patienten.
00:11:21: Es ist natürlich nicht vernachlässigbarer Faktor.
00:11:24: da wird Fatigue ein Punkt sein.
00:11:25: Dass es nicht explizit nur vertiegt aber das wird einen Punkt sein.
00:11:28: Also es hat wahrscheinlich auch einen gewissen Bias nämlich an, weil ja nachts vor allem Notfallpatienten operiert werden.
00:11:35: Und natürlich das oder haben Sie das rausgerechnet?
00:11:38: Weil ich glaube ... Ja weiß ich nicht die Patienten, die dringlich nachts operieren werden sind ja wahrscheinlich kränker.
00:11:44: Das stimmt mich dazu aber das haben sie korrigiert dafür für die Falschwere.
00:11:48: Umso krasser!
00:11:50: Ja wild.
00:11:51: Gut aber wir wollen natürlich nicht ohne Lösungsansätze bleiben.
00:11:54: Es gibt natürlich Lösungs Ansätze, die wir uns auch voneinander abgucken können.
00:11:57: Und das Erste, was wir ja mit dem Artikel bezwecken und wo ich euch auch sehr dankbar bin dass es hier die Bühne dafür gibt ist nämlich Informationen.
00:12:04: Dass man über das Problem informiert oder sich selbst damit auseinandersetzen kann und bewusst sein dafür schafft was das überhaupt ist und wie's mich betrifft und meine Patientinnen.
00:12:14: Da sind wir am Anfang.
00:12:15: Ich bin ja berufspolitisch aktiv und habe mir das Thema für die nächsten zwei Jahre auf jeden Fall noch auf die Fahnen geschrieben.
00:12:21: Es soll da auch eine Informationskampagne geben.
00:12:22: Wir wollen da Evidenz zu schaffen in Deutschland auch was man machen kann und wir wollen natürlich auch irgendwo als Kampagne dann Mittel an die Hand geben, wie man damit umgehen kann.
00:12:33: Und das wichtigste Tool, was das betrifft ist, sind Fatigue Risk Management Systeme.
00:12:38: Das gibt es in der Luftfahrt, das ist verpflichtend da gibt's überhaupt keine Diskussion.
00:12:43: Das wird zwar von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich stark ausgelegt.
00:12:48: ich habe da Kontakt gehabt zum Beispiel ... mit dem Fatigris Manager von Condor.
00:12:53: Da sieht es zum Beispiel so aus, es gibt den Ansatz ... ... präventiv oder reaktiv tätig zu werden.
00:12:59: Es gibt Fit for Duty Tests bzw.
00:13:01: Fit for Flight Tests und wenn ich selbst sage... ..."Ich fühle mich unfit vor Duty".
00:13:07: Kann ich mich unfitt für Duty melden und bleibe zu Hause?
00:13:09: Dann kriege ich einen Springerdienst für den nächsten Tag wahrscheinlich als Pilotin!
00:13:12: Aber es wird nicht nachgefragt.
00:13:14: Die Meldung geht natürlich mit einer Begründung an den Fatigue Risk Manager hat aber keine Personalkonsequenzen, das wird nicht im Management vorgelegt.
00:13:20: Es wird natürlich nachgeguckt.
00:13:22: wenn es persönlichen Grund gab eben mein Kind mich hat nicht schlafen lassen Dann wird das akzeptiert und wenn da irgendwie andere Sachen sind dann kann man auch mal auf dieser Ebene mit dem Kollegen sprechen Und gucken woran das gescheitert ist.
00:13:36: Aber es gibt auch so Sachen.
00:13:37: wie haben wir sich überlegt dass die in die Karibik fliegen Wo es nur All-Inclusive-Fotos gibt, wo dann auch die Crew untergebracht ist.
00:13:45: Kannst natürlich sein dass da gerade nur gefeiert wird und das.
00:13:48: die können dann reporten... ...dass die Nachtruhe da überhaupt nicht möglich war.
00:13:52: Und dann haben sie natürlich auch eine Möglichkeit wenn das so signalisiert wird dagegen zu steuern.
00:13:57: Wir können diese Stellschraube drehen um vertiegt zumindest.
00:14:01: Die haben biomedizinische Dienstplanung.
00:14:05: Es gibt ein Boeing Alertness Modell was auf der Kowalinska Sleepiness scale ...basiert, also letztendlich nur bis zehn.
00:14:11: wie wach fühle ich mich.
00:14:13: Und da kann man anhand von Daten... ...letztendlich sagen auf dem Flug viel fit ist die Pilotin zu welchem Zeitpunkt und was sind kritische Momente?
00:14:22: Wie Landeranflug oder ähnliches.
00:14:24: Und dann kann ich gucken, kann ich wirklich Time auf Langstrecken flügen,... ...die mache ich in eine Pause, mache den Powernap, trink hier einen Kaffee.
00:14:31: oder die eben letztendlichen Fatigue Risk Management Group hat die Möglichkeit, die gehen einmal im Monat zum Beispiel Die ganzen langstrecken Flüge durch und die haben die Möglichkeit gegenzustellen.
00:14:41: Dann packen wir noch einen dritten Piloten mit drauf, um das eben zu kompensieren.
00:14:46: Das sind Sachen, die müssen wir bei uns überhaupt erst mal schaffen.
00:14:49: In Großbritannien haben sie gerade damit angefangen.
00:14:51: Da gibt es die ersten Häuser.
00:14:52: Sie haben ein Weißbuch dazu rausgebracht wie man so was machen kann.
00:14:57: Und wir haben natürlich zum Beispiel Reporting System, wenn man an das ZIRS System, also das Critical Incident Reporting System denkt was ja schon relativ nah dran ist.
00:15:05: Wir müssten für uns für unsere Branche natürlich Stellschrauben identifizieren und was man dann vielleicht damit argumentieren könnte wäre zum Beispiel zu sagen gerade im OP Wenn jetzt eine Laborotomie ansteht dass man vielleicht doch mal nach einer halben Stunde wartet damit bevor Da er als einleitet, weil das Team völlig vertiegt ist und sagt gut.
00:15:22: Das ist zwar dringend notwendig, dass es gemacht wird die halbe Stunde ist aber vertretbar und damit wird eben die Patientensicherheit erhöht.
00:15:28: Das muss man natürlich alles evaluieren und gucken wie sieht das wirklich aus?
00:15:32: Aber das wäre eine Möglichkeit.
00:15:34: Also Reportingssysteme, Dienstplanung also was kann angegangen werden um Fatigue zu ändern?
00:15:40: Es gibt nichts, was zum Beispiel so schädlich ist.
00:15:42: Was Fatig angeht wie kurze Wechsel also ich weiß jetzt kennt ihr bestimmt auch.
00:15:50: Das ist gleichwertig mit dem zweiten Nachtdienst als wenn man einen zweiten nachtdienst antritt
00:15:54: weiss noch dass sich im rettungsdienst als ich als Rettungsassistentin gefahren bin.
00:15:59: Und ich selber am nächsten Tag keinen Dienst hatte, aber mein FS Söttler und ich damals irgendwie um glaube ich zwanzig Uhr dreißig.
00:16:07: normalerweise ist Schichtdienst Ende um neunzehn Uhr Aber wir haben noch einen Notfall auf dem Weg zur Wache bekommen.
00:16:13: Wir waren schon in den Überstunden und es ging nicht anders.
00:16:16: So fährst du natürlich?
00:16:17: Wir waren aber im Zweiundzwanzig-Uhr-Dreißig erst da.
00:16:19: Der Kollege hätte am nächsten Morgen irgendwie wieder auf die Wache kommen müssen Und hat halt gesagt, na ja bis wir jetzt hier das Auto aufgeristet haben und ich zu Hause bin es ist... ...dreiundzwanzig Uhr dreißig ungefähr.
00:16:32: Das reicht mir nicht!
00:16:33: Da bin ich morgen irgendwie überhaupt nicht fit.
00:16:35: und dann hab' ich auch in der Tat angerufen und habe halt gesagt hier, der FS Sottler, der kann entweder kommt er morgen später oder wann anders keine Ahnung aber sogar also gar nicht genau und dann halt dafür einen anderen Tag.
00:16:49: Aber so kann er halt morgen irgendwie nicht arbeiten.
00:16:51: Und ich weiß noch, es gab sehr viel Gegenwind und ich glaube das ging auch nur durch weil ich sozusagen als Position eins gesagt habe die Position zwei ist für morgen nicht fit.
00:17:02: Allein das ist ja eigentlich schon ein systemischer Fehler und ich glaub dass es inzwischen auch besser geworden zumindest bei uns im Rettungsdienst.
00:17:12: aber nach wie vor müssen wir immer daran arbeiten.
00:17:19: Voll!
00:17:20: Ich finde vor allem kann man das deinem damaligen FS Jörgler auch sehr zugute halten, dass er überhaupt zugegeben hat.
00:17:27: Dass er sich das nicht zutraut weil ich glaube das ist ein ganz großes Problem, dass wir alle denken Wir neigen, glaube ich alle so ein bisschen zur Selbstüberschätzung manchmal auch was diese Dinge betrifft und denken ja das geht schon.
00:17:40: Ja ja ich kriege das jetzt schon irgendwie hin.
00:17:42: Ich will nicht das Weicheil sein bei allen anderen geht es ja auch irgendwie Und dann zieht man das halt durch und eigentlich finde ich kann man ihm da sehr zugute halten und sollte man gerade wenn Leute das eben eingestehen das total unterstützen und den entgehen kommen.
00:17:58: Aber wir sind wieder die Ärzte nicht die Patienten.
00:18:02: Vielen Dank auf jeden Fall für die Aussage, weil das wäre nämlich etwas was ich zum Schluss nochmal gebracht hätte.
00:18:06: Es ist keine persönliche Schwäche es ist einfach ein struktureller Umstand in dem wir arbeiten müssen und wissen wie uns bewusst sein müssen.
00:18:14: Was man aussagen muss, dass wir beleuchten hier jetzt gerade hauptsächlich natürlich Anesthesie- und Intensivmedizin Rettungsdienst da gibt's noch nicht so viele Daten zu aber es gibt natürlich auch auf der anderen Seite damit den Daten beschäftige ich mich jetzt gerade noch so'n bisschen Chirurgie Radiologie Die unterliegenden Schichtdienste den gleichen Ansprüchen, die müssen da sein.
00:18:33: Und die werden auch vertiegt und das hat natürlich auch Auswirkungen und das ist natürlich auch noch interessante Aspekte, die darauf hinzukommen.
00:18:42: Krass Thema auf jeden Fall!
00:18:43: Ein Punkt hatte ich glaube ich noch was ich noch ansprechen wollte.
00:18:47: PowerNaps Ja!
00:18:49: Ich liebe PowerNabs
00:18:52: Es kommt aus der Luftfahrt ... wurde auch in den achtziger Jahren, äh... ...in den Simulator-Training entwickelt.
00:18:58: Dass die Möglichkeit einfach für Nickerchen von... ...fünfzehn bis zwanzig Minuten gut ist und einfach dafür sorgt,... ...dass eben die Fatigue weggeht.
00:19:06: Die Konzentration ist besser und es gibt bei uns strukturell keine... ...Möglichkeit.
00:19:09: Und wer kennt das nicht?
00:19:10: Das man im Nachtdienst auf Intensivstationen wenn man sich hinlegt... ...und sehen wir mal kurz die Augen zu den Spruch bekommt.
00:19:16: Du wirst hier umzu arbeiten, nicht umzuschlafen.
00:19:19: Ja!
00:19:20: Ist richtig.
00:19:22: aber wenn ich gerade Leerlauf habe.... und müde bin, dann bringt es mir auch nichts wenn ich in einer halben Stunde zum Notfall muss.
00:19:29: Und keine Ressourcen habe und keine Grünkügelchen.
00:19:32: Allein schon im Rettungsdienst, dass du Ruhe räume?
00:19:36: Keine Schlafräume!
00:19:37: Du hast Ruheräume ja das ist ja schon mal allein das wording da denke ich ja schon so und dass du theoretisch eigentlich nicht schlafen sollst.
00:19:46: Was sollste sonst machen jetzt mal in der Nacht wenn da gerade kein Einsatz ist?
00:19:50: das ist doch Mumpits
00:19:52: Genau, also da muss auch ein Wechsel her in den Gedanken.
00:19:56: Das gehört dazu.
00:19:57: wenn ich die Möglichkeit habe und schlafen kann dann muss man natürlich als Team gucken dass jeder da irgendwo seinen Anteil kriegt das er sich ausruhen kann was man auch beachten sollte was auch wiederum vielen bestimmt nicht bekannt ist man sollte nicht einfach die ganze zeit stumpf schlaven auch wenn es länger geht sondern fünfzehn bis zwanzig Minuten sind gut.
00:20:16: Wenn man dann Richtung neunzig Minuten kommt, dann ist schon wieder kritisch.
00:20:19: Weil da ist man nämlich mitten im Tiefschlaf in der Tief-Schlafphase und dann hat man wenn man gewenkt wird weil irgendwas passiert wie da so eine Latter-Tenz.
00:20:28: Ist man auch...
00:20:29: Ich glaube das kennt auch jeder.
00:20:31: Ja, so aus dem Tief schlafen.
00:20:33: Volle
00:20:33: Leute
00:20:34: komplett verschallert.
00:20:36: Genau also entweder fünfzehn bis zwanzig Minuten oder einen kompletten Schlafzyklus mit über neunzig Minuten Das sind die Richtlinien für den Power.
00:20:46: Aber alleine die Möglichkeiten dafür einzurichten, also ich muss sagen.
00:20:51: Ich bin wie vorhin gesagt habe eine große Verfechterin davon weil ich schon auch für mich selbst rausgefunden habe dass mir das unfassbar hilft und dass sich danach viel produktiver bin.
00:21:00: und ich mache das manchmal zum Beispiel auch wenn ich irgendwie so hardcore Lernphasen hab halt zu Hause Und es funktioniert super!
00:21:08: Das ist aber in Krankenhäusern einfach grundsätzlich Abseits von jetzt den Bereitschaftsdienstzimmern für die Leute, die Bereitschaftsdienste haben.
00:21:16: Diese Möglichkeiten nicht gibt irgendwie... Das reicht ja schon die Couch im Arztzimmer grundsätzlich.
00:21:22: Also das wäre ja nicht so schwierig zu etablieren irgendwie.
00:21:26: Habt ihr schon mal in der Teekler geschlafen?
00:21:28: In so einem Moviestuhl?
00:21:30: Nee!
00:21:32: Aber ich hab drüber nachgedacht.
00:21:34: Ich habe die unbequeme Variante mit Kopf auf dem Tisch vor dem PC am Stationsstützpunkt, so habe ich schon öfter geschlafen.
00:21:43: Oder irgendwie zwei Stühle in der Bank?
00:21:46: Ja.
00:21:48: Patienten betten wo die Folie noch drauf ist damit sie sauber bleiben.
00:21:52: für den nächsten Tag eignen sich auch sehr
00:21:55: gut.
00:21:55: Aber das raschelt so!
00:21:56: Das ist scheißegal.
00:22:01: Was an der andere Punkt ist natürlich auch noch wenn völlig fertig am nächsten Morgen, wenn ich noch einen Heimweg hab.
00:22:07: Und mit einer Stunde Pendelzeit die ich habe ist das wahrscheinlich schon extrem.
00:22:12: aber selbst eine halbe Stunde kann natürlich mit dem Auto schon mit Sekunden Schlaf und und und gefährlich werden.
00:22:18: es gibt auch keine Möglichkeit sich nachem Dienst hinzulegen.
00:22:21: Das ist auch etwas was ich jeder fragen sollte.
00:22:25: nach einem Feierabend und wenn man so ne Schicht hatte Die ein wirklich kaputt gemacht hat solltich Jetzt nach Hause fahren oder sollte ich mir einfach nochmal zwanzig Minuten Zeit nehmen um die Augen zu machen.
00:22:38: Ja, ich habe auch schon im Auto geschlafen.
00:22:41: Ja definitiv
00:22:46: ja krasses Thema.
00:22:47: Ich bin ganz dankbar dass du das vorgestellt hast weil ich einfach finde wie du auch sagst dem Ganzen unbedingt eine Bühne geben sollten und immer wieder darüber sprechen, dass auch wir Menschen sind in der medizinischen Versorgung.
00:23:01: Egal ob Pflegepersonal, Rettungsdienstpersonal Ärztinnen und Ärzte das wir auch Kapazitätsgrenzen haben und nicht über dem Allen stehen genauso wenig wie wir irgendwie nur durch die Approbation irgendwann steril werden Diesbezüglich einen Satz aus dem Genfer-Gelöbnis noch mal zitieren.
00:23:20: Und zwar, ich werde auf meine eigene Gesundheit mein Wohlergehen und meine Fähigkeiten achten um eine Behandlung auf höchstem Niveau leisten zu
00:23:28: können.".
00:23:30: So was damit alles einhergeht kann jetzt jeder selbst nochmal für sich resümieren.
00:23:35: aber ich denke wenn wir irgendwann dahin kommen dass wir das beherzen... Nee
00:23:42: wie
00:23:42: sagt man?
00:23:43: Wir herzigen, es ist auch schon spät.
00:23:47: Fatig und vielleicht auch unsere Arbeitgeber ein Umdenken haben weil daran hängt das ja am Ende.
00:23:53: auch dann sind wir auf jeden Fall einen ganz großen Stück weiter für die Patientinnensicherheit.
00:23:58: Und ich bin wieder
00:23:59: auf dem Danker dass ich
00:24:01: genau das hier bei euch vorstellen durfte.
00:24:03: Super gern immer wieder gerne Gerrit du bist jederzeit herzlich willkommen mit deinen Themen berufpolitisch und auch sonst.
00:24:10: Können wir als erstes Kotwort für diese Folge bitte PowerNap nehmen?
00:24:14: Bitte.
00:24:15: Voll!
00:24:17: Sehr gut, Powernapp.
00:24:19: Ja das ist das erste Codebund.
00:24:21: Gerrit wird sich jetzt verabschieden und Paula Henning und ich machen noch ein bisschen weiter Und wir sind ja eigentlich schon gestartet in den Journal Club.
00:24:30: Ich würde sagen da machen wir jetzt auch direkt weiter Tschüss Gerrit Machen direkt weiter im Journal Club und wir machen vermischt es einfach danach.
00:24:40: Wir machen heute mal alles anders Bisschen neu modisch Freestyle.
00:24:44: Ja, Henning.
00:24:45: Wie viele Studien hast du denn?
00:24:47: Ich habe zwei.
00:24:49: Ah, du bist so fleißig!
00:24:51: Dann würde ich sagen und Dana...
00:24:53: ...ich hab gar keine.
00:24:54: Ich hab ja mein vermischtes Thema.
00:24:57: Stimmt.
00:24:57: Willst Du dann anfangen, Hening?
00:24:59: Dann würde mit meiner einen Studie nämlich in die Mitte kommen sozusagen.
00:25:03: Ja klar kann ich machen.
00:25:05: Dann fange ich mal an mit meiner ersten Studie.
00:25:08: Zwar hat sie den Titel Inhumodality of Non-Arduino Levels in Syringe.
00:25:13: Pumpsystem and how to prevent it in a vitro study von Leibold et al.
00:25:19: Eine Arbeitsgruppe aus Regensburg, die haben veröffentlicht im BMC Anesthesiologie im Januar diesen Jahres.
00:25:26: und ja ist eine Studie die auch schon in oder auf einigen Social Media Kanälen erwähnt worden ist.
00:25:32: ich bin selber bei Newspapers drauf getoßen.
00:25:35: Die war glaube ich auch beim Notfallgehobener Story.
00:25:37: Paula hat sie auch gefunden aber ich war schneller scheint also was interessantes zu sein.
00:25:44: In dieser Arbeit wurde untersucht, wie sich das Vorgehen bei der Vorbereitung von Nordrenalin-Perfusorspritzen auf die homogenitär und die Verteilung der Nordrenalinkonzentration innerhalb der Spritzer auswirkt.
00:25:57: Was haben sie gemacht?
00:25:58: Das Ganze war, wie der Titel schon sagt eine In vitro Untersuchung und es wurden Nordrenalinenperfusoren von Anesthesistinnen auch verschiedene Weisen vorbereitet und dann auf zwei Arten untersucht.
00:26:10: Einmal hat man mit diesen Spritzen ja so eine kontinuierliche Infusion, wie wir sie kennen aus dem OP oder von der Insistation simuliert und dann am Ende der Leitung kleine Proben benommen.
00:26:20: Und in diesem sind die Norden an die Konzentration bestimmt also praktisch was wirklich bei den Patienten angekommen wäre.
00:26:26: Die zweite Untersuchungsweise war dass diese Perfusorspritze einen Schock gefrostet wurden und dann innerhalb der Spritze praktisch eine Analyse der Verteilung des Nordener Lins vorgenommen wurde.
00:26:37: Wir haben sie diese Perusaschutzen vorbereitet.
00:26:39: Da gab es sechs Methoden, die wir jetzt ab jetzt mit M-I bis M-VI abkürzen.
00:26:43: Der Methode I war das Aufziehen von Kochsalz, das Aufziehen von Nordnarlien und dann das Entlüften der Spritze ohne irgendwas anderes zu machen also keinen hin und her bewegen Mix in M-i, no mix die Technik.
00:26:59: Dann im Zwei aufziehen vom Kochsalzen, aufziehen von Nordrinalien und entlüften.
00:27:05: Und dann haben Sie einen sogenannten Flip durchgeführt.
00:27:07: Das heißt die, die vertikal also aufrecht gehaltene Spritze wurde einmal hundertundachtzig grad auf den kopf gestellt und wieder zurück.
00:27:14: Dann m drei ist der sogenannte bubble flip.
00:27:17: da wurde aufgezogen Nordrhein-Lin aufgezogen dann eine luftblase von ca.
00:27:22: fünf millen in die spritze gezogen dann dieser flipp durchgeführt und dann entlüftet.
00:27:28: beim metode vier haben sie kochtfalt aufgezogen.
00:27:32: Dann das nordrhein lin injiziert mit einer zweiten spritz praktisch reingespritzt, dann entlüftet auch wieder ohne Mix.
00:27:40: und im Fünf war auch aufziehen von Kochsalz.
00:27:43: Wieder Injektion von Nordrinalin, dann die Luftblase der Flip, dann erlüftet.
00:27:49: Und Methode sechs das waren industriell vorgefächte Lösungen, die als eine Art Kontrollgruppe fungieren sollen hier in dieser Untersuchung.
00:27:56: Also alle die CME Punkte haben wollen, die müssen sich das jetzt merken ja?
00:28:01: Wir fragen das hinterher ab.
00:28:03: Welche Methode machen
00:28:04: wir?
00:28:05: Welches ist die Bessel her?
00:28:06: Also Pro Methode, fünf Spritzen für diese Simulation der Infusion insgesamt also dreißig Spritze.
00:28:13: Für die erste Untersuchung, also diese ja Simulation infusion haben sie dann halt eine Spritzpuppe gestartet ganz mal, wie man es kennt und zu definierten Zeitpucken am Ende der Perfuserleitung Proben von Null Komma Eine Milliliter Endom Die Dann auf den Gehalt an Nordnalin analysiert wurden.
00:28:30: für die zweite Untersuchungen mit dem Schockfrosten wurden Nur die Ansätze M-I und M-III jemals viermal vorbereitet.
00:28:38: M- I war noch mal dieses Aufziehung von Kochstrahlz, aufziehende Nordener Linien entlüften No Mix.
00:28:44: M III war der Bubble Flip also Aufziehende Kochstahlz, Aufziehenden Nordener Linen Luftblase, Flip & Lüften.
00:28:50: Die Idee dahinter war dass man praktisch ein vermeidlich gutes und ein schlechtes Vorgehen abhaltet um die Unterschiede möglichst gut sichtbar zu machen.
00:28:59: Vier Spritzen pro Ansatz weil sie dann die Spritze Einmal nach null, dreißig, sechzig, hundertzwanzig Minuten erst Schock gefrostet und analysiert haben um den Einfluss der Liegedauer auf die Verteilung beobachten zu können.
00:29:13: Nachdem diese Spritzen gefrostet wurden, wurden da so diese Eiszylinder in Abschnitte unterteilt, aufgeschnitten und dann in verschiedenen Pumpenproben entnommen auch wieder auf den Gehalt an Nordener Linien untersucht mit der Idee dass man so ein möglichst dreidimensionales Bild der VerteILUNG innerhalb der Spritze generiert.
00:29:32: Alle diese Analysen wurden mittels einer High Performance Liquid Chromatographie durchgeführt.
00:29:39: Und die Ergebnisse dieser Analyse mit einem sogenannten Variabilitätskoeffizienten angegeben, der sagt uns in Prozent wie stark die Nordrinalinkonzentration in einer Lösung oder Zubereitungsform schwankt.
00:29:52: Je höher der Koeffiziente ist so inhomogene, desto schlechter die Verteilung.
00:29:59: dann zu den Ergebnissen.
00:30:00: Sie haben einmal bestimmt Methodenvariabilität, also die Unterschiede bezogen auf die Methode der Zubereitung eben M-I bis M-VI.
00:30:10: Da waren am schlechtesten die No-Mix Technik mit einem Variabilitätskoffizient von dreißig Komma acht Prozent und der Flip Only mit zwölf Komma Eins.
00:30:21: Bubbleflip und die vorgemächste Lösungen, die industriell hervorgehörige Lösung, die waren am besten mit einem variabilitäters Koeffizient vom Bereich von ein Prozent oder weniger.
00:30:31: dann die Innerhalb einer Spritze.
00:30:34: Variabilität, auch da No Mix und Flip Only am schlechtesten, Bubble Flip und Pre-Mix wieder mit der geringsten Variabilitet.
00:30:43: Dann haben sie noch was gemacht, die haben nämlich den Anteil der Messwerte bestimmt, die fünfzehn Prozent oder mehr von der Zielkonzentration abwichen.
00:30:54: Ja das haben sich so als Range gesetzt, dass wollen wir irgendwie erreichen, wenn wir sowas aufziehen.
00:31:01: Perfusor, dass wir eben möglichst kontinuierlich einen Wirkspiegel erreichen.
00:31:04: und auch da ist ihr könnt es euch jetzt schon denken der höchste Anteil dieser stark abweichenden Werte.
00:31:09: bei der No-Mix und der Flip Only Technik und bei Bubble Flip und der Primix Lösung gab's keine Abweichung von fünfzehn Prozent oder mehr von der Zielkonzentration.
00:31:18: Die Analyse nach dem Schockfrosten hat dann in der Veröffentlichung sehr schöne Grafiken erzeugt wo man eben Diese Verteidigung, das noch innerhalb der Spritze sehr schön sich anschönen kann.
00:31:29: Dazu nur so viel bei der No-Mix Technik hat man vor allem am Anfang und am Ende sehr viel Wirkstoff.
00:31:35: Und in der Mitte der Spritser teilweise gerade mal die Hälfte der Zielkonzentration.
00:31:39: nach Bubble Flip Technik erreicht man eine weitgehend homogene Verteilung über die gesamte Spritzen.
00:31:45: Kann jeder mal gerne reinschauen.
00:31:46: Das Paper ist glaube ich sogar Open Access.
00:31:49: Ist wirklich schön aufbereitet!
00:31:50: So mein Fazit.
00:31:51: Ich werde... Zukunft per Fusserspritzen anders aufziehen, mir war das so nicht bewusst.
00:31:56: Klar ist es irgendwo eine Invitro-Studie die ihre Lebetation hat.
00:31:58: aber ja man sieht halt ganz klar dass die Technik des Aufziehens ein relevanter Faktor ist.
00:32:03: und gerade mit dieser Bubbleflücktechnik, die ja wirklich einfach durchzuführen ist lässt sich im Alltag eben dann doch schnell und kostenlöhnlich nur homogene Verteilung des Wirkstoffes irgendwie erzeugen.
00:32:14: also ich sage nochmal aufziehen der Verdinnungslösungen, aufziehen des Wirkschauffields, dann fünfenbildeter Luft auf den Kopfstellen wieder zurück entlüften.
00:32:22: Das ist eben von der Qualität vergleichbar mit kommerziell hergestellten Produkten.
00:32:27: Ich finde das eine ultra coole Studie und ich finde es auch ein ultra cooles Fazit, weil das ist kostet überhaupt nichts!
00:32:35: Es kostet vielleicht ... zwei Sekunden mehr, wenn überhaupt.
00:32:39: Und es scheint ja doch einfach einen erheblichen Unterschied zu machen.
00:32:43: und ich meine, wenn man sich vorstellt dass da was über dreißig Prozent Konzentrationsschwankungen in so einer Nordspritze drin sind dann ist der Patient vielleicht gar nicht so instabil und macht achterbaren Blutdruck wie wir glauben sondern das ist die Nordspritze, die inhomogen ist.
00:32:58: Das finde ich wirklich beeindruckend!
00:33:01: Man hat ja doch manchmal diese Fälle wo man Alle paar Minuten bisschen raub, bisschen runter muss.
00:33:06: Wenn man denkt der Blutdruck macht hier was er will ne?
00:33:10: Vielleicht ist das ein Aspekt der damit rein spielt.
00:33:14: Super krass!
00:33:14: Cool dass du die mitgebracht hast und auch dass du deinen Fazit sozusagen so ziehen kannst.
00:33:20: ich mein es macht ja wirklich wenig unterschied wie Paula schon gesagt hat.
00:33:25: Wie man's aufzieht und selbst Mitlimitationen why not?
00:33:30: also warum nicht so aufziehen?
00:33:31: Ja
00:33:32: also genau Geht vielleicht noch ganz kurz nach Tag auch, also ich hab das nicht nochmal gesagt.
00:33:37: Aber ich meine dass diese haben ja die Spritzen liegen lassen, die sich schockgefrostet haben.
00:33:41: Das hat keinen Einpruchs gehabt wie lange die Spritschen jetzt gelegen hat ob die jetzt null oder hundert und zwanzig Minuten.
00:33:46: Das ist nicht wirklich verbessert Die Verteilung.
00:33:49: Also weil ich mein gerade im Alltag, die liegen ja doch mal rum Oder dann trägt man durch die Gegend da gibt es bestimmt noch so ein bisschen Durchmischungen aber...
00:33:57: Aber es hat's auch nicht schlechter gemacht?
00:33:59: Nein, schlechter nicht!
00:34:02: Da ist nicht genug eigen Turbulenz drin, dass sich das irgendwie schön homogen verteilt wenn man die nur liegen lässt.
00:34:11: Sehr coole Studie!
00:34:13: Dann mache ich mal weiter... mir mal wieder eine intensivmedizinische Studie rausgesucht, obwohl ich mir vorstellen könnte das für das ein oder andere OP-Setting, dass vielleicht auch ganz spannend sein könnte.
00:34:26: Und zwar ist der Titel der Studie Ventilator Settings for Fiber Optic Bronchosphoropea During Mechanical Ventilation Randomized Adjudicator Blinded Control Trial Ventset Fib.
00:34:40: Das heißt die Studie ist das Akronym
00:34:43: Ja
00:34:44: Genau Die Lemis et al.
00:34:47: und erschien in Critical Care im Januar, zwanzig.
00:34:52: Allerdings muss man dazu sagen das ist eine Online Ahead of Print Publikation und die ist noch nicht durch die finale Review Runde durch sondern das ist quasi das definitive Manuskript was sie schon vorveröffentlicht haben.
00:35:05: Dana, wie machst du das denn?
00:35:07: Wenn du auf intensiven Patientenbrontioskopierst.
00:35:09: Hast du da irgendwie so eine Default-Einstellung, wie du das Beatmungsgerät immer einstehst oder machst du es einfach so, wie's vorher war?
00:35:17: Oder wie machst Du das?
00:35:21: Ich hab die.
00:35:22: jetzt fragst du natürlich... Das ist schon momentär dass ich auf der Intensivstation war aber ich habe die in der Regel glaube ich schon einmal vorher preoxygeniert und Dann habe ich aber primär erstmal das Beatmungsgerät, außer es gab irgendwelche Gründe glaube ich so gelassen.
00:35:42: Aber
00:35:43: auch nicht bei jedem Patienten.
00:35:44: Es gab durchaus auch welche wo ich dann auf eine Volume Control mal zwischenzeitlich gestellt hab.
00:35:55: Weiß ich nicht mehr ganz genau sagen.
00:35:56: Das deckt sich sehr genau mit dem, was ich so fühle zu diesem Thema.
00:35:59: Ich habe mir bisher nämlich auch noch nie so richtig Gedanken darüber gemacht So ähnlich wie mit dem Nordentrenalin.
00:36:04: Ich mache das regelmäßiger zuletzt heute und ja Was ich auf jeden Fall mache ist halt eben preoxygenieren Wie du gesagt hast.
00:36:12: Und was ich bislang auch gemacht habe is den Patienten in irgendeine Form Von kontrollierter Beatmung umzustellen weil die halt häufig ein bisschen Sedierung brauchen und dann nicht mehr so gut spontan atmen.
00:36:22: Das sind die zwei Dinge, die ich bisher so getan hab.
00:36:24: Genau, jetzt einmal kurz zu den Hintergründen der Studie.
00:36:28: Und zwar ist es natürlich so das sollte allen klar sein.
00:36:30: durch das Einführen eines Brontioskops in den Tubos steigt die Resistance des Atemwegs erheblich weil das effektive Lumen des Tubus eingeengt wird.
00:36:39: noch mal kurz zur Erinnerung an euer Studium oder eure Ausbildung nach dem Gesetz von Hagen Poussouille führt eine Abnahme des Radius zu einem steilen Anstieg der Resistance.
00:36:49: Das heißt, zum Beispiel das Einführen eines Fünf-Kommer-Sechs bis Fünfkommar-Sieben-Millimeter-Bronchyskop in ein Acht-Milimeter-Tubus führt zu einer Anstiege der Resistance um das Elfwache.
00:37:03: Das Problem ist, dass der expiratorische Gasfluss behindert wird und das hier eine erhebliche Gefahr von Air Trapping und einer dynamischen Hyperinflation besteht.
00:37:12: Und sich dann ein Autopeap entwickeln kann und in der Literatur werden gemäß den AutorInnen Werte bis zu thirty-fünf Zentimeter h zwei Ohren Autopeab beschrieben.
00:37:23: Dann muss man sich auch nicht wundern wenn halt die Tidalwohnlumina immer weiter abnehmen und sich der Patient nicht mehr beatmen lässt.
00:37:29: Zusätzlich kommt es natürlich einfach dadurch, dass weniger Luft in den Patienten reingeht.
00:37:34: Auch zu einer unzureichenden Ventilation mit allen Konsequenzen die daraus resultieren das heißt einem CO-Zwei Anstieg und einer respiratorischen Acidosis.
00:37:43: schlimmstenfalls.
00:37:45: Im druckkontrollierten Modus erreicht das Beatmungsgerät dann häufig den eingestellten Druck sehr schnell und die Tidalvoluminer nehmen ab.
00:37:52: Im volumenkontrollernden Modus wird der Atemhub abgebrochen, dadurch dass die Druckobergrenze eben auch schnell erreicht ist.
00:38:02: Jetzt haben sich die Autorinnen der Studie anhand der Bewegungsgleichung der Atmung schlaue Überlegungen gemacht und dann habe ich das so gelesen.
00:38:10: Ich beschäftige mich ja gerade im Rahmen meiner Vorbereitung für das europäische Intensivmedizin-Examen sehr viel mit irgendwelchen Formeln, deswegen habe ich euch einen kleinen Exkurs dazu mitgebracht.
00:38:21: Die Bewegungs-Gleichung setzt sich im Grunde aus zwei Teilen zusammen.
00:38:26: Es geht hierbei um den transrespiratorischen Druck, der sich zusammensetzt aus Druck in den Atemwegen plus Transtorakalmdruck.
00:38:35: Der Druck in dem Atemwagen wiederum ist die Resistance mal dem Fluss in dem untersuchten Abschnitt also in diesem Fall dem Tubus.
00:38:44: Der transtorakale Druck ist das Zidalvolumen oder die Volumenänderung durch die Compliance der Lunge.
00:38:50: Und wenn man das alles zusammensetzt, dann erhält man eben besagte Bewegungsgleichung also transrespiratorischer Druck gleich Resistance myFluss plus Tidalvolumen durch Compliance.
00:39:03: So, Exkursende!
00:39:06: Anhand dessen haben sich die AutorInnen überlegt dass eine Reduktion des inspiratorischen Flusses und der Tidal Volumina in Ergänzung mit einer längeren Inspirationszeit den Spitzendruck senken würden und damit die Beatmung, mit dem gewünschten Zielminutenvolumen während der Bronchyskopie ermöglichen könnten.
00:39:28: Ihr könnt euch jetzt gleich nochmal kurz zurückspulen und euch einmal diese Gleichung aufschreiben und das einmal durchdenken.
00:39:33: man muss sich das einmal kurz in Ruhe überlegen aber dann macht es tatsächlich insgesamt Sinn.
00:39:38: Wie haben Sie das denn jetzt methodisch untersucht?
00:39:40: Sie haben eine Single Center randomisiert, Auswärter verblindete – das war das Wort was ich eben auf Englisch nicht sagen konnte – Doppelparallelgruppenstudie durchgeführt und zwar in einer Intensivstation in Frankreich mit fünfzehn Betten.
00:39:54: Eingeschlossen wurden kritisch kranke Erwachsene über achtzehn Jahre die aufgrund eines respiratorischen Versagens intubiert, sediert und mechanisch beatmet waren und die eine Bronchyskopie benötigten.
00:40:06: Ausschlusskriterien waren ein respiratorischer Arrest, ein schweres ARDS, ein refraktärer Schock und kontrollierte Arrythmin, schwere Respiratozytsynchronien, Schwangerschaften und gefangene Patientinnen.
00:40:23: per mutierter Blockrandomisierung eins zu eins in zwei Gruppen randomisiert.
00:40:27: Und beide Gruppen wurden, so wie es auf dieser Intensivstation anscheinend üblich war mit der Drehger Evita Infiniti-Fünfhundert beatmet, waren tief sediert und die Bronchoscopien wurden mit einem Fünfkommar sechs Millimeter dicken Bronchoscope durchgeführt.
00:40:42: Es erfolgten beiden Gruppen eine Präoxygenierung mit hundert Prozent Sauerstoff für die fünf Minuten vor der Bronchoskopie und durchgehend während der Untersuchung.
00:40:51: In beiden Gruppen wurde die Druckobergrenze bei ihrem Maximum für dieses Beatmungsgerät, neblich bei hundert fünf Zentimeter H-IIo eingestellt so dass sie sicher nicht das Problem war was die Beatmung limitiert hat.
00:41:03: Und es wurde unmittelbar vor der Bronchyskopie und fünf Minuten nach Beginn der Bronchoskopie ABGRs abgenommen.
00:41:10: Jetzt zu den Gruppen.
00:41:11: Die Interventionsgruppe wurde Volumen kontrolliert mit niedrigen inspiratorischem Fluss und niedrigeren Tidalvolumen beatmet.
00:41:19: Der Fluss war hier eingestellt bei kleiner gleich fünfundzwanzig Liter pro Minute, die Tidal-Volumina bei fünf Milliliter pro Kilogramm ideales Körpergewicht und die Inspirationszeit bei eins Komma Null bis Eins Komma Drei Sekunden und die Atemfrequenz bei sechzehn Prominute der Piep bei Fünf.
00:41:37: Die Kontrollgruppe wurde ebenfalls Volumen kontrolliert, beatmet aber mit einem inspiratorischen Fluss von sechzig Litern pro Minute, Gidalvolumina von sechs Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht und die Atemfrequenz Inspirationszeit & Piep waren nach Wunsch des behandelnden Klinikers eingestellt.
00:41:57: Zu den Outcomes.
00:41:58: Der primäre Endpunkt war ein kombinierter Endpunkt aus den Adverse Events, nämlich ventilatorischen respiratorischen und kaliocirkulatorischen Adverse events die dazu führten dass die Prozedur vorzeitig abgebrochen werden musste.
00:42:13: Bezüglich der Ventilation war es so das eine Unmöglichkeit die Ventilation fortzusetzen wegen einer fünfzig Prozentigen Reduktion des Art Minutenvolumens von Baseline oder, weil es durch Erreichen des maximalen Spitzendrucks immer zu einem Abbruch des Atemhubs kam.
00:42:29: Das war das ventilatorische Adverse Event.
00:42:33: Das respiratorisch war eine Desaturation mit einer SAO-II unter neunzig Prozent oder ein mehr als vierprozentiger Abfall der SAO II Und die kardiozyrkulatorischen Etwas-Events waren hemodynamische Instabilitäten, Arytmien oder eine Tachikadie hier definiert als Zunahme der Herzfrequenz um über vierzig Schläge pro Minute.
00:42:56: Die sekundären Endpunkte waren dann so Beatmungsparameter und andere Werte wie zum Beispiel die Totalvolumina, die tatsächlich appliziert wurden das Art Minutenvolumen, der PAO II durch FAO II Cozient, der PCO II usw.. Es war ein Crossover von der Kontrollgruppe in die Interventionsgruppe möglich, wenn sonst die Fortsetzung der Prozedur aufgrund von Adverse-Events nicht möglich gewesen wäre.
00:43:21: Also im Sinne einer Intention to Treat Analyse.
00:43:24: Genau und an Daten wurden unter anderem auch noch die Standarddaten der Patienten also Eiter, Tubosgröße BGRs und so erfasst und eben auch die Kurven der Beatmungsgeräte anhand DERA dann die verschiedenen Flüsse und Drücke ausgerechnet werden konnten.
00:43:41: Zu den Ergebnissen.
00:43:43: Zwischen September und Juni, wurden hundertundzwanzig Patienten gescreent und sechsundvierzig Patientinnen randomisiert – das heißt, dreiundzwantig in jeder Gruppe.
00:43:54: Alle PatientInnen wurden die Intention to Treat Analyse eingeschlossen auch die PatientInne, die ein Crossover hatten während der Studie.
00:44:02: Die Baseline-Charakteristika waren in beiden Gruppen nahezu identisch, außer dass es mehr ARDS-PatientInnen in der Kontrollgruppe gab und die Kontroll-Gruppe leicht kleinere Tuben und eine leicht höhere Baseline Airway Pressure hatte.
00:44:16: Der primäre Endpunkt – also die Kombination von etwas Events – wurde in neunundsechzig Prozent der Patientinnen in einer Kontrollgruppe und in vier Prozent in der Interventionsgruppe erreicht.
00:44:26: Also ein sehr großer Unterschied!
00:44:29: Nach Adjustierung für die Tubusgröße blieb die Kontrollgruppe ein unabhängiger Risikofraktor für die Adverse Events.
00:44:37: Die Tubus-Größe selbst war nicht mit Adverse events assoziiert, also das scheint hier nicht das Problem gewesen zu sein.
00:44:45: und bei neunzehn Patientinnen der Kontroll Gruppe fand einen Crossover statt weil eben hier Adverse Events sonst zum Abbruch der Bronchyskopie geführt hätten und nach Änderung der Einstellungen konnte die Bronchieskopie fortgesetzt werden.
00:45:00: Nur ein einziges kardiovaskuläres Event passierte in beiden Gruppen.
00:45:04: zu einer signifikanten Entsättigung kam es in keiner der beiden Gruppe.
00:45:09: noch kurz zu den sekundären Outcomes, es kam zu einem Anstieg von vom PHCO-II und einem Abfall des pH in der Kontrollgruppe.
00:45:19: Und es kam zu einem signifikant höheren Anstieg, der PHO II durch FU II Ratio in der Interventionsgruppe während der Prozedur.
00:45:27: also die waren offensichtlich besser oxygeniert als in der Controllgruppee.
00:45:32: jetzt einmal ganz kurz Dazu, was ich an dieser Studie gut finde und was sich vielleicht nicht so gut finde.
00:45:38: Ich find es ist grundsätzlich eine sehr, sehr pragmatische Studie.
00:45:41: Sie haben genau das getan, was wir jeden einzelnen Tag auf den Intensivstationen zu tun Und ich fand's auch cool dass sie sich eben über die physiologischen Zusammenhänge Gedanken gemacht haben und anhand der Physik eigentlich sich überlegt haben Was würde Sinn machen und das dann ausprobiert haben?
00:45:59: Genau was ein bisschen schade ist, es ist halt nur Singlecenter und das ist eine sehr kleine Fallzeit.
00:46:03: Dreiundzwanzig Patientinnen in jeder Gruppe sind natürlich sehr wenige.
00:46:07: die AutorInnen schreiben aber dass glücklicherweise gerade eine groß angelegte europäische multizentrische Studie genau zu diesem Thema läuft um.
00:46:15: wir dürfen sehr gespannt sein auf die Ergebnisse davon.
00:46:18: alles in allem finde ich ne spannende Studie und Ich werde auf jeden fall das nächste Mal wenn ich den Patienten oder eine Patientin Pontius kopiere das einfach mal so ausprobieren.
00:46:27: auch da schadet es ja irgendwie offensichtlich jetzt zumindest laut dieser Daten nicht, wenn man das mal ausprobiert oder?
00:46:36: Also stelle ich mir vor wir gucken einfach irgendwie und man schaut ob's gut funktioniert für mich in dem Setting.
00:46:46: Voll!
00:46:47: Ich glaube, ich würde es jetzt nicht auf Krampf probieren weil ... denke, dass halt Daten von ... ... forty-sechzig Patienten jetzt nicht wahnsinnig robuste Evidenz sind.
00:46:56: Aber für mich macht sowohl die physiologische Überlegung Sinn als auch... Die Daten finde ich schon recht eindrücklich mit halt ... ... ninety versus vier Prozent.
00:47:06: Sodass ich denke das sie schon Lust hätte es mal auszuprobieren ob das halt wirklich so gut funktioniert?
00:47:12: Ja!
00:47:12: Ja genau so meinte ich irgendwie.
00:47:14: und wenn man sich vorher herrlicherweise ja gar keine Gedanken darüber gemacht hat wie du gerade deine Be… Beatmungsparameter einstellt und welche Tidalvolumina usw.
00:47:23: dann ist das ja schon mal einen Punkt sich überhaupt Gedanken gemacht zu haben.
00:47:29: Total, total!
00:47:30: Für eine bessere Behandlung unserer Patientinnen.
00:47:33: also sehr cool.
00:47:34: danke Paula.
00:47:36: so Henning darf noch die weitere Studie die du mitgebracht hast gerne vorstellen.
00:47:40: ich bin gespannt.
00:47:41: Henning kriegt diesen Monat den Studienpokal.
00:47:47: Gibt's wirklich einen eigentlich?
00:47:48: Es gibt einen!
00:47:49: Klar, es gibt einen.
00:47:52: Ich dachte ich wusste nicht dass es wirklich einen gibt.
00:47:54: Ja ich glaub' ich hab mal ein Bild, irgendwann putte ich auch.
00:47:56: Eher egal.
00:47:56: No
00:47:57: way.
00:47:58: Guck mal das ich das nicht weiß.
00:47:59: ne aber und ich hatte den auch schon Leute.
00:48:02: Wollt grad zeigen ist so gut.
00:48:03: Aber diesen Monat kriegst
00:48:05: du dir irgendwie
00:48:05: verhehenden.
00:48:06: Genau, aber das ist schon lang her.
00:48:08: Das ist ja auch schon lange her bei mir.
00:48:11: Gut dann mach ich mal meine zweite Studie.
00:48:13: Ist auch was kleines geht ganz schnell.
00:48:15: Effekt of low-dose propofol infusion with sevofloran vs.
00:48:19: Propofol only total intravenous anesthesia on postoperative nose share and vomiting in high risk patients a single blind randomized controlled clinical trial von Wyatt et al auch aus dem bmc.
00:48:33: anesthesiologie im januar.
00:48:34: twenty six und zwanzig.
00:48:36: eine studie die, genau aktuell ist aber die eigentlich ja habe ich die mehr oder weniger für torben mitgebracht der heute leider nicht da ist.
00:48:45: Ich hoffe, hört sich's an.
00:48:47: Weil der macht ja gerne mal die sogenannte Ziva wie er immer sagt.
00:48:50: also er kombiniert ein bisschen Propofol mit ein bisschen Sevo für die vollen Akkose.
00:48:56: Da würde jetzt sagen klapp wunderbar kann ich euch sagen?
00:48:58: Ja
00:48:58: ja schauen wir mal wie gut das klappt.
00:49:01: und in der Studie wurde jetzt die Inzidenz von Ponf bei eben diesem Vorgehen mit der Ponfinfidenz bei einer Propofoli Mono
00:49:10: Tiva.
00:49:13: Tese der AutorInnen war, dass die Propofol ONLY Tiva eine geringere Ponfinzidenz hat als die Civa.
00:49:22: Zur Methodik.
00:49:22: das Ganze war eine prospjektive einfach verbindete randomisierte kontrollierte Studie an einem Krankenhaus in den USA.
00:49:31: Zeitraum war Februar zwanzig-vierundzwanzig bis März zwanzivundzwandzig.
00:49:35: Einschlusskaterien waren Patientinnen alter, achtzehn Jahre oder älter.
00:49:40: Es muss eine Vollnerkose für einen elektiven laberauskopischen Eingriff durchgeführt werden.
00:49:44: Und die PatientInnen mussten selber angeben, dass sie entweder unter PONF oder Reiseübelkeit litten.
00:49:50: Damit haben Sie also diese High Risk Population sich zusammengesucht.
00:49:57: Ausstoßkriterien war die Einnahme einer anti-imetrischen Medikation innerhalb von vierundzwanzig Stunden vor der OP.
00:50:04: Allergie und Unverträglichkeit gegenüber Propofol beziehungsweise Sevo Floran und Notfalleingriffe.
00:50:11: Die Patientinnen waren verblindet, das betreuen der Anästhesie-Personal nicht die Person, die dann aber das Post-op-Followup erhoben haben, dann wiederum schon.
00:50:22: Es gab ein standardisiertes Protokoll für die Narkoseführung.
00:50:28: Das beinhaltet die Einleitung mit Propofol, Fentanyl, Lidokain und Rucoronium auch in soweit üblichen Dosierungen wie wir das kennen von den elektiven Einleitungen.
00:50:39: Und dann gab es eben die Gruppe A, die wir jetzt in einem folgenden als Ziva-Gruppe bezeichnen.
00:50:44: Also hier erfolgte dann die Aufrechterhaltung mit Propofol einer Dosierung von twenty-fünfzig Mikrogramm pro Kilogramm pro Minute plus Sevofluran und in der Gruppe B nur Propofool.
00:50:56: Narkositiv überwachen erfolgten wir bis und dann eben die Steuerung der Narkositive in Gruppe a der Ziva Gruppe dann über die Sevokonzentrationen und den Gruppe b über die Propofoldosierung.
00:51:09: Es wurden keine anderen hypnotisch wirksamen Substanzen eingesetzt.
00:51:13: Panelgesie perioperativ erfolgte mittels Fentanyl, Hydromophon und Paracetamol.
00:51:18: Relaxierungen mit Rokoronem- und Antagonisierung erfolgte nach Bedarf.
00:51:23: Zusätzlich erhielten alle Patientinnen vier Milligramm Dexamethasone nach der Einleitung und vier Millgramm Ondansythron vor der Hautnaht.
00:51:31: Und es bestimmt die Möglichkeit eine Rescuemedikation gegen Konfzuppe abreichen.
00:51:35: Die Entteilung darüber lag in der Verantwortung das betreuende Anästhesie-Personals.
00:51:41: Die Ponfraten haben sie dann erfasst, indem das Pflegepersonal der PECU innerhalb der ersten zwei Stunden postoperativ alle fünfzehn Minuten im dokumentierten Obzimptome von Ponf auftraten.
00:51:55: Außerdem wurden die Schmerzscores erhoben mittels der visuellen Analogskala.
00:51:59: nach diesen ersten zwei Stunden wurden die Daten dann stündlich erhobene bis die Verlegung aus dem Aufwachraum erfolgte.
00:52:06: Im Fall zu kommentiert wurde die Anwendung einer Rescue Medikation gegen PONF.
00:52:11: Und für die Zeiten nach der Verlegung aus dem Auffachraum sollten die Patientinnen alle Episoden von Übelkeit oder Erbrechen selbst dokumentieren, sie wurden dann vielzwanzig beziehungsweise acht vierzig Stunden possibilities telefonisch befragt dazu.
00:52:26: Primer Re-Outcome war die kommunative Inzidenz von PONNF innerhalb der ersten vielen zwanzig Stunden POSSIVERATIVE, Secondary Outcom, PONV in der PECCHO und Notwendigkeit der Rescue Medicationen.
00:52:37: Als Simplesize haben sie berechnet, dass dreißig Patientinnen pro Studienarm mindestens benötigt würden.
00:52:44: Und dann kommen wir auch schon zu den Ergebnissen!
00:52:46: Die Baseline-Charakteristika der Gruppen waren sehr ähnlich.
00:52:50: Einziger Unterschied war das in der Propofol Only-Gruppe es eine längere OP beziehungsweise Anesthesiedauer gab und die auch einen längeren Krankenhausaufenthalte hatten.
00:53:01: Es gab keinen signifikaten Unterschied in den Ponfraten auf der Peku da neunfünfzig Prozent in der Ziva-Gruppe versus zweiundvierzig Prozent in einer Propofolmono-Grippe.
00:53:12: Und im Aufachraum hatten alle Patientinnen und Anführungszeichen nur Übelkeit, keine Berichte überbrechen oder Ähnliches.
00:53:21: Auch vielen zwanzig Stunden Post-OP keinen signifikanten Unterschied was die Ponfraten anging hier Neunfünftig Prozent in dieser Ziva Gruppe versus Zweiundvierzig Prozent In der Propofole Monogruppe.
00:53:31: Genau, ein bisschen Kritik zu der Studie ist natürlich eine kleine Population.
00:53:34: Single Center war einfach verblindet.
00:53:36: Man hätte auch gut noch irgendwie ne Sevo Only Gruppe mit untersuchen können.
00:53:40: Einfach eigentlich als Referenzgruppe noch und für diese Rescue Medikation gab es keinen Sinn.
00:53:45: dieses Protokoll da konnten also verschiedene Substanzlassen eingesetzt werden aber auch soweit alles bekannt ist was wir auch im Alltag benutzen.
00:53:53: Fazit der Autorin war dass die Ziva was Ponfraten angeht scheinbar der Propofol Mono Gruppe nicht unterlegen ist.
00:54:02: Aber es war schon... Es war nicht signifikant, aber es waren ja schon deutliche in Anführungszeichen Unterschiede, wobei man natürlich bei dieser kleinen Populationen sagen muss, ist natürlich wiegt ein Patient dann mehr Erschmerungszeit.
00:54:20: Ich finde grundsätzlich erst mal relativ viel dass wir so ungefähr die Hälfte der Leute also doch unterleiden.
00:54:26: Also gut sind's auch jetzt irgendwie Hochrisikogruppe in der Hinsicht für Ponf.
00:54:31: Also trotz ja eigentlich auch einer Profilaxe, aber das stimmt die Tendenz.
00:54:36: Der Werte geht dann doch eher in Richtung dass es ein bisschen schlechter ist wenn man's kombiniert.
00:54:40: Aber wie du halt sagst bei den kleinen Populationen kommt da halt kein solches Ergebnis raus.
00:54:47: und sage nochmal ganz kurz Wie war die Aufteilung Männer und Frauen?
00:54:52: Gabs da irgendwie Unterschiede diesbezüglich?
00:54:56: also vielleicht haben sie das ja auch gar nicht aufgeführt, aber weil das ja schon auch ein Risikofaktor ist.
00:55:03: Aber wenn es alles Hochrisikopatienten waren könnte ich mir vorstellen dass es einfach insgesamt sehr viele Frauen waren oder?
00:55:10: Ja gut hast du fragst!
00:55:10: Ich sehe hier gerade, dass sowohl in der Treatment als auch eine Kontrollgruppe überwiegend weibliche Patientinnen waren also einmal vierundachtzig versus fünfmal achtzehn Prozent.
00:55:23: Also da
00:55:24: habe ich
00:55:25: dann gleich... schon auch gedacht, weil das ja der häufigere, das häufigere Geschlecht ist was Ponf hat.
00:55:33: Das spielte ich damit rein.
00:55:34: Ja.
00:55:36: Guter Punkt.
00:55:37: Okay.
00:55:39: Ja spannend also.
00:55:41: Ich glaube es ist am Ende vielleicht ehrlicherweise ein Ding wie man das lernt, wie man es so kann und macht.
00:55:50: Ich kombiniere sehr selten, weil ich irgendwie die Notwendigkeit nicht sehe aber Kann auch verstehen, dass Torben das macht wenn er sagt es funktioniert bei mir gut.
00:56:01: Ehrlicherweise muss man ja auch da sagen Manches ist ja von Haus zu Haus sehr unterschiedlich und man lernt dann im Zweifelsfall Auch wenn ich jetzt noch nicht in einem anderen haus gearbeitet habe aber da haben wir öfter schon drüber gesprochen Das was bei der einen intensivstation als absolutes no go tituliert war auf einmal auf der Anderen intensiv station.
00:56:21: Ja das machen wir immer so richtig.
00:56:24: also von daher Vielleicht ist das auch so eine Sache und es ist ja schon mal gut zu wissen, dass sich Menschen damit beschäftigen ob das einen Unterschied auf die Ponfrate macht.
00:56:35: Vielleicht gibt's ja irgendwann dann noch ne größere Studie zu.
00:56:39: Voll!
00:56:39: So Schlussfolge an die Otto-Renauch natürlich.
00:56:42: Ja gut, das schreibst du ja in jedes Paper rein.
00:56:46: Mehr Forschung dafür.
00:56:48: Richtig genau also der Schlusssatz fast jedes Resimis Ja, sehr cool.
00:56:57: Dann würde ich sagen haben wir auch schon unseren JournalClub inklusive Code Wort das war ja schon zwischendrin.
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