"titriert" - Mein Lieblingsfehler Februar 2026
Shownotes
Hier findet ihr den "titriert"-Beitrag zu einem lehrreichen Lieblingsfehler aus dem Februar 2026, der uns von Felix mitgebracht wurde.
Achtung: Für die "titriert“-Folgen gibt es KEINE CME-Punkte!
Weitere Infos unter https://pin-up-docs.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Genau, wir haben hier heute wie versprochen Felix zu Gast der uns ein Lieblingsfehler vorstellen möchte.
00:00:07: Sehr schön dass du da bist Felix!
00:00:09: Es freut mich über alle Maßen das ich dabei sein darf liebe Paula.
00:00:14: Felix magst Du Dich einmal kurz vorstellen?
00:00:17: Ja mein Name ist Felix.
00:00:19: Ich arbeite hauptberuflich als Anästhesist größeren Schweizer Spital und habe im Nebenberuf noch die ärztliche Kohleitung von einem der Rettungsdienstbeunsterregion, dem Job-Scheulingmodell mit einer fantastischen Kollege inne.
00:00:36: Und zudem fahre ich selber noch sehr, sehr gern als Notarzt aus.
00:00:40: Cool!
00:00:41: Genau der Lieblingsfehler den du uns mitgebracht hast ist glaube ich auch einer aus dem Rettungstienst.
00:00:46: Magst Du ihn einfach einmal erzählen was da genau passiert ist?
00:00:50: Sehr gerne.
00:00:52: Also, ich nehme euch mal mit in eine typischen Nachtdienst.
00:00:56: Es ist schon nach Mitternacht der Suche geht.
00:00:59: Meldung ist schon laufendere Animationen.
00:01:04: Wir fahren hin in einen Vorort von der Stadt wo ich damals als Notarzt gearbeitet habe.
00:01:10: Der Erte ist schon da.
00:01:12: Ich werde empfangen von einer Frau Mitte sechzig.
00:01:17: Sie geleitet uns rein und sagt ja hier im ersten Stock im Schlafzimmer.
00:01:22: Mein Fahrer und ich laufen nach oben.
00:01:24: Und ich sehe schon das Team vom RTV, mein Rettungssanitäter und ein Rettungssanitäter drin.
00:01:28: Da muss sich vielleicht kurz einschieben.
00:01:30: RettUNGSANITÄTER ist in der Schweiz die große Ausbildung – die Dreijährige!
00:01:34: Und die Damen und Herren sind sehr gut.
00:01:37: Das heißt wenn ich von RS oder Rettingssanitätern spreche, ist immer die Schweizer Variante davon gemeint.
00:01:43: Es liegt auf dem Boden.
00:01:45: Ein Mann eben auch geschätzt ungefähr sechzig-fünfundsechzig Jahre alt schlank Eine Person am Kopf, am Beuteln.
00:01:53: Die anderen Personen am Drücken.
00:01:55: Defi-Patches sind installiert.
00:01:56: Ich glaube Zugang ist auch schon gelegen und ich bekomme die Übergabe.
00:02:01: Die Kollegin vom RTV erzählt mir ja der Mann sei zu seiner Frau hoch ins Schlafzimmer gekommen habe ihr bedeutet er habe sich verschluckt.
00:02:09: Die Frau habe dann noch versucht mit Heimlichmanöver das Stückchen Wurstsalat was mutmaßlich da drin steckt zu befreien.
00:02:15: Das ist leider nicht gelungen, der Mann ging zur Boden.
00:02:18: Sie hat die Hundertvierundvierzig, das ist unser Notruf hier gewählt und hat dann telefonisch angeleitet mit Reanimationsmaßnahmen begonnen.
00:02:26: als die Kolleginnen und Kollegen vom RTV eingetroffen sind haben sie ihn vorgefunden initial mit einem nicht schockbaren Rhythmus ich weiß nicht mehr ob eine PA oder Assistolie.
00:02:35: Sie haben angefangen Beutelmaske zu beatmen und Trauerskompressionen durchzuführen.
00:02:40: Beutel-Maskebeatung sei sehr schwierig, aber sie hätten jetzt noch keine Zeit gehabt mal zu Laryngoskopieren was da drin.
00:02:46: Also habe ich das dann übernommen, habe mit der Meggeltzange ein schönes Stückchen Wurst bergen können, was vor dem Dracheer lag und die Intubation hat sich tatsächlich schwer gestaltet denn – das haben wir auch erfahren – der arme Mann hatte einen Larrungskratzinom, was mit einer kurativen Radiazio behandelt worden ist.
00:03:05: Das war auch der Grund für die Schluckstörung und warum er laut Ehefrau nur noch diesen Wurstsalat so richtig gut essen konnte.
00:03:13: Und schlussendlich hat es dann mit einem hyperangulierten Spatel im zweiten Versuch geklappt den Tubus zu platzieren, wir haben weitere animiert stets nicht shoppbarer Rhythmus.
00:03:22: Ich habe dann mit dem Team besprochen ich gehe mal kurz runter mit der Frau reden und dann bin ich runter zu der Frau ins Wohnzimmer und habe angefangen Das halt gerne so mache, zu eroieren.
00:03:32: Was ist da denn für ein Mensch?
00:03:33: Was wünscht das sich?
00:03:34: Wie steht der zur Pflegebedürftigkeit?
00:03:36: Mit dem Mindset, wo wir uns alle einig waren wahrscheinlich werden wir gleich die Animation einstellen können.
00:03:42: Und wie ich gerade die Frau versuche dafür zu prime und rufe es von oben Felix kommen!
00:03:47: Wir haben einen Ross.
00:03:48: Also bin ich wieder hoch und ziehe hier nach Cumulati.
00:03:51: vier Milligramm Adrenalin Ich denke mal insgesamt fünfzehn bis zwanzig Minuten CPR hatten sie wieder.
00:04:01: Also haben wir dann umgeschaltet auf ok, jetzt transportieren wir.
00:04:06: Als der Kreislauf dann immer wieder mal so ein bisschen in die Knie gegangen ist, haben wir angefangen mit Adrenalin-CN-Nycrogrammweise zu stützen sind NRTV und dann losgefahren mit Signal in unser Zentrumspital.
00:04:18: Während der Fahrt hat der Patient dann wieder so ein bisseln Kreislauftauchchen gemacht.
00:04:22: also habe ich zur Spritze gegriffen mit den verdünnten Adrenalinen und habe fünfzehn Mikrogramms gegeben.
00:04:28: Lege dann die Spritze mit dem Adrenalin auf die Ablage, die zwischen den zwei Sitzen im RTV lag.
00:04:35: Die Rettungssanitäterin hat der Weih schon angefangen zu protokollieren und nimmt dann die Spritze, schaut sie an, guckt verwundet und sagt, oh Felix ich wusste gar nicht dass wir schon neun Milligramm Adrenaline gegeben haben.
00:04:46: Gleichzeitig misst unser Monitor!
00:04:50: Wir drehen den Kopf und sehen eine Systole von zwo hundertsechzig Millimeter HG.
00:04:57: Geht ja noch Kevin allein zuhause die Szene wo er sich das Rasierenwasser in die Backen klatscht.
00:05:02: So ungefähr ging es mir und Kollegen glaube ich auch, wenn man sich sehr schnell realisiert dass da statt fünftig Mikrogramm plötzlich fünf Milligramm Adrenalin durch meine Hand in diesen Patienten gewandert sind.
00:05:17: Unangenehm!
00:05:19: Sehr unangenehmen.
00:05:20: jetzt ist natürlich das Schöne im Adrenalinen.
00:05:22: es kommt schnell und geht schnell.
00:05:24: Das heißt nach drei Minuten hatten wir wieder Blutdrücke, die uns eher so gefallen haben.
00:05:29: Und wir konnten den Patienten dann nachrufen mit einem stabilen Rosk, ein bisschen sediert, Problem musste beatmen und im Schockraum übergeben.
00:05:38: Ich habe gleich mehr Kulber geschrieben von meinen Fehler erzählt, dass ich die fünf Milligramm Adrenalin gespritzt habe versehentlich.
00:05:45: Wir haben es danach natürlich noch direkt debrieft, haben da auch ausführlich drüber gesprochen.
00:05:51: Es war tatsächlich so... Das waren zehn Milliliter Spritzen, in der einen das unverdünnte Adrenalin korrekt mit Kleber beschriftet.
00:06:00: In den anderen zehn Milliliterspritze war das verdünnt Adrenaline ebenfalls direkt mit Klebe beschriftete.
00:06:06: Ja und trotzdem ist es ein klassischer Verwechslungsfehler würde ich sagen also dass... Ich glaube auf diese Art und Weise hätte das jedem einzelnen von uns ganz genauso passieren können und deswegen ist es so ein wunderschöner Lieblingsfehler.
00:06:20: Genau!
00:06:21: Der drei Uhr nachts Klassiker.
00:06:23: Das heißt, eigentlich haben wir gemacht was wir konnten um das zu verhindern.
00:06:27: Aber trotzdem hat es nicht gereicht dass ich in meiner Müdigkeit oder meinem Tran offenbar das Etikett nicht korrekt gelesen habe ignoriert habe wie auch immer und so halt ein potenziell sehr gefährliches Medikament um den Faktor Hundert überdosiert habe.
00:06:45: Und nachdem wir das vor Ort direkt debrieft haben Wir haben die Kollegen später dann in ihrem Zirsystem einen Fall eingegeben.
00:06:53: Ich habe in unserem Zirssystem einen Fall eingegeben, habe gleich eine ausführliche E-Mail an unseren ärztlichen Leiter geschrieben und hab mich auf das Schlimmste gefasst gemacht.
00:07:04: Und ich bin wirklich vor Charme im Boden versunken!
00:07:07: Man muss einfach dazusagen, ich war damals kein Berufanfänger.
00:07:09: also wenn man meine Zeit als Rettungsassistent mit dazu nimmt, hatte ich da gut's fünftenssechzehn Jahre Rettungstinz auf dem Buckel.
00:07:17: hat das alles noch umso viel schlimmer gemacht, von wegen shit und ausgerechnet mir passiert das jetzt.
00:07:22: Und ich hab dementsprechend die Nacht auch nicht so richtig gut geschlafen und gleich am nächsten Morgen habe ich dann eine Antwort bekommen vom ärztlichen Leiter und daraus hat sich dann in den kommenden Tagen ein Mailwechsel entwickelt wo ich denn Ideen formuliert habe wie wir das in Zukunft verhindern können.
00:07:41: und einige Monate später gab es dann einen Konferenz oder Eintreffen da auf der Hauptwache von dem Rettungsdienst, wo dann neben dem ärztlichen Leiter auch noch Teile vom restlichen Team was bei diesem Einsatz dabei war eingeladen waren.
00:07:58: Zudem noch die QMler von diesem Rettungstienst und da wurde dann während dieser Sitzung wirklich nochmal den Einsatz rekapituliert und was genau da passiert ist und was man dagegen machen könnte.
00:08:14: Und während unseres Mailwechsels damals mit dem ärztlichen Leiter, hat er mir auch schon zu verstehen gegeben dass ich nicht der erste sei denn das passiert und es gibt in der Schweiz so eine Art nationales Zirsystem.
00:08:28: Das heißt Emris wo dann Rettungsdienstliche Fälle eingeben können und sichtbar machen können für alle anderen.
00:08:34: Uns hat sie schon gezeigt, dass das halt vielleicht nicht jeden Monat aber doch mehrmals im Jahr passiert Und es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man damit umgehen kann.
00:08:44: Man kann fertig Spritzen beschaffen – die gibt's!
00:08:47: Die kosten dann eben ungefähr zwanzig Franken für fünf Milliliter, also wo fünf Milligramm in einer Spritze drin sind.
00:08:55: Dann wäre noch eine Option gewesen, dass wir auf unsere geliebten zehn Millilitarampulen mit einem Milligramms pro Millilitatrenalin verzichten und umsteigen auf kleine Ampulen.
00:09:04: Das will auch kein Mensch, weil das Analogon zum Partyfestchen einfach sehr praktisch ist.
00:09:12: Und dann haben uns die Kollegen von dem Rettungsdienst eine sehr spannende Lösung präsentiert und zwar wurden dann spezielle Spritzen beschafft.
00:09:26: Vielleicht kennt ihr sie aus der interventionellen Radiologie, das sind sehr stabile Spritze mit Lülock Anschluss also nicht aus weichen Plastik sondern aus sehr transparenten Hartplastik und die Stempel gibt es in verschiedenen Farben.
00:09:40: Und so wurden dann solche Angiografie Spritzen mit knallrotem Stempel beschafft, die ausschließlich für diesen Zweck gedacht sind.
00:09:48: Da kommt nur unverdünnendes Adrenalin rein – nichts anderes!
00:09:53: Diese Spritze sind auch nicht gerade billig.
00:09:55: da kostet eine ungefähr so viel wie fast ein hunderter Pack von den ganz normalen Standard-Nullachtfünfzehn-Spritzen.
00:10:01: aber es ist immer noch eine deutlich günstigere Lösung als die schnell ablaufende Fertigspritzen zu beschaffen und das ist eine ganz klare Kennzeichnung.
00:10:09: Obacht, da ist jetzt das hoch konzentrierte Adrenalin drin.
00:10:12: Und so wurden dann diese Spritzen zuerst bei diesem Rettungsdienst eingeführt und dann noch bei den beiden anderen in der Region.
00:10:18: auch bei dem wo ich mittlerweile in dieser Leitungfunktion bin war ich damals einfacher Notarzt-Fehlenzern noch.
00:10:24: Da habe ich das dann auch angeregt dass man es beschafft und so ist bei uns in der region jetzt Standard.
00:10:29: Das wird eben diese roten Spritze mitführen für dieses eine potenziell gefährlichen Medikament.
00:10:36: Wo die Moral von der geschicht Erstens, niemand ist davor gefeiert.
00:10:42: Das haben so was passiert.
00:10:44: Fallen in der Nacht kann aber auch am Tag passieren.
00:10:47: Es kann wirklich wirklich jeden passieren.
00:10:50: und die zweite Moral von der Geschichte und das ist es warum ich eigentlich damit so gern an die Öffentlichkeit auch gehe ist wie danach mit dem ganzen Fall und vor allem wie mit mir umgegangen worden ist.
00:11:05: Und da geht wirklich nochmal ein ganz, ganz lieber Groß und einen großen, großer Dank raus an Marc.
00:11:11: Der durch sein Verhalten als ärztlicher Leiter nicht nur dafür gesorgt hat dass es mir dauerhaft schlecht ging bis hin zum Second Victim sondern das ich mich immer ernst genommen gefühlt habe gut abgeholt gefühelt habe auch an diesem Prozess konstruktiv mit diesen Fehler umzugehen.
00:11:29: Immer so weit beteiligt war das sozusagen ich gefühle meine mein Schuldgefühl in etwas Konstruktives wandeln konnte.
00:11:38: Und aus dieser Anekdote habe ich sehr, sehr viel gelernt auch jetzt natürlich für meine jetzige Funktion wo ich in diese Position bin also in einer Leitungsfunktion bin.
00:11:47: zum einen wie gehen man mit Menschen um weil Menschen die ein Fehler gemacht haben von sogar einem potenziell gefährlichen Fehler den es nicht gut geht damit.
00:11:57: und wie gehen wir um wenn wir ein potenzielles systemisches Problem haben Also das, wofür klassisch ein Zirs gedacht ist um nicht ein Einzelproblem zu identifizieren von einer Person sondern ein systemisches Problem und dass man durchaus auch auf kreative Lösungen kommen kann.
00:12:15: Und die würde ich abgestützt als breiten Konsens dann auch so umgesetzt bekommen kann.
00:12:22: Das möchte ich wirklich allen mitgeben.
00:12:24: Die Ziersfälle bearbeiten oder die verantwortlich dafür sind nutzt es als Chance eine sehr gute Mitarbeiterbindung aufzubauen.
00:12:34: Ihr könnt damit Leute wahnsinnig motivieren, indem ihr mit diesen Zizz-Eingaben gut umgeht.
00:12:40: Und zu keiner Sekunde habe ich in diesem ganzen Prozess Blame and Shame erfahren müssen.
00:12:47: Darum wenn ihr zizzverantwortlich ist seid macht das so wie Marc das gemacht hat.
00:12:53: Kein Blame & Shame geht auf die Leute zu, nehmt sie mit holt sie ab und schaut was das Gutes draus wird!
00:13:00: Dann können wir alle von meine Epic Fuck Up mit einer hundertfachen Übertossierung profitieren und was Gutes draus mitnehmen.
00:13:09: Ich habe das genauso erlebt wie du.
00:13:12: Echt?
00:13:12: Schisslos!
00:13:13: Ich habe eine Geschichte, mit einer Intensivschwester die damals in Ausbildung war... ähm ...mit Nordadrenalin In der Narkose-Einleitungssituation.
00:13:24: Und ich sag mir, gib mir mal das Nordadrinalin Sie gibt mir die Spritze, ich guck nicht drauf Nicht unverdünnt, sondern eins zu zehn statt eins zu hundert verdunnt.
00:13:33: Also eins zu zehntausend verdünnt und eins zu Hunderttausend verdunnten wir damals.
00:13:38: Das war gekennzeichnet mit einem gelben und einem roten Aufkleber zusätzlich zum Nordrinalin.
00:13:43: Es war aber mitten in der Nacht Und ich habe nicht drauf geguckt und habe nicht gut kommuniziert.
00:13:48: das heißt es sind mehrere Fehler hintereinander passiert Medikamentionsverwechslung, Kommunikationsproblem und dass ich eben sozusagen das Medikamente anappliziert habe ohne mich zu vergewissern was es war.
00:14:01: Aber es ist sozusagen obwohl das farblich markiert war zwar nur mit so einem kleinen gelb eins zu zehn rot-eins zu hundert war sozusagen die zehnfache Dosis dann drin kein Patientenschaden.
00:14:16: wir haben das auch gediebriefd und wir haben auch miteinander gesprochen.
00:14:24: Sie hat die Situation mehr mitgenommen als mich, weil ich bin weitergegangen zum nächsten Patienten.
00:14:29: Es gab keinen Patientenschaden und der Blutdruckszeit, den haben wir ausgesessen.
00:14:32: Und für mich war es alles in Ordnung.
00:14:35: Für sie in ihrer Ausbildungssituation war das nicht.
00:14:38: Da hat mich ihre Ausbilderin, mit der ich auch sehr gut konnte zur Seite genommen habe gesagt, pass auf, wir müssen hier jetzt einmal debriefen.
00:14:46: Wir müssen einmal besprechen was hier passiert ist und dass das nicht wieder
00:14:50: passiert.".
00:14:52: Umso schöner finde ich, dass du diesen Lieblingsfehler mitgebracht hast Felix.
00:14:56: Weil das eben so der Klassiker ist und ich aber auch die Lösung dafür so wunderschön und kreativ finde Und ich einfach hoffe, dass wenn wir das hier noch ein bisschen mehr unter die Menschen bringen Das dann sich der eine oder andere Rettungsdienstbereich Oder eben wie in Jansfal auch die eine oder anderen Intensivstationen möglicherweise was davon abschauen kann weil das ja doch Wie soll ich sagen?
00:15:19: Relativ pragmatisch und unkompliziert gelöst werden kann dieses Problem.
00:15:24: Genau, ich glaube dieser rote Stempel ist das was weil wir da den Daumen drauf haben.
00:15:28: Das Etikett kannst du verdreht ansetzen oder sowas.
00:15:31: aber der Rote Stempel das ist die höchste Dosierung die wir haben.
00:15:34: bist du dir sicher dass du das geben willst?
00:15:36: das ist halt ja noch eine Rückkopplungsebene
00:15:40: wo wir uns nachdenken.
00:15:42: absolut
00:15:43: genau Total offensichtlich, man kann es nicht übersehen.
00:15:45: Zudem noch haptisch fühlen sich die Spritzen anders an, weil die durch das dickere Material auch größer sind.
00:15:51: Sie haben einen Lürlock Anschluss statt nun einfach ein Diakonus insofern.
00:15:55: Es gibt in diesem eine kleine technischen Device so viele Details, die als Sicherheitsmechanismus noch mit eingebaut sind neben dem Rheinvisuellen dass die Lösung einfach sehr sehr elegant ist.
00:16:08: Sehr sehr cool!
00:16:10: Ich finde, es passt auch super zu dieser Folge.
00:16:13: Weil wir ja mit Gerrit schon über Fatigue gesprochen haben und über die Auswirkungen von Nachtarbeit auf unsere Konzentrationskapazitäten, auf unsere Arbeitsweise beziehungsweise auch das wie wir performen wenn man ehrlich ist.
00:16:30: Und das ist ja auch noch ein Ansatz den man zusätzlich aus diesem Punkt ziehen könnte dass man sagen muss okay Wie war denn eure Fitness in dieser Situation?
00:16:41: Hast du darüber mal irgendwie dir Gedanken gemacht, also war das auch noch ein Aspekt den ihr mit im Deep Briefing hattet.
00:16:47: Das würde mich jetzt gerade noch interessieren.
00:16:50: Ja wir haben schon drüber gesprochen oder es in Anfängensstricheln natürlich auch bisschen darauf geschoben dass es jetzt der Mir Nacht war und ich weiß nicht mehr aus wenn ich da wie viel Einsatz ist für das RCW Team war.
00:17:03: Ich weiß auch nicht mehr Auswendig was ich davor gemacht habe.
00:17:06: Also da war das so im OP ausgeholfen haben und dann bei Alarm einfach davor gerannt sind, ob da davor viel gelaufen ist oder ob ich aus dem Bett geschmissen worden bin.
00:17:16: Das weiß ich leider sehr einige Jahre her nicht mehr so genau aber dass wir das thematisiert haben mit Sicherheit.
00:17:24: Und ja Fatig ist einfach ein Klassiker und Nacharbeit vor allem wenn man jetzt in der ersten Nacht ist und noch nicht komplett umgestellt ist und übernächtigt ist.
00:17:34: es sind einfach Accidents waiting to happen eigentlich.
00:17:39: Aber umso wichtiger finde ich, weil das ja mit dieser Fatigue und der Nachtarbeit so sehr Teil unseres Berufs ist.
00:17:44: Umso wichtiger find ich eigentlich dass unsere Systeme so design sein müssen, dass es eben auch nachts um drei beim zehnten Einsatz sicher funktionieren kann.
00:17:52: Weil ich glaube die Fatigue werden wir halt nur begrenzt wegbekommen und umso sich wichtiger ist es halt eben, dass wir diese Rückfallebenden haben und dass die Sachen auf Deutsch gesagt auch nacht um drei Idioten sicher sind.
00:18:05: Ja, so sehe ich's auch!
00:18:06: Wir müssen um diesen menschlichen Faktor, den wir nicht ausradiert bekommen.
00:18:10: Einfach ein Sicherheitsnetz rumbauen, rumbasteln, rummeggeivern wie auch immer.
00:18:15: Deshalb unsere menschliche Failbarkeit abdämpft oder abfädelt.
00:18:20: Und wir müssen flache Team hier hin haben damit das bemerkt in der Situation sich traut einen Speak-up zu machen bzw dadurch dass ein Debriefing passiert eben wir als diejenige die eine Leitungsposition innehaben Dinge mitbekommen, die wir gar nicht in der Reanimationssituation.
00:18:40: Mitbekommen haben und eventuell nächstes Mal darauf achten.
00:18:44: Das ist glaube ich also durch die Flache her ja hie sehr gut zu erreichen, durch die wer gegenseitige Wertschätzung sehr gutzuerreichen, die du auch geschildert hast.
00:18:52: Das finde ich ist eben ihnen wichtig weil dann nur dann traue ich mich auch das nächste mal solch ein Fehler oder beinahe Fehler zu kommunizieren um dann eben zu erreichen dass durch dies gegen gegenseitige Diskussieren eben Strukturen geschaffen werden, die sozusagen unsere Tätigkeit verbessern.
00:19:12: Stimmig vollkommen zu ihr!
00:19:15: Eine Sache, die mir dazu noch einfällt ist dass ich einen Einsatz im Rettungsdienst hatte und ich bin seit drei zwanzig Uhr sozusagen durchgefahren und wir fahren neunzehn bis neunzen Uhr Und ich bin dann um vierzehn Uhr dreißig, habe mich ins Bett gelegt und zehn Minuten später ging der Melder.
00:19:31: Wir hatten wieder einen relativ kritischen einsatzenden bewusstlose Person in einem Pflegeheim.
00:19:37: Da hab' ich meinem Team kommuniziert – hey Leute ihr wisst!
00:19:42: Ich bin jetzt seit dreiundzwanzig Uhr wach.
00:19:44: Das Team hatte ja zwischendrinne gewechselt.
00:19:45: die machen zwölf Stundenschichten ne?
00:19:47: Ich aber vierundzwantzig und ich weiß nicht wie gut ich performen kann.
00:19:52: Im Endeffekt muss man sagen, lief der Einsatz sehr gut.
00:19:54: Aber ich glaube auch weil ich so vulnerable mich gezeigt habe und gesagt habe hey ihr müsst bitte auf mich aufpassen wenn irgendwelche Entscheidungen nicht plausibel sind dann bitte bitte lasst uns drüber sprechen Dann müssen wir noch mal evaluieren.
00:20:06: vielleicht liegt das auch einfach daran weil ich komplett übermüdet bin und Nicht mehr So Gut performen kann wie dass vielleicht tagsüber ausgeschlafen gewesen wäre.
00:20:16: also dieser faktor von Grüne Kügelchen haben und das kommunizieren ist glaube ich auch noch ein ganz, ganz wichtiger Aspekt im Hinblick auf solche Situationen.
00:20:25: Gerade auch auf Nacharbeit und auf Fatigue was wir ja eben schon mal angesprochen hatten.
00:20:30: Auf jeden Fall!
00:20:31: Und eben dass das Sanitätspersonal wechselt nach zwölf Stunden aber bei uns ärztlichen Personal das sind solche Sachen plötzlich egal.
00:20:40: so da darf man eben hier sechzehn Stunden dreißig Stunden am Stück arbeiten und keiner fragt oder das Konzept Bist du fit to fly, wie es aus der Luftfahrt existiert?
00:20:51: Das gibt's bei uns einfach nicht.
00:20:52: Oder genau das... Wie viele von uns gehen krank zur Arbeit?
00:20:57: Wo wir eigentlich auch nicht fit-to-fly werden.
00:20:59: und aus der Zeit als ich auf dem Helikopter gearbeitet habe war das auch ganz spannend!
00:21:05: Wir konnten nachts, also wir haben vierundzwanzig Stunden heli Und wir haben entweder vierund zwanzig oder achtundvierzig Stunden Dienste.
00:21:13: Bei achtund vierzig ist schon noch krass
00:21:16: Ja, das geht.
00:21:16: Also wenn das Wetter so ist wie jetzt im Winter und es halt einfach mal zwei Tage durchgehen schneit dann hat man ja zwei gemütliche tage auf der Basis.
00:21:23: aber ja forty acht Stunden die können schon sehr lang sein und Das
00:21:28: Gegenteil haben ne?
00:21:29: Achtundvierzig stundenlang quasi sonne und super wetter Und dann halt irgendwie dementsprechend viele einsätze.
00:21:35: Die leute sind draußen mountain bike blieblah ja schon hart
00:21:40: Ja aber mein pilot Co-Pilot in dem Sinne, also quasi unser Paramedic mit quasi Crewmember Zusatzausbildung.
00:21:50: Die können wegen nicht fit to fly die Basis zumachen.
00:21:56: oder da gibt es einem auch die Regel jetzt seit vielen, vielen Jahren wahrscheinlich auch aus luftverträchtigen Erwägungen wenn zwei Einsätze nach zwanzig Uhr waren darf man die Basi für sechs Stunden zumachen also quasi abmelden.
00:22:10: Das ist ja ultra sinnvoll!
00:22:12: vom fliegerischen Personal, nicht von mir.
00:22:17: Wir Ärzte haben einfach keine Bedürfnisse?
00:22:20: Ja und wir sitzen zu dritt auf dem Haley.
00:22:22: also wir sind auf Gdei und Verderb aufeinander angewiesen und wenn ich nicht performen kann allein da hinten drin dann können die anderen zwei vorne noch so gut sein und andersrum wenn der Pilot gegen die Wand fliegt oder weil er völlig übermütet ist Da kann ich total im Saft stehen und perfekte medizinische Versorgung hinten machen.
00:22:40: Also wir sind wirklich dann als kleines Team in einem Fluggerät, wo kaputt gehen kann und Mensch töten kann auf gedeihenen Verdapfer aufeinander angewiesen.
00:22:47: aber das dann da rechtlich mit zweierlei Maß gemessen wird in dieser Situation es gibt eigentlich keinen Sinn.
00:22:54: Es ist völlig absurd.
00:22:57: Ja Und Ich würde das auch erweitern nicht nur auf das Fliegerische sondern auch auf Intensivtransport oder Rettungsdienst, wo die Leute im Auto sitzen.
00:23:05: Klar wir haben vielleicht im Zweifel je nachdem nicht ganz so lange Fahrdistanzen.
00:23:10: aber auch das wenn du nachts irgendwie nach dem Du fünf KTVs gemacht hast und dann zum Notfall fährst und dann irgendwie leer zurück und ne?
00:23:18: Du hast ja einfach... wirklich nicht mehr so die Kapazitäten irgendwann dich zu konzentrieren und trotzdem hast du Verantwortung für mindestens mal eine Person auf dem RTV.
00:23:29: Im ITW sind.
00:23:29: der Fahrer hat zwei Leute, ich sitze eigentlich in der Regel immer nur hinten drinnen und muss mich darauf verlassen dass mein Fahrer mich sicher von A nach B fährt.
00:23:39: jetzt im Winter haben wir vielleicht auch noch schlechte Bedingungen.
00:23:43: also das sind finde ich alles so Aspekte die in der Medizin noch viel zu kurz gedacht werden wenn ich ehrlich bin.
00:23:51: Die Frage ist halt, wem muss was passieren?
00:23:55: Das was sich ändert?
00:23:57: und meistens braucht es dann halt die Oma vom Landrat des Kindes von Ministerpräsidenten.
00:24:04: Ja
00:24:04: aber wie schlimm!
00:24:05: Ultra ja das normalos nichts zählen.
00:24:09: Ja in unserer Gesellschaft und das ist auch nichts zählt, wenn wir als medizinisches Personal sagen hey ich fühle mich dazu gerade nicht im Stande.
00:24:18: Ich habe einmal einen Dienst nicht angetreten weil ich mental hatte kurz zuvor was erfahren was mich wirklich aus der Bahn geworfen hat.
00:24:29: Ich konnte mental mich nicht konzentrieren.
00:24:31: Ich habe immer gesagt, okay wenn noch jemand anders in der Einleitung mit dabei ist oder ne dann geht das.
00:24:36: meinen Tagdienst kann ich hier irgendwie schon machen.
00:24:38: im Zweifel gehe ich in die Ambulanz und kann mich da kurz rausnehmen.
00:24:41: aber ich kann nicht ein vierundzwanzig Stunden Dienst machen wo ich nachts alleine irgendwie den Notfallpatienten betreuen muss und kein Backup habe weil ich einfach mental es ging nicht.
00:24:52: Ich habe ununterbrochen geweint, weil ich diese Situation irgendwie erstmal mit mir selber klären musste.
00:24:59: Und auch das sind ja Sachen wo irgendwie gesagt hat Dana ganz ehrlich.
00:25:04: Stellt dich nicht so an?
00:25:06: Stellt sich nicht so ein.
00:25:07: Schluckt das halt mal runter.
00:25:09: Arbeiter halt einfach mal.
00:25:10: aber wie soll man denn wenn man sich nicht konzentrieren kann, weil man gerade total fertig ist?
00:25:16: Na ja, und andersrum muss ich sagen habe ich auch schon die gegenteilige Erfahrung gemacht.
00:25:20: Ich finde auch wenn du halt kommunizierst hey!
00:25:23: Ich bin zwar heute hier aber nicht hundert Prozent fit könnt ihr so bisschen mit auf mich aufpassen das einem dann je nach Setting aber auch einfach alles aus der Hand genommen wird und man einfach überhaupt nichts mehr machen darf wo ich mir dann manchmal halt auch so denke so hey ihr könnt mir schon auch zutrauen dass ich mich melde wenn das jetzt für mich gerade nicht geht arbeiten kann, wenn ich nicht arbeiten könnte, wäre ich nicht gekommen.
00:25:51: Ich glaube wir dürfen den Leuten mehr zutrauen dass sie das halt auch selber einschätzen können.
00:25:56: Und wenn Sie
00:25:57: schon so offen sind
00:25:58: und
00:25:59: sagen
00:26:00: voll
00:26:01: Ja ja genau
00:26:03: Es ist ein schmaler Grad finde ich und da spreche jetzt aus der oder mit dem Hut Oberarzt Anastasie Denn wenn jetzt, sagen wir mal eine Notärztin zurückkommt vom Einsatz und ich habe mitbekommen, Meldung war irgendwie kindereer.
00:26:22: Und sie kommt zurück und ich spreche sie darauf an.
00:26:24: Dann kann das halt sein dass es wunderbar ist, dass genau das ist was diese Person es braucht in der Situation.
00:26:32: aber ich kann damit eben unter Umständen auch Sachen kaputt machen vor allem wenn ich dann suche die Frage oder Wenn ich jemand aus dem Dienst nehme, weil ich meine nach so einer Geschichte muss man doch erst mal rausgenommen werden.
00:26:47: Aber eigentlich bräuchte diese Person also dieser eine Charakter für ein adäquates Coping jetzt weitermachen zu dürfen und prinzip eigen Verantwortung oder selber entscheiden zu dürfen.
00:27:00: Muss ich jetzt rausgenommen werden oder darf ich jetzt weitermachen?
00:27:03: Bin ich selber groß?
00:27:04: Das finde ich sehr, sehr schwierig.
00:27:06: Und wenn
00:27:07: man die Leute nicht wirklich gut kennt und wirklich gut einschätzen kann, dann kann man damit eben auch beim Kreis zum second victim unter unschen nachhaltigen Schaden anrichten.
00:27:19: Also das was du gesagt hast Paula dass dir plötzlich Sachen aus der Hand genommen werden und dich deswegen extra Scheiße fühlst weil es gefühlt ist okay jetzt traut mir gar nichts mehr zu.
00:27:28: Jetzt werde ich zum Baby, der gradiert.
00:27:30: Ja
00:27:31: voll!
00:27:34: Ich glaube auch dass das super schwierig ist aber ich glaube auch wie wahrscheinlich außerhalb der Medizin viel mehr die Leute fragen sollten hey weißt du was du jetzt gerade brauchst?
00:27:47: Ja, so wie du sagst eine Kommunikation ist da alles und gerade auch aus dieser Situation die ich eben erzählt habe.
00:27:53: Ich war super froh dass mein Oberarzt mir damals gesagt hat hier ist kein Problem.
00:27:58: Herr Sonso hat gesagt er würde das machen macht doch vielleicht seinen Dienst Ende der Woche wenn es bis dahin wieder geht.
00:28:06: Das hat mir so viel Stress und emotionale Last in diesem Moment genommen.
00:28:11: Da war ich ganz ganz froh Dass Menschen auch verstehen dass wir keine Maschinen sind, sondern halt einfach irgendwie.
00:28:19: Ja
00:28:20: und da liegt auch wieder so viel Macht in der Wortwahl.
00:28:24: also wenn es jetzt bei mir jemand krank meldet dann kann ich sagen oh scheiße du hast morgen spätnis.
00:28:31: ja wie geht?
00:28:33: jetzt muss ich immer suchen oder ich kann sagen oje du arme bleib daheim was meinst du kommst übermorgen wieder oder willst noch einen tag mehr?
00:28:42: Ach vielleicht morgen schon gut, aber dann melde ich doch einfach morgen im Sekretariat.
00:28:46: Das habe ich.
00:28:47: durch mein Wording und die Art und Weise wie ich es kommuniziere hab ich was völlig anderes
00:28:51: transportiert.".
00:28:52: Und wenn die Firmenkultur dann auch stimmt?
00:28:55: Wenn sozusagen in irgendwelchen Berufsgruppen Jets denn die Anfrage reingestellt wird hey wer kann morgen den Spätdienst übernehmen und gleich melden sich ... zehn Leute in den nächsten neunzig Sekunden, oder?
00:29:07: Dann stimmt die Kultur.
00:29:09: Dann traut man sich wirklich rein gewissens, krank zu melden auch wenn man jetzt heute oder morgen eigentlich Nachtdienst hätte.
00:29:14: weil man einfach weiß das Team fängt auf und das Team hat Verständnis.
00:29:19: Keiner flucht und schimpft wegen oh shit!
00:29:21: Jetzt muss ich organisieren... ...oder shit!
00:29:23: jetzt muss ich einspringen Und es fängt bei so ganz kleinen Sachen an wie wirklich der Wortwahl was wir machen können.
00:29:30: Da fand ich auch diese Kultur Heli hatten oder innerhalb der Firma sehr angenehm, da macht man morgens nach dem Frühstück gibt es die Tagescheckliste.
00:29:39: Oder Piloten will ich die Checkliste vorlesen und ein Item auf dieser Checklist ist... Geht's dir gut?
00:29:49: Wo jedes Teammitglied von uns dreien, dann würde ich sagen ist hey!
00:29:53: Ich habe letzte Nacht so schlimm geschlafen, das Kind hat Bauchweh und oder meine Oma ist letzte Nacht gestorben.
00:30:02: Ich bin noch nicht ganz da.
00:30:04: Einfach solche banalen Sachen, wo jeder eingeladen ist das einfach auszusprechen?
00:30:08: Dass die anderen auch wissen.
00:30:10: hey warum guckt du Felix grad irgendwie komisch oder warum hat er solche Augenringe und so weiter.
00:30:16: Und dann macht man mit wenig Worten kann man sagen den Zug aufs linke oder aufs rechte Gleis setzen für den Rest des Tages von Rest der Schicht
00:30:25: Auch einfach, dass die anderen Leute halt einsortieren können.
00:30:27: Wie viel grüne Kügelchen hast du gerade?
00:30:30: Wo müssen wir vielleicht noch einen Blick mehr drauf werfen?
00:30:32: oder weiß ich nicht.
00:30:34: sind wir heute mal besonders vorsichtig was die Wortwahl betrifft?
00:30:37: Sind wir vielleicht heute noch ein bisschen lieber zu ihm als sonst?
00:30:40: keine Ahnung.
00:30:41: Ich muss sagen ich habe das jetzt zum Beispiel ich bin ja meine ersten zwei Dienste als Notärztin gefahren wieder nach doch längerem und auch solche Dinge zu kommunizieren finde ich wichtig.
00:30:54: Er ist mit denen ich unterwegs war gesagt, hey.
00:30:56: Ich bin einfach bisschen aufgeregt.
00:30:58: das ist jetzt hier mein erster Dienst.
00:30:59: wenn ich irgendwas mache was ihr wo ihr jetzt denkt so machen wir das nicht.
00:31:03: dann sagt es mir doch einfach und Das gibt einem selber ja aber auch ein viel besseres Gefühl weil ich finde dass nimmt für einen selber ja auch total viel Druck raus Dass man einfach weiß.
00:31:12: Hey die anderen wissen wo ich jetzt gerade stehe Und sie haben mitten Auge auf mich.
00:31:17: Ja
00:31:18: Aber das darf auf gar keinen Fall als Schwäche ausgelegt werden, weil gerade wenn du und das ist jetzt so ein bisschen meine Perspektive als Frau irgendwie Schwächen zugibst.
00:31:28: Dann is' es als Mann
00:31:30: oft
00:31:31: hey voll cool der kann das ne?
00:31:33: Der geht damit straight forward und die Frauen sind oft so ah!
00:31:37: Die kriegt das nicht so hin und die ist ein bisschen hysterisch.
00:31:45: Das wird einem als Frau manchmal negativer ausgelegt.
00:31:49: Das mag vielleicht auch irgendwie sein, weil ich das so empfinde.
00:31:53: Ich habe das aber halt von vielen Frauen auch schon ein bisschen gespiegelt bekommen.
00:31:57: Deswegen müssen wir echt aufpassen, dass wir das einfach auf einer fachlichen Ebene bewerten und nicht auf so einer emotionalen Ebene... Ja.
00:32:07: Voll!
00:32:08: Aber da sind wir wieder bei der Firmkultur die Felix Heun angesprochen hat.
00:32:11: Ich glaube, wenn halt je mehr alle Leute Das machen und das leben.
00:32:16: Und umso normaler, dass wird, desto weniger glaube ich auch, dass das dann einzelnen Personen negativ ausgelegt
00:32:21: wird.".
00:32:23: Ja... Ich bin der Fall schon ein bisschen privilegiert, Dana wie du gesagt hast oder?
00:32:27: Als Mann wird es mit Sicherheit anders aufgenommen wenn man die Hose runterlässt.
00:32:32: Er sagt, oh ho!
00:32:33: Der traut sich was.
00:32:34: und wenn du das als Frau machst heißt er einfach, ah ja
00:32:38: Ja, vor allen Dingen als junge Frau.
00:32:39: Wenn du schon ein bisschen Standing hast vielleicht Fachärztin bist oder irgendwie Oberärztinnen und so dann wird dir das auch wieder als positiv sozusagen ausgelegt.
00:32:46: aber wenn du halt irgendwie gerade frisch vom Dienst kommst dann musst du grade erst so richtig mit geschwollener Brust so ein bisschen zeigen erstmal dass du was kannst weil die Leute ja irgendwie sonst denken ja die kann ja eh nix.
00:33:01: also jetzt müssen wir noch auf die aufpassen.
00:33:05: cool
00:33:06: Aber sehr, sehr cool.
00:33:07: Ich freue mich, dass du das mitgebracht hast und dass wir auch darüber noch ein bisschen diskutiert haben.
00:33:12: Vielen vielen Dank!
00:33:14: Auch, wie du eben selber schon so schön gesagt hast die Hose runtergelassen hast und von deinem eigenen Fehler erzählt hast und was daraus geworden ist.
00:33:21: Und vor allen Dingen bin ich dankbar für alle, dass Du kein second victim geworden bist aus der Situation weil das natürlich nicht nur für Dich sondern auch für die medizinische Versorgung insgesamt immer problematisch wäre, wenn medizinisch gutes Personal dadurch dann ausfallen würde.
00:33:39: Ja und ich danke euch ganz herzlich für die Möglichkeit sozusagen auch meine Botschaft ein bisschen in die Welt zu tragen.
00:33:45: und Paula schön bist du bei uns, schön arbeitest du bei us, schön hast einen guten Einstund gehabt!
00:33:51: Danke schön.
00:33:52: Cool vielen Dank Felix.
00:33:55: Du darfst dir noch ein Kotwort aussuchen weil wir brauchen nämlich noch ein kotwort für den Lieblingsfehler.
00:34:02: Stempel?
00:34:03: Ne
00:34:06: Kevin
00:34:08: ist super.
00:34:09: Da kommt keiner drauf!
00:34:13: Lass es Kevin machen, wenn das okay
00:34:15: ist.
00:34:16: Ja klar.
00:34:16: Perfekt.
00:34:18: Sehr sehr cool.
00:34:18: Danke schön Felix.
00:34:21: Vielen vielen Dank.
00:34:24: Der ist Kevin.
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