"titriert" - Peak Performance under Pressure
Shownotes
Thorben diesen Monat mit vielen inspirierenden Gäst:innen über das wichtige Thema „Peak Performance under Pressure“ gesprochen, hier findet ihr die "titriert"-Version dieses Beitrags.
Achtung: Für die "titriert“-Folgen gibt es KEINE CME-Punkte!
Weitere Infos unter https://pin-up-docs.de
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00:00:00: Ja, und ich sitze jetzt hier mit einer lustren Runde.
00:00:04: Und wir wollen über ein spannendes Thema reden aber ich will noch gar nicht zu viel verraten.
00:00:09: Ich würde sagen Wir stellen uns einfach der Reihe nach vor und da wir hier zu fünft sind bzw sogar zu sechst Würde ich sagen ich rufe einfach einen Panam rein und ihr sagt denn was zu euch?
00:00:21: Natja magst du anfangen?
00:00:23: unbedingt?
00:00:24: also ja danke dass sich heute hier sein darf.
00:00:26: Torben Und freue mich, Natja Spitznagel.
00:00:29: Ich komme auch aus der Anästhesie und aus der Notfallmedizin... ...und beschäftige mich seit vielen Jahren mit dem Thema Leistung unter Druck!
00:00:37: Doro, magst du weitermachen?
00:00:39: Ja hallo auf schön guten Abend von mir.
00:00:41: ich bin die Doro Sauer.
00:00:42: Ich bin klinischer Akut- und Notfall Medizinerin aus Hamburg.. ..und die Natja hat mich bei diesem Thema so mitgerissen dass ich jetzt auch ganz tief in diesen Thema mit drin stecke.
00:00:53: Okay, dann Dominik.
00:00:54: Ja,
00:00:54: Dominik Hinsmore mein Name.
00:00:57: Ich bin ein Anästhesist in München an der Technischen Universität dort tätig und ja das mit dem Mitreißendoro kann ich nur zurückgeben.
00:01:07: auch mich hat die Nadja so von diesem Thema begeistert dass ich natürlich auf den Zug gerne mit aufgesprungen bin.
00:01:13: auch nochmal Danke sagen darf dass sich heute hier dabei sein darf und freue mich auf den Abend!
00:01:18: Ja und last but not least
00:01:21: Ja, mein Name ist Lukas Kirchmayer.
00:01:22: Ich bin auch ein STCist und Intensivmediziner und als Notarzt bei uns in Österreich in der Flugrettung tätig und leidt dort an Stützpunkt als Flugrettungsarzt und habe die Nadia zufällig wie einen Vortrag gehört in Hamburg beim TV, im Jahr zwanzig vierundzwanzig und das Thema hat man immer schon den Fingernägen gebrannt und es scheint dass werde Nadia da der Distellationspunkt die alle an den Tisch bringt.
00:01:47: Und da hat mich dann gern daran beteiligt, auch sehr selbstkritisch mit eigenen Erfahrungen positiven wie negativen.
00:01:54: und ja jetzt sind wir da und reden einmal über das Thema.
00:01:56: Ich freue mich drauf!
00:01:58: Danke für die Einladung.
00:01:59: Ja ich freue mich dass ihr alle hier seid.
00:02:01: Neben mir sitzt noch Katrin.
00:02:03: Katrin ist auch Anastasistin und simuliert ganz viel mit mir und wird zusammen mit mir so ein bisschen mit durchs Thema führen.
00:02:11: Schön, dass du da bist, Katria.
00:02:12: Gut... Habt ihr ja schon so ein bisschen angefangen?
00:02:16: Nadja, wie bist du denn zu dem Thema gekommen.
00:02:17: Also alle kristallisieren sich an dir.
00:02:19: aber... Wie bist Du denn überhaupt da draufgekommen über Druck und Verhalten unter Druck zu reden?
00:02:30: Also man ist schon, muss man sagen der erste Berufspunkt ist schon viele, viele Jahre her.
00:02:35: wir wollen jetzt nicht genau sagen wie viele Jahre.
00:02:37: Genau in der ganz Anfangszeit In der Assistenzarztzeit habe ich mit dem Beginn, da hab' ich meinen Notfall damals noch die Rettungskunde bekommen und war in der Klinik tätig.
00:02:48: Und habe eine Patientin verloren innerklinisch oder dies vor meinen Augen, die habe ich schon ein bisschen länger betreut unerwarteterweise zusammengebrochen.
00:02:57: Man muss sagen, ich stand in dem Moment neben ihr völlig handlungsintfähig Und habe mich so gefragt, was das Problem ist.
00:03:06: Also es war jetzt auch nichts Neues.
00:03:07: in der Notfallversorgung, hat man ja schon mal ein-zwei Mal gemacht und genau mein Oberarzt hat dann das Ruder übernommen.
00:03:13: Die Patientin ist leider im Verlauf auch verstorben und ich hab dann irgendwie in den folgenden Diensten eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelt.
00:03:23: Das konnte ich damals noch nicht einschätzen Und bin dann auch zu meinem Chef gegangen, hab gesagt irgendwie funktioniert das nicht.
00:03:30: Kommt nicht mehr klar ich weiß nicht mehr so richtig was ich machen soll.
00:03:33: und er hat gesagt ein bisschen Zeit wird sich schon geben.
00:03:36: und es hat sich aber nicht gegeben.
00:03:37: und ein Kollege von mir der war Psycho Onkologe der hat gesagt mein du musst das irgendwie verarbeiten geht von alleine nicht weg.
00:03:44: und damals habe ich dann gedacht okay vielleicht bin ich richtig in der Medizin und bin rausgegangen für viele Jahre und hab was Nichtmedizinisches gemacht und hab dann irgendwann gedacht kann es ja irgendwie nicht sein und bin nochmal zurück.
00:03:57: Ich habe dann meinen Internisten zu Ende gemacht, bin in die Anästhesie und hatte ein ähnliches, ein bisschen anders geartetes Erlebnis in der ganz jungen Assistenzarztzeit und bin dort zu einer Reanimation gerufen worden.
00:04:10: Und während wir so auf meinem Facharzt warteten, hatte ich viel Kompetenz vor mir auch im Pediator eine erfahrene Krankenschwester und hab festgestellt wie wenig eigentlich gelaufen ist in dieser Reanimierung Weil es herrschte stille, niemand sprach.
00:04:26: Es war so ein bisschen wie eine eingefrorene Grundstimmung und auch dieses Kind ist im weiteren Verlauf verstorben.
00:04:32: Es gab einen Deep-Riefing ein halbes Jahr später und der junge Pediatur, der auf seinen ersten Nachtdienst dort hatte, hat dann gefragt was kann ich machen wenn gar nichts mehr geht?
00:04:43: Also wenn ich meine alles was ich weiß, alles was Ich kenne Alles was ich gelernt habe in der Simulation Wenn ich diese Dinge nicht abrufen kann Und das ist was, was mich nicht losgelassen hat und ich habe gesucht nach Kursformaten.
00:04:57: Nach Möglichkeiten irgendwie einen Workshop zu finden der diese Fragen adressiert und hab alles mögliche erlebt.
00:05:04: dann in dem Zusammenhang hatte ich mit Dominic gesprochen haben über das PSU Modell gesprochen.
00:05:10: Habe ich gedacht da dass es super aber ist nicht das was ich suche.
00:05:13: Dann auch bei Markus Ralt sehr eben habe Ich auch gesagt es ist auch super ist Aber auch Nicht Das Was Ich Suche.
00:05:19: Und bin dann auf den Stephen Harns getroffen und den habe ich angeschrieben und hab gefragt, was bedeutet denn Leistungunterdruck?
00:05:27: Kann man das trainieren?
00:05:28: Was braucht man dafür?
00:05:30: Wer muss sein, dass man diese Kompetenzen erwirbt.
00:05:33: So hat es angefangen!
00:05:35: Das ist jetzt sechs Jahre her.
00:05:38: Seitdem beschäftige ich mich mit dem Thema Emergency Mind und Transfer in unseren klinischen Alltag.
00:05:45: Jetzt hast du schon nen Schlagwort genannt, was heißt denn Emergency Mind?
00:05:49: oder was versteht man da drunter?
00:05:51: Da geht es ja im Grunde genommen darum welche mentalen Kompetenzen brauchen wir?
00:05:56: Und Emergency Mind ist ja so ein Begriff.
00:05:58: den hat der Dan Workes geprägt, das ist so ein Emergency Physician aus LA, er hat auch einen Buch dazu geschrieben und der meint dass ist das Resultat von Verhalten dass wir in der Krise eben strukturiert und handlungsfähig bleiben.
00:06:13: Und das können wir tun, indem wir auf erlernte Modelle zurückgreifen wenn es schwierig wird.
00:06:20: Da gibt es ganz unterschiedliche Ideen.
00:06:22: Wir sprechen viel über wie können wir vorhandenes Wissen unter Stress abrufen?
00:06:27: Können wir zum Beispiel Stresseffekte abmildern?
00:06:30: Wie können mit Wissenslücken umgehen?
00:06:32: ein großes Thema ist Unsicherheit Das Thema Fehleranfälligkeit Podcast auch mal angesprochen.
00:06:39: Dazu gehört eben auch das Bewusstsein, dass wir mit einplanen, was in Krisen nicht alles perfekt ist aber dass wir trotzdem Strukturen schaffen können die uns Sicherheit geben und auch am Ende gute Ergebnisse ermöglichen.
00:06:53: Das sind alles Delle.
00:06:54: da gibt es noch viel mehr davon die uns ermögliche dieses Emergency Mind zu entwickeln.
00:07:01: Und wichtig ist eben dass wir dann uns bemühen in unserem Alltag diese Modelle anzuwenden weil man worüber wir sprechen, muss man trainieren wie technische Tools.
00:07:12: Das ist nichts was wir hören und die Idee einmal mitnehmen sondern das ist etwas was wir in den Alltag integrieren müssen um es umzusetzen.
00:07:21: Jetzt hast du schon ganz viel ganz viel umrissen aber gehen wir erstmal zurück zum Start.
00:07:27: Was verändert denn Druck bei uns und mit uns dass wir das Wissen nicht mehr abrufen können?
00:07:33: Was macht der Druck?
00:07:36: Ich glaube mal muss einmal verstehen Druck ist ja eigentlich kein Ereignis, sondern das ist ein Zustand.
00:07:43: Der entsteht wenn viele Faktoren zusammenkommen und wenn jeder mal so in sich hinein horcht und sich überlegt welche Situationen haben ihn medizinisch unter Druck gesetzt?
00:07:52: dann sind das häufig Dinge die vorgekommen sind wo viel auf dem Spiel steht also wo das Ergebnis wichtig ist Wo wir nicht so richtig wissen wie der Ausgang ist Und wo wir uns natürlich primär verantwortlich fühlen auch wenn der Patient der selber einiges wahrscheinlich mitgebracht hat und auch das sehen wir ganz häufig im Schockraum, wie wird es bewertet?
00:08:15: Wie wird unser Verhalten beobachtet.
00:08:17: Und wir wissen hier stärker diese Faktoren ausgeprägt sind dass du intensiver empfinden wir den Druck und je nachdem wie diese kognitive Bewertung abläuft desto größer ist das was wir empfinden nämlich Stress.
00:08:32: Und da kommen wir auf das zurück, wo wir immer in der Steinzeit drüber reden.
00:08:37: Was sorgt dafür?
00:08:38: Dass ich extrem viel Cortisol ausschütte und wenn wir darüber nachdenken dann ist das evolutionär wahrscheinlich super sinnvoll.
00:08:47: ja bei Gefahr müssen wir rennen oder angreifen.
00:08:51: aber in unserer Welt wo es ja um Situationen geht wie egal Aufnehmen dieses Podcastes und Prüfungen um wichtige Gespräche oder eben in Notfallsituationen ist es ja nicht, die Gefeier nur psychologisch und nicht physisch bedingt.
00:09:11: Und trotzdem reagiert unser Körper mit einer wahnsinnigen Ausschüttung an Stresshormon.
00:09:18: Das Problem ist das hat Auswirkungen auf unsere Aufmerksamkeit, auf unser Denken, auf die Art und Weise wie wir handeln können.
00:09:26: Wir können alleine wenn wir uns überlegen was passiert mit unserer Aufmerksamkeit?
00:09:31: Unterdruck.
00:09:32: Wir sehen eher Probleme als Lösungen und wir unterschätzen zum Beispiel Chancen und überschätzen Risiken.
00:09:40: Es ist so, dass wir wissen das.
00:09:41: unter Druck feinert sich eben nicht nur was wir wahrnehmen sondern auch die Art wie wir denken.
00:09:47: unser Denken wird enger und weniger flexibel auch wenn man das nicht bewusst wahrnimmt.
00:09:51: aber Man hat weniger freie Kapazitäten und man kann weniger kreatives Problemlösen anbringen.
00:10:00: Und was wir vor allem häufig in der Präklinik sehen, dass wir so mit einem Tool beschäftigt sind das wir sozusagen nicht in der Lage sind das große ganze Bild wahrzunehmen.
00:10:10: Das ist auch eine Ursache durch den Druck.
00:10:15: Wir sind auch sozusagen weniger entscheidungsfreudig.
00:10:19: Wir haben mehr, wir neigen mehr dazu Risiko zu vermeiden, mehr konservatives Verhalten, weniger klare Schritte.
00:10:26: und insgesamt ist es eben so wenn man sich überlegt was brauche ich für die Notfallsituation?
00:10:33: Ich brauche natürlich Zugriff auf mein Gedächtnis.
00:10:37: Ich muss in der Lage sein Entscheidungen zu fällen.
00:10:40: Wir wissen, dass unter hohem Druck die Kommunikation schlechter wird.
00:10:45: Wir hören schlechter und wir sind auch manuell in dem was wir technisch ausführen können schlechter.
00:10:51: Und das wird immer klarer, je stärker wir uns verantwortlich fühlen und je schwieriger sozusagen je höher der Impact des Outcamps ist.
00:11:04: Ich finde ganz spannend was du erzählst weil eine Sache Die beobachte ich bei mir selbst, wenn ich in der Affinitivstation oder Präklinik tätig bin.
00:11:13: Dann empfinde ich den Druck nicht ganz so hoch wie wenn ich elektrisch Narkosen mache weil ich es so empfande Wenn ich einen mehr oder weniger gesunden Patienten eine gesunde Patientin narkose versetzt und da geht was schief.
00:11:26: dann empfände ich den druck als schlimmer als in einer Präklinik oder auf der Intensivstation, wo die, wie du es gesagt hast, der Patient hat angefangen.
00:11:35: Ist ja so ein geläufiges Wort, wo der Patient, die Patientin halt schon vorher krank war.
00:11:40: und das ist etwas was ich sehr stark bei mir selbst beobachte in den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern.
00:11:48: Wir sehen dass er am häufigsten an uns selber vor allen Dingen wenn wir in der Behandlung von Kindern sehr betagten Älteren sind, weil das Outcome gefühlt für uns noch eine andere Konsequenz hat.
00:12:03: Das kann man jetzt moralisch diskutieren aber natürlich ist es so dass wir wenn wir ein einjähriges Kind behandeln dann ist es natürlich schwieriger vielleicht weil wir nicht so routiniert sind.
00:12:14: Aber natürlich war das Outcom etwas anderes ist Weil uns die Eltern beobachten Diese Rahmenbedingungen einfach nochmal viel härter wiegen.
00:12:26: Und das erhöht den Druck.
00:12:28: Ja
00:12:28: und was ich bei Kindern auch ganz krass empfinde, dass es sich noch mal mehr verändert hat seitdem ich selbst Kinder habe muss ich sagen nur weil du das Beispiel jetzt anbringst.
00:12:36: aber ich finde das hat auch nochmal etwas im Denken verändert.
00:12:40: welche Zeichen können wir denn an uns selbst beobachten wenn wir unter Druck?
00:12:44: Du hast gesagt wenn sich das Denken verengt Können wir das vielleicht selbst merken?
00:12:48: Da kann ja vielleicht jeder was von unserem Team, was zu sagen.
00:12:51: Weil ich glaube wenn wir darüber nachdenken und uns unsere Kollegen angucken oder vielleicht auch uns selber dann was mir am häufigsten auffällt ist der Ton oder Unhöflichkeit.
00:13:05: Das sind so Faktoren die ich merke dass es das was am häufigst kippt unter Druck oder am schnellsten dass es so meine Empfindung gibt, glaube ich ganz viele Dinge wo man sieht okay die Entscheidungen werden nicht mehr so präzise.
00:13:20: Die Kommunikation ist nicht mehrso klar ja.
00:13:23: Die Fixierung auf einen Task das ist was was ich beobachte.
00:13:28: oder der eine Nike dazu hektisch zu werden schnell zu sprechen und der andere Nike dazu gar nicht mehr zu sprechen weiß nicht.
00:13:35: welche Erfahrungen habt ihr denn gemacht?
00:13:37: Ja also ich finde da hat jeder auch seine Frühzeichen seine Spätzeichen Und ich glaube, man hat ja auch seine Autonomenreaktion.
00:13:46: Ich merke schon, wenn die Hände plötzlich schweißig ... Man merkt wie man anfängt schneller zu atmen und das Herz irgendwie ganz intensiv schlägt.
00:13:53: Das ist etwas ganz Spannendes.
00:13:55: Wie Natja gesagt, es geht darum, was können wir diesen Emergency-Mind erreichen?
00:14:00: Das ist auch was, wo wir früh anfangen.
00:14:03: Selbst wenn man Kinder fragt vor der Einschulungsuntersuchung, wie geht's dir denn jetzt?
00:14:08: Da sagen die auch, mein Herz schläg ganz schnell Und meine Hände sind so nass.
00:14:13: Was ist denn jetzt los?
00:14:14: Also diese Autonomen am physiologischen Reaktion unseres Körpers, die ähnen sich ja dann doch
00:14:20: manchmal
00:14:21: zwischen uns zumindest diese vegetativen Zeichen unseres Körperes und ich glaube das ist auch etwas was wir verlernt haben ein bisschen wahrzunehmen wo wir auch wieder mal in uns horchen können.
00:14:31: deswegen kann es vielleicht ja auch jeder höre einfach mal tun was man merkt der eine kriegt schweißige händer der andere kriegt weiß nicht schweissige füße vielleicht.
00:14:38: Aber diese Reaktionen sind ja dann doch relativ ähnlich auch zwischen den Menschen.
00:14:43: Ja, die Nadia hat ganz einen wesentlichen Punkt genannt – die Kommunikation!
00:14:48: Wenn wir auf gemeinsamen Notfälle abarbeiten oder mit verschiedenen Rettungsmitteln oder wir werden auf ein Subschrauber dazugrufen, dann erkennst du relativ schnell wer da die Gelassenheit hat und den Überblick wie er mit dir kommuniziert, ob das ruhig sachlich klar pointiert ist gewisser Arrogant darunter tun, wobei das jetzt gar nicht arrogant gemeint ist.
00:15:11: Aber dahinter steckt einfach ein ganz großes Maß an Stress und letzten Endes Unsicherheit.
00:15:17: Und gerade so jeder kennt es von uns Anästhisisten wenn Operatöre oft ja laut werden schreien und ich meine ich bin jetzt seit fünfundzwanzig Jahren Arzt und ich kann mir noch einen Episoden erinnern, wo das Zeug doch noch wegflogen ist Den selben Eingriff oder ähnliche Komplikation und ganz anderen Typus von Operateur.
00:15:38: Und der ist die coolen in Person, da denkst du ja wahnsinn!
00:15:41: Also es geht auch so... Das kennen wir ja auch eines DC-Kollegen Da gibt's ja auch die Drehen durch.
00:15:49: Die haben einen Notfall im OBAE und fangen an zu schreien und schmeißen das Zeug durch die Gegend.
00:15:55: Da steckt einfach nur ein Riesenmaß an Überforderung dahinter.
00:15:59: Die Nadia hat damals und das war eigentlich der Schlüsselsatz Die Nadia hat in ihrem Vortrag damals eine Frage gestellt, wie gut sind wir eigentlich und wer glaubt man alle?
00:16:08: Wir sind so super.
00:16:11: Und so sind wir die letzten dreißig vierzig Jahre als Ärzte sozialisiert worden, dass wir mal darüber nachdenken was es braucht.
00:16:21: das ist noch nicht überall angekommen.
00:16:24: Ja ich
00:16:25: glaube da ist ein wichtiger Punkt Das ist die Doro hat gerade so ein bisschen beschrieben wo sie die Einschulungsuntersuchung von den Kindern als Beispiel gewöhnlich Wir kennen das alle, dass wir gut gelernt haben und in der Prüfung auf einmal das was wir gelernt haben nicht mehr abrufen konnten diese totalen Blackouts.
00:16:43: oder um jetzt das Ganze auf den medizinischen Fokus zu bringen.
00:16:47: Wir versuchen eine Maßnahme.
00:16:49: die Patienten werden schlechter und auf einmal geht es uns nicht mehr so von der Hand.
00:16:53: wie kriegen die vegetativen Symptomatik die schwitzigen Hände?
00:16:56: Auf einmal tastet man vorher nicht mehr ein gutes Gefäß gerade jetzt die invasive Blutortmessung etablieren möchte und all diese Symptome, glaube ich.
00:17:07: Das kennt jeder und das müssen wir an uns selber selbstkritisch erkennen weil das der erste Schlüssel darauf ist.
00:17:15: wie reagiere ich in diesen Situationen?
00:17:19: Weil dann kann ich auch auf der anderen Seite da wieder gut einen Weg raus sind.
00:17:23: und deswegen glaube ich es das Erste dieses kritische selbst reflektorische Blick in mich hinein Wie reagiere ich?
00:17:31: Ist es die Kommunikation, die der Lukus angesprochen hat.
00:17:34: Ist das die vegetative Symptomatik von der DORO?
00:17:38: Sind's die Situationen, die Nadja gerade gesprochen hat?
00:17:40: und ich glaube so hat jeder von uns individuelle Symptome, die wir an uns aber auch unseren Kollegen erkennen können Und dann können wir mit denen arbeiten und damit versuchen Widerstandsfähiger gegen die aktuelle Stress- und Drucksituation zu sein.
00:17:58: Also ich kenne tatsächlich von mir auch, dass... Ich auch schon mal wie angewurzelt im OP-Saal stand und ich konnte gar nichts machen.
00:18:04: Ich habe einfach nur das Geschehen beobachtet und dachte Scheiße die stirbt!
00:18:07: Und ich brauchte einfach den Kollegen da und man sagt hey Katrin leg den ZVK und dann hat er mich wieder rausgeholt aus diesem... Aus dem Status der Handlungsunfähigkeit.
00:18:17: und was ich auch nochmal ganz wichtig finde ich beobachte das nicht jeder Mensch oder jede Ärzt in eine ein Typus ist, sondern ich werde auch mal laut oder kommuniziere nicht mehr gut.
00:18:30: Sondern dass wir einfach diese ganzen Facetten in verschiedenen Notfällen haben.
00:18:35: und wenn ihr jetzt an die häufigsten Denkfehler unter Stress denkt, welche zwei bis drei Pitfalls beobachtet ihr am häufigsten?
00:18:45: Ich glaube einer der wichtigsten Denkmfehler ist das Thema Fixierung.
00:18:49: Die Fixierung kennen der Fixierungsfehler, den wir auch aus dem klassischen CRM kennen.
00:18:56: Wir gehen von einer Situation aus und weil unser Mindset diese Situation als die Gänge gehält muss sie jetzt auch passen.
00:19:05: aber Fixierung meint glaube ich sehr viel mehr nämlich dass wenn wir mangelnde Kognitive Ressourcen haben dann wollen wir natürlich auch schnelle Lösungen haben so dass wir die ersten Hypothesen im Sinne Diagnostik, im Sinne kritische Situation.
00:19:24: wenn wir sie haben dann halten wir an denen fest ohne das wir unser Mindset.
00:19:31: die Natja hat vorhin von diesem Gesamt von dem Big Picture gesprochen und wir fokussieren uns auf die eine Situation und lassen aber die anderen Dinge raus.
00:19:42: Und ich glaube das ist was Besonderes Wichtig.
00:19:44: beste Beispiel Situation Der Patient hat einen niedrigen Blutdruck und wir können trotz Kategoramine den Blut druck nicht wirklich gut stabilisieren.
00:19:52: Wir kriegen dem Blut Druck nicht nach oben, weil wir davor immer gedacht haben das ist ein kardielles Pumphersagen gehen wir fokussiert voll drauf und übersehen aber unter Umständen dass er vielleicht rupturiertes BAA hat, weil das Kardielle in allen unseren Köpfen war Und wir deswegen das CT am Torachsaufhören zu fahren und die letzten Meter nicht mehr fahren.
00:20:16: Alle Situationen, die jeder von uns kennt, die wir alle aus unseren kritischen Situationen erfahren.
00:20:22: Ich glaube da ist es extrem wichtig um diese Bayer-Situationen zu wissen weil dann haben wir auch auf der anderen Seite die Chance dagegen vorzugehen zu wissen.
00:20:35: okay wenn ich unter Stress gerate ist Fixierung ein großes Thema ist dieses Thema, dass ich meine Denken und meine Analysen möglichst schnell abarbeiten will.
00:20:46: Damit ich schnell eine Lösung habe, sprich mir schnell wieder eigene Ressourcen schaue.
00:20:51: Ich glaube das es wichtig ist, dass wir diesen Punkt, dieses Big Pitcher immer wieder in uns den Fokus zurück holen.
00:20:59: Es gibt ja durchaus gute Tools auf die wir dann auch immer wieder zurückgreifen können sei es, dass Wir unsere Checklisten haben Symptomen keine Diagnose übersehen.
00:21:10: Und genauso müssen wir, glaube ich in diesen Momenten wenn wir in diesen Denkfehlern drin hängen dass wir um diese wissen das wir sie erkennen und dass wir sie dann fokussiert bearbeiten können sprich wenn Ich weiß dass ich unter Stress gerate dass ich versuche die erstbeste Diagnosis zu nehmen weil es der einfachste und schnellste Weg ist dass sich darum weiß.
00:21:35: und trotzdem hinter Frage ist es so passen alle Indizien, die wir gerade haben auf dieses eine Bild so dass wir dann gut und strukturiert mit einem größeren Blick dieser Fixierung diesem Fixierungsfehler diesen engen Mindset entgegenwirken können um das große Ganze zu betrachten.
00:21:56: Und es ist in unterschiedlichen Fokusieren.
00:21:58: ich hatte vorhin das Beispiel mit dem Schockraum Das kennen wir aber ja genauso aus der Präklinik wenn wir verschiedene Baustellen haben unterschiedliche Situationen haben, dass wir strukturiert und fokussiert uns dann nicht auf den Kreislauf stürzen wenn wir vielleicht bei A oder B noch ein großes Problem haben.
00:22:18: Jetzt haben wir viel über negative Aspekte des Drucks gesprochen.
00:22:24: Gibt es denn so einen Tweet-Spot?
00:22:26: Also so ein Bereich in dem der Druck auch nützt?
00:22:34: Die schlimmsten Tage, das kennen wir doch alle.
00:22:37: Also gerade als Notfallmediziner ist wenn gar nichts los ist.
00:22:43: Wir kennen es in der Flugendung, wenn das Wetter schlecht ist dann sitzen wir den ganzen Tag herum und an kurz vor Dienstschluss, dass der Klassiker zehn Minuten bevor er uns hat gemeldet kommt der Einsatz aus der Performance im Keller.
00:22:59: also du brauchst eine gewisse Grundlast Und das System am laufenden Zeitung, dem Motor am laufen zu halten.
00:23:07: Dass du so in den Flow kommst, deine Synapse aktivierst und ich habe das als eines die siehst auch immer wieder erlebt.
00:23:15: Einmal vom Bochengende wenn gar nichts los war dann freust Du Dich ja wir haben halt nix im OP und da kannst Du mal lesen, E-Mails schreiben.
00:23:23: Dann kennen wir alles!
00:23:24: Und dann plötzlich kommt die Notsekretion und das reist dich so aus der Komfortzone.
00:23:33: Das lachen alle jetzt, also ich hasse das.
00:23:36: Also auch so schön ist es nichts zu arbeiten aber unser Performance nimmt ab und das Begriff Sweetspot gefällt mir gut weil wir brauchen eine gute Auslastung.
00:23:50: Zu viel ist nicht gut, zu wenig ist auch nicht gut.
00:23:54: Es ist ja wirklich wissenschaftlich so beschrieben dass wir dazu neigen, wenn wir auf so einer Aktivitätskurve uns das anschauen.
00:24:03: Das wäre auf dieser Unterforderung.
00:24:07: Neigen wir zum Mind Wandering oder zum Unterschätzen von risikobahafteten Situationen und das stimmt!
00:24:13: Wir brauchen einen gewissen Grund, wie man das auch immer nennen mag ein gewisses Aktivität Level damit wir in Gang kommen muss allerdings sagen ist auch individuell völlig verschieden.
00:24:25: Jeder hat so ein unterschiedliches Aktivitätsniveau, das vom Lukas scheint jetzt etwas höher zu sein.
00:24:30: Ich kann das gut nachvollziehen, Lukas!
00:24:32: Ich habe das Gefühl es gibt so Kollegen die sind unter Druck irgendwie total souverän und ich hab das Gefühl Boah sie machen das supergut.
00:24:40: und dann kenne ich auch ganz viele Kolleginnen die sind total ängstlich.
00:24:45: also sind manche Menschen einfach dafür geboren unter Druck so ruhig und fokussiert zu arbeiten.
00:24:53: Es gibt ein eindeutiges Jein von mir, das ist auch eine große Philosophie.
00:25:00: Überall mit allen Leuten über die man spricht was die Notfallmedizin angeht und hier kognitive Modelle und so... Die wesentliche Aussage ist dieser Zustand von Cold Minded ist erlernbar!
00:25:13: Was mich jetzt persönlich beruhigt hat in den Anfangsjahren Wir können lernen mit Leistung unter Druck abzurufen und wir können auch Souveränen wirken dabei.
00:25:23: Aber es stimmt natürlich in der Realität, begegnen wir ja vielen Menschen oder das ist mir in meine Assistenzarztzeit so gegangen wo ich so gedacht habe mal großartig wie dir das regelt immer entspannt irgendwie ruhig klar in der Kommunikation.
00:25:39: da war wahrscheinlich immer so.
00:25:40: Ich jetzt nach so vielen Jahren mit dem Thema glaube ich hat das eine andere Hat das eine andere Ursache?
00:25:46: Ich glaube, wir kennen sie natürlich erst mal nicht in den Anfangsjahren ihrer Assistenzarztzeit.
00:25:52: Das ist das Erste.
00:25:53: und es gibt zwei Dinge die ich glaube, die Sie beherrschen.
00:25:58: Und zwar ist es ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit, dass ein wesentlicher Schlüssel zu dieser Fähigkeit oder die haben es früher erlernt als andere und einen Hohe Maß an Selbstregulationen.
00:26:10: Und ich finde, das sind so zwei wesentliche Voraussetzungen.
00:26:13: Und wenn man sich mit der Idee von Selbstwirksamkeit befasst, dann gibt es da so eine schöne Veröffentlichung von Bandura.
00:26:22: Es ist so dass Selbstwirksamkeit für den Einzelnen bedeutet das man die Fähigkeit besitzt.
00:26:26: ich kann eine kann bestimmte Handlungen ausführen und Ich kann ein Ziel erreichen.
00:26:32: und entscheidend ist selbst Wirksamkeit ist Kontext und Aufgaben spezifisch.
00:26:37: und es ist aber nicht einfach nur Selbstvertrauen als Persönlichkeits Eigenschaften.
00:26:41: Das bedeutet Ich sage nicht einfach, ich bin gut.
00:26:44: Sondern ich kann zum Beispiel in der Lage eine strukturierte Reanimation durchzuführen oder ich bin in der Lager den schwierigen Atemweg zu meistern?
00:26:54: Die Frage ist ja warum ist das so relevant um als Persönlichkeit unter Druck irgendwie gute Leistungen abzurufen?
00:27:01: Das liegt daran dass wir diese Fähigkeit zur Selbstwirksamkeit oder das Empfinden von Selbstwirksamkeits und es ja richtig formuliert hilft uns.
00:27:09: zum Beispiel wie interpretieren wir Herausforderung?
00:27:13: Ist es eine Bedrohung oder ist das bewältigtbar?
00:27:16: Es formt, welche Ziele wir uns setzen.
00:27:19: Anspruchsvoll aber realistisch und wie viele Anstrengungen und Persistenz wir aufbringen.
00:27:25: Also besonders bei Rückschlägen.
00:27:27: also erster Intubationsversuch ist Misslungen weiß ich aber, Ich kann auch den zweiten Versuch oder in dem dritten Versuch machen.
00:27:36: Oder ich beherrsche sozusagen diese Reihenfolge.
00:27:39: Das gibt mir eine andere Grundhaltung für die nächsten Schritte.
00:27:42: Deswegen ist Selbstwirksamkeit sozusagen so als Tool hochrelevant und ich glaube dass die Personen, die wir im Alltag so gelassen und ruhig empfinden haben einfach ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit Ein guter Tipp ist Und das ist was was ich mitgenommen habe.
00:28:01: Selbstwirksamkeit ist etwas, was man erlernen und vermitteln soll.
00:28:06: Also das gibt so vier zentrale Quellen.
00:28:09: Das sind sozusagen die meisten.
00:28:11: zum einen ist es wir schaffen selber.
00:28:14: also ich habe irgendwie den schwierigen Atemweg jetzt schon dreimal gemacht.
00:28:19: das heißt Ich kann ihn auch unter widrigen Bedingungen wiederholen Und ich hab meine Algorithmen und ich bin ruhig und entspannt.
00:28:25: dann und dass Es ein nicht zu unterschätzener Faktor ist Beobachten von anderen Personen, die erfolgreich handeln.
00:28:35: Das heißt Mentoring, Bed-Side Teaching, Deep Breathing... das sind alles wesentliche Bauelemente, die uns helfen Selbstwirksamkeit aufzubauen.
00:28:46: Soziale Überzeugung, da gehe ich nochmal auf das ein was die Doro vorhin kurz angeschnitten hat.
00:28:52: Strukturiertes Feedback ist wenn man sozusagen aus dem Podcast etwas mitnimmt dann ist Feedback sozusagen von außen für sich oder eben auch Feedback an jemand anderen, strukturiert und positiv wohlwollend ein wesentlicher Faktor für das Thema Selbstwirksamkeit.
00:29:10: Und die Interpretationen von physiologischen Zuständen.
00:29:14: Das gibt jetzt so pharmazeutische Interessensgruppen, die es uns jetzt ein bisschen vormachten.
00:29:21: Die haben Variables entwickelt für Chirurgen, dass Testen die gerade in Harbert werden alle ausgestattet mit Sensoren, die zum einen Herzfrequenz Variabilität messen.
00:29:32: Die können auch messen wie viel Schweiß wir produzieren unter Stress und die geben sozusagen ein Feedback.
00:29:39: Und das Team lernt daraus, die körperlichen Signale zu steuern.
00:29:44: Auch das ist ein wesentliches Element für Selbstwirksamkeit.
00:29:48: Da kommen wir noch mal zu dem Thema von vorhin.
00:29:51: Menschen, die das gut können.
00:29:54: Das geht mir persönlich so da kann jeder von euch nochmal seine Meinung zu äußern Egal, wie gut die Anlage des Schäldens beherrscht wird.
00:30:02: Egal ,wie gut die Rettung funktioniert.
00:30:04: Jemand der schreit und nicht in der Lage ist sich selber zu regulieren verliert den Eindruck dieser Kompetenz.
00:30:11: Und man sagt ein wesentlicher Baustein um Leistungen unter Druck abzurufen ist die Fähigkeit zur Selbstregulation.
00:30:19: und das ist zum Beispiel die Fährigkeit wenn es alarmiert trotzdem irgendwie wenn drei Dinge gleichzeitig auftauchen die Prioritäten zu setzen Aufmerksamkeit zu steuern, die Fähigkeit auch unter Müdigkeit.
00:30:32: Also alles was Fatigue angeht, Entscheidungsqualität aktiv zu managen und eben auch – das ist ein wesentlicher Faktor – seine Emotionen zu regulieren.
00:30:42: Ein ganz großer Teil ist wie schaffen wir es unsere Emotionen zu steuhren?
00:30:49: Da gibt's ganz viele Dinge, die da einen Einfluss haben.
00:30:51: Das ist meine Arbeitsumgebung.
00:30:53: aktiv zu gestalten also das sterile Cockpit ist ein wesentlicher Faktor für Emotionsregulation, Aufmerksamkeitslenkung, kognitive Neubewertung.
00:31:03: Das sind alles Dinge die sind wesentlich damit wir unsere Emotionen regulieren können.
00:31:07: deswegen ist meine Antwort immer noch ja ein.
00:31:12: es ist erlernbar auch für die nicht so viel Selbstwirksamkeit und Selbstregulation bis jetzt an den Tag bringen, aber diese Dinge sind erlernbar und der Rest hat es einfach früh mitgebracht.
00:31:23: Ich glaube was man daraus auch erziehen kann, auch wenn das nicht so deutlich gesagt hat dass ist auch situationsabhängig ist oder in welcher Rolle man sich gerade befindet.
00:31:31: also ich hätte jetzt niemals wiemals den Begriff Cold Minded benutzt aber ich glaube ich fühle mich auf der Arbeit schon sehr selbst wirksam im Text.
00:31:41: Wenn ich gleichzeitig manchmal allein mit meinen drei Kindern bin
00:31:45: ist
00:31:45: diese Selbstwirksamkeit nicht so ausgeprägt.
00:31:49: Und ja, also ich glaube das Lachen zeigt dass viele wissen was ich meine.
00:31:55: es ist einfach plötzlich eine andere Situation.
00:31:57: man ist in einer anderen Rolle und die die Selbstwirksamkeit ist eine andere geht zumindest mir so.
00:32:04: Aber die Selbstwirksamkeit mit den Kindern lernst du auch weil wenn du dann Zum Beispiel bei Kind drei oder vier, wo auch immer man endet.
00:32:12: Am Ende seines Lebens guckt man auch zurück und durchlebt sozusagen ... Man hat selber geschafft!
00:32:18: Man hat gesehen wie es die Frau geregelt hat.
00:32:22: Ja absolut aber das ist ja übertragbar auf jede Lebenssituation.
00:32:25: Und deswegen sind dann Dinge ... Das sind Dinge, die dich nicht mehr aus der Fassung bringen sondern du kennst dich selber und du weißt mit der Situation umzugehen.
00:32:35: Oder mit den drei Kindern?
00:32:36: Super spannend
00:32:37: Das ist was, was total wichtig ist.
00:32:40: Was Torben, was du gerade sagst?
00:32:42: Weil wenn ich an diese Situationen zurückdenke... Ich hole meine Kids im Kindergarten ab und dieser Lernpegel in dieser Umkleide wie mich der gestresst hat um zum vollständigen Decompensieren meiner kognitiven Ressourcen wo ich mir manchmal gewünscht hätte kann ich bitte zurück in die Arbeit gehen weil da habe ich es oft genug trainiert und da kann ich damit umgehen.
00:33:05: Und wenn ich jetzt zurückdenke, meine Kinder sind auch schon ein bisschen älter... Ich habe es gelernt, damit umzugehen!
00:33:10: Also die Kinder leben noch und ich lebe noch.
00:33:12: also alles gut und ich glaube aber dass das vom Prinzip ein extrem gutes Beispiel dafür ist, dass wir diese Situationen trainieren und beüben können und dass wir uns daran gewöhnen können und dieses Jein
00:33:27: fast
00:33:28: zum Tendenzen in Richtung Ja bringen können.
00:33:31: Wir müssen es uns bloß fokussiert machen und wir müssen uns die komplette Range
00:33:34: anschauen.".
00:33:35: Ich möchte auch noch mal sagen, du hast was gesagt dazu torben und der Lukas hat etwas davon davor hin zugesagt.
00:33:41: Es gibt rein wissenschaftlich betrachtet gibt es diesen idealen Performance Status.
00:33:47: Es gibt sozusagen diesen Zustand indem wir perfekt Arbeiten.
00:33:52: also wir sind sozusagen technisch an unserem Höhepunkt, wir sind emotional super reguliert.
00:33:57: Wir haben unsere kognitiven Modelle.
00:33:59: die können wir abrufen wir sind fit ausgeruht.
00:34:01: alles am ende muss man immer noch sagen Man muss es immer wenn man diese Diskussion führt immer noch Sagen wir sind Menschen na?
00:34:08: Wir sind keine Roboter und unser leistungszustand wird niemals derselbe sein egal wie viele Kognitive Modelle wir trainieren.
00:34:16: Es wird immer eine Tagesform geben.
00:34:18: Es wird immer zu unterschiedlichen Zeitpunkten andere externe Einflussfaktoren geben, die uns beeinträchtigen.
00:34:25: Es gibt nicht den Zustand und jeder empfindet... Jeder arbeitet auch anders.
00:34:30: also wenn man sich über mentale Kompetenzen Gedanken macht dann muss man sagen ist das eine ganz individuelle Reise.
00:34:37: Wir können alles erreichen und man kann an allem arbeiten aber es wird optimale Leistungszone geben, die immer zu jedem Zeitpunkt die gleiche ist.
00:34:49: Egal wie viel Selbstwirksamkeit und Selbstregulation wir beherrschen!
00:34:53: Wenn wir dann einmal den sweet spot verlassen haben gibt es denn irgendwie Tricks?
00:34:59: Wie wir da wieder hinkommen?
00:35:00: habt ihr da was in petto?
00:35:01: Naja irgendwann ist man ja Spielball der Gäfte.
00:35:04: oder also ich meine es gibt die Dienste die nicht mehr enden und es gibt den Nordradsdienst, wo du von einem Ding zum anderen... Also was ich über die Jahre gelernt habe.
00:35:15: Das ist ja auch noch was des Thema Erfahrung.
00:35:17: Ich wollte gerade nie spielen als junger wenn die Alten immer gesagt haben das ist Erfahrung aber es sind schon Routinen in unserem Beruf und ein gewisses Maß an Gelassenheit dass man sagt naja auf der Dienst geht jetzt vorüber Aber du kannst die Anzahl der Schockeröme dir jetzt gerade nicht wegwünschen.
00:35:34: Das trifft dich halt und ich bin da dann gedanklich auch schon beim Frühstück am nächsten Tag und denke an Cosson, Cappuccino oder einfach schöne Dinge.
00:35:44: und denk mal ja... Die Belohnung kommt dann aber dann musst du halt durch.
00:35:49: also wenn es hart auf Haut kommt Ja, sind wir dem ausgesetzt.
00:35:54: Das ist so.
00:35:55: Ich finde Erfahrung weil du es gerade gesagt hast das kann man sehr schön im Notarztdienst auch beobachten wenn man junge Kollegen einarbeitet und wenn man einen Notfall hatte und dann redet man an der Ende über den Notfall und sagt hier ist dir das aufgefallen oder hast du das Bild gesehen?
00:36:15: Und die sind ganz häufig in dem Moment so fokussiert medizinischen Notfall so beschäftigt sind, dass sie es nicht schaffen das den Blick durch die Wohnung schweifen zu lassen und andere Details wahrzunehmen.
00:36:30: Und mit einer zunehmenden Anzahl an Einsätzen die man gemacht hat, hat man halt Muster im Kopf um dem medizinische Notfall abzuarbeiten um wieder Ressourcen im Kopf freizukriegen um die Umgebung wahrzuleben.
00:36:45: Das finde ich jedes mal wieder spannend wenn man da jemanden dabei hat gerade bei weil vielleicht etwas Aufregnerin einsetzen.
00:36:52: Ja und wir lernen ja auch aus unseren eigenen Fehlern, das ist ja ganz was Wesentliches.
00:36:58: Und diese Briefingkultur ... Das ist so was Schönes, was denn in den letzten Jahren durch dieses ganze Thema CRM aufgebobt ist?
00:37:08: Ich hab' zweitausend als Notarzt angefangen, das gab's dann nicht!
00:37:12: Also wenn du da an Patienten in die Uniklinie gebracht hast dir beinbeleitet... Wirklich erschwebig in die Diagnose übersehen.
00:37:20: Die sind über die Hergfallen, wie die Heuschrecken.
00:37:22: Das war furchtbar.
00:37:23: also wenn du da nicht standfest warst und dir gedacht hast dann ja passiert man nie mehr.
00:37:27: ein anderer schmeißt das Handtuch und verletzte Klinik.
00:37:30: Also da ist schon sehr viel in die richtige Richtung gegangen.
00:37:33: jetzt muss man schon sagen Und trotzdem bin ich überzeugt und ich glaube der Stimme mal dazu ist auch noch ganz ganz viel Luft nach oben in der Kultur wie wir unsere Dätikat sehen und wie wir sein wollen, wie wir nicht sein wollen.
00:37:48: Und das liegen noch viele Kilometer vor uns bin überzeugt.
00:37:53: trotzdem möchte ich doch nicht so ganz Ganz loslassen von der ursprungsfrage.
00:37:59: Ich formulier sie nochmal vielleicht ein bisschen anders.
00:38:01: also Wir sind dann in einem punkt wo wir merken wir haben tunnelblick und entgleitet die situation.
00:38:09: Ja wir sind nicht mehr am richtigen punkt unserer leistungskurve.
00:38:13: gibt's Irgendeine Technik, wie wir uns in dem Moment zurückarbeiten können.
00:38:19: Gibt es irgendwelche Tricks?
00:38:22: Ich glaube die Doro steigt gleich ein.
00:38:25: aber ich würde dem voraussetzen gerne oder voraus schicken etwas was ich sozusagen auch mitgenommen habe aus diesen ganzen Gesprächen und Diskussionen und Vorträgen ist.
00:38:36: Was wesentlich ist wenn wir angenommen du fährst jetzt mit einem jungen Kollegen und es kommt irgendwie eine Alarm da etwas, was uns jetzt nicht Freude bereitet.
00:38:47: Und das ist ja beim meisten sind es Kindernotfälle oder steht auf dem Funk, steht wie Säuglingsreanimationen und in diesem Moment passiert eine sogenannte kognitive Bewertung und die erfolgt in einem Sekundenbruchteil völlig – das können wir überhaupt nicht beeinflussen!
00:39:04: Wir bewerten diese Situation sofort und die Bewertungen dieser Situation entscheidet mit welcher Grundhaltung ich in den Notfall gehe Unbewusst überlegen, was passiert gerade?
00:39:16: Was bedeutet das für mich.
00:39:17: Wir ordnen das ein.
00:39:18: ist es gefährlich?
00:39:19: welche Probleme sind daran angeknüpft?
00:39:22: und Hochleistungsteams wenn man sozusagen im Militär nochmal nachfragt oder so dann lernen die diesen Moment bewusst wahrzunehmen Und die emotionale Antwort zu regulieren weil es so wichtig ist weil die Grundhaltung ist die mit der du sozusagen die nächsten Dinge, den nächsten Dingen begegnen ist.
00:39:42: und da kommen wir wieder zu dem Thema was wir am Anfang hatten.
00:39:44: Was macht Druck mit uns?
00:39:46: Welche Auswirkungen hat
00:39:47: das?".
00:39:47: Und wenn ich lerne diesen Punkt abzupassen und meine Emotionen richtig zu steuern und mich selber reguliere dann kann ich sozusagen den Rest schon mal bahnen.
00:39:57: Darf ich dazu etwas sagen?
00:39:59: Immer!
00:39:59: Ich hätte es jetzt ganz nett auf einen Punkt gebracht weil aus den vielen Jahren in einer Notfallmedizin habe ich eines gelernt.
00:40:11: Die am Ende alles andere waren als eine Reanimation.
00:40:16: Und was wir gelernt haben, wir haben gesagt Wenn es eine ist dann sind wir vorbereitet.
00:40:22: Aber jetzt schauen wir uns das einmal an in aller Ruhe.
00:40:24: Was ist denn wirklich das Problem?
00:40:26: Und wenn du die auf der Anfahrt schon... Wir hören ja zuhause junge Kollegen sich irgendwann den Podcast an Auf der Anahrt im Notarztauto oder im Upschrauber gesund verrückt machst Dann ist passiert genau das, was die Nadea so schön umrissen hat.
00:40:40: Dann findet sofort der emotionale Bewertungsstart da kognitiv für Blockade und du betretest die Szene und es geht gar nichts mehr.
00:40:46: Wenn du aber mit einer gewissen Neugier und jetzt schauen wir uns das einmal an... Was ist denn jetzt wirklich?
00:40:53: Und dann anfängst zu handeln!
00:40:54: Dann hast Du wieder diesen breiten Blick Und sonst passiert ja das und das kennen wir alle.
00:41:00: Gerade wenn es um Kinder geht, Reflex macht.
00:41:03: du siehst das Kind und alle stürzen sich drauf und du hast sofort das Fixierungsproblem.
00:41:07: Der hat vielleicht ein Erdnuss ausperiert oder einen Feverkrampf gehabt oder sowas was denn die häufigen Dinge sind?
00:41:14: Wir wissen alle Kindernotfälle so tragisch.
00:41:17: Sie sehen aber die meisten Kinder draußen gut aus und lassen sie ganz gut managen.
00:41:22: Also das habe ich mitgenommen.
00:41:24: Schauen wir uns das mal an, bevor wir uns im Vorfeld schon verrückt machen.
00:41:27: Der
00:41:29: Lukas beherrscht die kognitive Neubewertung par excellence, möchte ich sagen.
00:41:33: Du bist das beste Beispiel für die Kognitiven-Neuausrichtungen.
00:41:40: Bedrohung oder Herausforderung ist die Frage?
00:41:42: In dem Moment ist das das Stichwort und nach vielen Jahren Berufserfahrung ist es natürlich super weil es für dich die Herausforderung Und das ist ja das, wo wir gerne die ganz jungen Kollegen hinbringen wollen.
00:41:54: Genau!
00:41:55: Da wollte ich einmal einsteigen, denn ich glaube, dass es auch etwas was wir vielleicht den Hörern mitgeben können, die jetzt nicht auf die dreißig für die Berufserfahrung warten wollen bis sie lernen mit so einer Situation besser umzugehen.
00:42:07: Denn das eine ist natürlich die kognitive Neubewertung und die kann man natürlich in der Wohnung... Dann auf sich zukommen lassen und sagen, ich war ganz gechillt.
00:42:14: Jetzt ist es halt doch die sonstige Animationen!
00:42:16: Und deswegen glaube ich, das ist ganz gut wenn man vielleicht so ein paar Tools hat.
00:42:19: Wenn ich dann plötzlich doch da stehe und denke okay entweder ich komme in dieses Ich will ganz viel gleichzeitig machen Meine Gedanken drehen sich im Kreis.
00:42:26: Ich habe ganz viele auf der Platte und werde nicht schnell genug los oder in dieses Ich stehe stumm, da hab schweißige Hände und kann mich gar nicht mehr bewegen.
00:42:33: Also diese zwei Phänomene was wir auch als sogenanntes so ein Freeze wahrnehmen.
00:42:37: Ich bin da wie eine Salzsäule und es geht wirklich nix mehr.
00:42:40: ich kann nicht mal mit den Schritten in die Wohnung reintun Und ich glaube da ist das ganz hilfreich vielleicht einfach für morgen oder für den nächsten Dienst so eine Checkliste zu haben, die man ausprobieren kann.
00:42:51: Und es gibt zwei Akronüme, die ich einfach mal mitgeben möchte was nicht heißt dass man die jetzt immer da abarbeiten muss Punkt für Punkt.
00:42:59: aber da sind viele Punkte wo sich jeder für sich vielleicht etwas raussuchen kann weil wir auch alle anders reagieren.
00:43:04: und das eine ist auch von Stephen Harns der hat es calm doon genannt Und das fasst so ein bisschen die Techniken zusammen.
00:43:11: Das gibt's auch auf der CoreCognition-Website zum Runterladen, wenn man das nochmal nachlesen möchte, können wir das ja vielleicht, könnt ihr es einmal verlinken?
00:43:17: Weil das ist glaube ich ganz hilfreich, das noch mal nachzulesen.
00:43:20: und das C steht für Controlled Breathing und diese kontrolliert oder bewusste Atmung ist glaub ich etwas was ganz gut helfen kann, was auch in dem anderen Akronymen... Das nennt sich Beat the Stress Fool.
00:43:36: Das haben vielleicht auch schon einige gehört, da steht es dann das B. Es steht auch für Breathing.
00:43:40: also diese kontrollierte Atmung ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:43:44: und was meint ihr mit kontrollierter Atmungen?
00:43:46: Also unsere atmung kann ganz bewusst nämlich auch andere Dinge steuern Und das kennt ihr vielleicht wenn ihr ganz ruhig atmet könnt ihr plötzlich merken wir eure herzfrequenz regulieren können Was wir sonst eigentlich nicht schaffen.
00:43:57: also nur indem ich mir einrede Ich habe jetzt eine rohe Frequenz von fünfzig werde ich's nicht schaffen.
00:44:01: Aber indem ich ganz ruhig atme und man kann sich diese Boxatmung, kann ich mir ganz gut merken.
00:44:06: Und es bedeutet, ich atme einfach vier Sekunden ein, atme vier Sekunde nicht.
00:44:09: Atme vier sekunden aus!
00:44:12: Und atme dann nochmal vier Sekunden nicht bevor ich wieder einatme.
00:44:14: also wie atmen im Quadrat für jeweils vier Sekünden.
00:44:19: Das machen ja ganz viele andere professionelle Berufe Und das finde ich ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:44:25: Wir haben viel über Kinder gesprochen und wir bringen unseren Kindern Regulationen bei, und irgendwann hören wir einfach auf als Erwachsener uns selbst Regulation weiter beizubringen.
00:44:33: außer wir arbeiten vielleicht im Militär in der Raumfahrt oder sind Leistungssportler denn dann trainieren wir es weiter aktiv.
00:44:39: aber als Mediziner da haben wir damit dann aufgehört.
00:44:42: Wer haben irgendwie die Schule abgeschlossen?
00:44:44: Dann brauchen wir's nicht mehr Und das stimmt ja nicht.
00:44:47: Deswegen können wir uns viele Techniken, die in den anderen Bereichen hochprofessionell angewandt werden und es ist diese kontrollierte Atmung vielleicht einfach mitnehmen.
00:44:55: Also ganz bewusst atmen wenn ich gar nicht mehr weiß was ich tun soll.
00:44:58: Atmen muss sich!
00:45:00: Dann sich auf diese Atmungen fixieren und einmal diese vier Sekunden Boxatmung als ersten Schritt ausprobieren.
00:45:06: also damit fängt's an im Control.
00:45:08: Das zweite ist ein Titulate dafür, dass Arse eine Pause machen und seine eigenen Gefühle beobachten.
00:45:15: Darüber haben wir auch schon gesprochen.
00:45:16: Ich muss ja erst mal verstehen, was gerade mit mir passiert und dann ist es nicht schlimm zu sagen hey Leute ich stehe grad auf dem Schlauch.
00:45:25: also sein Team mit ins Boot holen wo man grade selber ist ich weiß gar nicht weiter ich steh auf den schlauch ich bin total gestresst.
00:45:33: Säuglingsreanimation das für mich das absolut schlimmste!
00:45:37: Dann habe ich ganz viel im Kopf um.
00:45:39: deswegen kommt jetzt List in Priority.
00:45:40: sich muss ja Priorität entsetzen.
00:45:42: Wir haben ganz viel zu tun.
00:45:44: Was können wir jetzt als erstes machen?
00:45:45: Und wenn man die Zeit hat, macht es natürlich Sinn das, die Aktionen mit dem Team zu besprechen und sein mentales Modell zu teilen.
00:45:53: Ich glaube, dass ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:45:55: auch das haben wir häufig verlernt.
00:45:57: Wir gehen ja alle in eine Situation rein und haben nicht automatisch das mentale Modell gerade wenn wir uns noch nie zusammengearbeitet haben und teilt dieses mentale Model mit euren Leuten.
00:46:07: Das ist eine ganz, ganz wichtige Ressource.
00:46:09: Wovon gehen wir eigentlich aus?
00:46:10: Wo stehen die hier?
00:46:11: Natürlich können wir dann Dinge sehr viel besser auch delegieren.
00:46:15: und ein weiterer Prüntel nennt sich Outside das ist ein O in diesem Akronym wenn es geht.
00:46:21: also das kennen wir vor allem auf der Notaufnahme.
00:46:22: man darf auch mal den Raum kurz verlassen bzw diese Situation verlassen um einmal dieses ganze was man sieht oder hört sich daraus zu nehmen.
00:46:31: Also in einer völlig überfüllten Notaufnahme, wo die Leute auf den Fluren liegen, kennt vielleicht auch einige.
00:46:35: Da werden lauter Arme ausgestreckt nach der Suche nach einem Arzt, der sich endlich kümmert.
00:46:40: Wenn ich da jetzt wieder Struktur reinbringe, dann macht es vielleicht den einmal vor die Tür zu treten und sich dem einmal kurz zu entziehen, bewusst zu atmen, vielleicht in der Zeit um dann neu zu priorisieren.
00:46:51: Outdoors natürlich, man muss seine Merk helfen!
00:46:55: seine Karten, wie auch immer was man nutzt, Hilfe holen.
00:46:58: Das natürlich alles nutzen und dann die physiologischen Bedürfnisse trinken und essen nicht vergessen.
00:47:03: Das steckt hinter diesem Akronym.
00:47:06: Und genauso das andere Akronymen, was vielleicht nicht nur für die Akkutsituation sondern auch viel Vorbereitung schon beinhaltet.
00:47:12: Das Beat the Stress Food beginnt auch wieder mit der Atmung.
00:47:15: Deswegen vielleicht etwas, was man sich mitnehmen kann ist diese ganz bewusste Boxatmung Was auch wunderbar hilft, aber das muss man vorher trainieren.
00:47:23: Da kann ich nicht rausgehen und damit anfangen... ...das ist dieser Positive Self-Talk!
00:47:27: Und auch das kennen wir aus dem Leistungssport.
00:47:29: also wer sich jetzt von... Ich weiß nicht ob ihr eine Kunsttour in Simone Biles hat die beste Tournerin The Goat Wenn ihr die beobachtet wie sie da am Anlauf stehen und vor sich hin brabbeln und man immer versucht von ihren Lippen zu lesen.
00:47:40: Das wird Positive Self Talk sein.
00:47:42: Auch das können wir anwenden.
00:47:43: Ich stehe da, muss diesen schweren Atemweg sichern sagen hey komm' ich kann das.
00:47:48: und ich weiß, ich muss das Laryngoskop jetzt nicht verkrampfen in der Halt halten.
00:47:50: Das macht es sich besser!
00:47:51: Ich halte es locker, ich weiß dass ich das schaffen kann.
00:47:53: Und ich gehe verbal, das wirklich step-for-step leite ich mich selber an.
00:47:58: Da kann ich natürlich eine Situation reinwähnen und selbst einfach machen.
00:48:00: Was muss ich schon vorher trainiert haben?
00:48:04: Also positive Self Talk machen ganz viele andere Probenbohnen.
00:48:08: Ganz wichtig... Es muss ja ganz spezifisch sein, immer in der Inform positiv formuliert und wirklich mit einer Intention freundlich zu sich selbst.
00:48:17: Ein weiterer Punkt ist das Sehen und das zieht vor allem so ein mentales Training, Visualisierungstechnik mit ein.
00:48:24: auch das hilft mir in der Akkusituation nicht.
00:48:26: aber das kann ich als Vorbereitung nutzen.
00:48:28: und
00:48:29: ähnlich wie der positive Self-Talk um sich wieder zu fokussieren sind häufig auch Triggerwort die man dann auch laut aussprechen kann um sich auf das zu fokusieren und Fixierungsfehler zu vermeiden.
00:48:42: Und auch das ist etwas, solche Triggerworte die muss ich natürlich vorher eingeübt haben.
00:48:46: Aber das sind vielleicht so ganz praktische, die ich wirklich mitnehmen kann in den nächsten Dienst und sagen okay überleg mir zu Beginn des Dienstes mal visualisiere mehr Mal Dinge übe diesen positive Self-Talk ein und wende das dann in dieser Situation mal an und um überhaupt wieder mich regulieren zu können Übung diese Atmung kennt es vielleicht auch aus dem Yoga.
00:49:04: also da sind ja alles uralte Techniken wie wir uns wieder aus dieser Zone herausbringen können
00:49:10: sehr schön.
00:49:11: Ich finde das super spannend, gerade auch dieses Box-Breathing mir sehr viel gebracht in der Selbstregulation.
00:49:19: Was ich auch gerne mache ist um mich an Checklists lang zu hangeln
00:49:25: und
00:49:26: um mich da selbst zu regulieren mein Gedankenstruktur zu geben.
00:49:29: aber jetzt bin ich wieder fokussiert Aber die Situation ist ja immer noch ein wahrscheinlicher Chaos.
00:49:37: Wie kann ich denn vielleicht wieder situative Kontrolle herstellen?
00:49:41: Ich glaube, das will jetzt viel.
00:49:42: Also ich glaub einen Punkt der noch vielleicht ergänzendes, was Doron gerade gesagt hat ist so ein bisschen Rituale für sich zu haben die mir etwas Gutes tun.
00:49:54: Bei mir ist es zum Beispiel immer wenn ich aus einem Wollertauto aussteige oder wenn ich im Dienst irgendwo in den Raum gehe wo ich merke dass viel Unruhe ist dann versuche ich bewusst einmal mit beiden Füßen den Boden zu spüren, um mich einmal zu erden.
00:50:11: Um dann durchaus dieses Box-Breathing also zwei drei vier bewusste Atemzüge machen und dann in die Situation zu gehen ist natürlich etwas was jetzt auch einen guten Bogen zu dem schlägt das wir dann machen.
00:50:24: Jetzt sind wir fokussiert Und jetzt müssen wir ja irgendwie unsere Fokusierung auf das Team übertragen.
00:50:32: sprich wir müssen jetzt Elemente nehmen wie wir mit dem Team gut zusammenarbeiten können.
00:50:39: Das sind zum einen die kommunikativen Skills, die wir haben, sei es ob wir es ten for ten nennen, ob wir's rally points nennen oder team timeout nennen.
00:50:51: also das waren verschiedenen Punkten der Versorgung.
00:50:55: wenn wir merken wir werden unruhig als Team dass wir uns fokussieren gucken was sind gerade die Prioritäten jetzt gerade notwendig sind, damit wir dann die nächsten Schritten gut strukturiert vorgehen können.
00:51:10: Jetzt hast du grade das Thema Checklisten selber erwähnt oder wir hatten vorhin auch diese Triggerworte.
00:51:19: Das kennen wir zum Beispiel auch aus der Luftfahrt.
00:51:21: Wenn in der Luft Fahrt irgendwas unvorhergesehenes kommt, dann gibt es klare Trigger Worte, die den Staat z.B.
00:51:29: sofort zum Abbruch bringen würden oder die Staatsbemühungen.
00:51:32: Und genau solche Worte müssen wir bei uns genauso etablieren in unseren Teams.
00:51:38: Etablierend mittlerweile weiß jeder, wenn wir sagen hey lass uns einen kurten Ten für ten machen weil es jeder damit umzugehen kann jeder mit diesen strukturierten Dingen und jeder weiß okay wir fokussieren uns kurz Wir tragen die aktuellen Bilder zusammen Machen wieder das große Big Picture und gehen dann Fokusiert den Prioritäten nach weiter.
00:52:01: Und genauso sind diese Checklisten natürlich auch ein bisschen erste Hilfe für mein Mindset.
00:52:08: Kognitive Erste Hilfen, die mir... Es schaffen, dass ich Ressourcen wieder freischaufeln kann.
00:52:16: Weil das was ich als nächstes brauche, kann ich in der Checkliste abarbeiten und das Ganze in eine gute strukturierte Kommunikation, in eine möglichst ruhige Kommunikion des zu überführen schafft, dass die eigene Ruhe, die eigenen Fokus auch auf meinen Teammitglieder, auf das Behandlungsteam übertragen kann.
00:52:37: Was uns dann hilft mit den Patienten gut?
00:52:41: als Teamfokus hier zu behandeln.
00:52:43: Ich würde das gerne nochmal so zusammenfassen, weil es einen so hohen Stellenwert hat, was die Doro gesagt hat zur persönlichen Kontrolle und zur situativen Kontrolle einfach auch im Hinblick auf das, was wir mit den jungen Kollegen mitgeben wollen.
00:52:57: Und ich möchte noch mal den Stellenwert betonen von diesen Regulationsmaßnahmen, egal ob's um Atemarbeit geht oder um Self-Talk All diese Elemente, man kann der eine oder andere wird es esoterisch belächeln.
00:53:10: Aber wenn wir noch mal darüber nachdenken was bringt uns diese Tools?
00:53:16: Sie bringen uns vor allen Dingen in einen Zustand der Handlungsfähigkeit weil wir eben wissen Wenn wir die Stressreaktion unterdrücken können wir handeln auf unser Gedächtnis zu greifen all diese Punkte die wir ganz am Anfang erwähnt haben und das glaube ich muss man nochmal betonen auch bei den jungen Kollegen Was der Wert dieser Maßnahmen ist Und ihnen auch die Zeit geben und die Möglichkeit.
00:53:39: Den Stellenwert auch noch mal so untermauern, weil sonst wird das so abgetan.
00:53:44: Der zweite Schritt ist neben dem wenn ich selber sozusagen in diese persönliche Kontrolle in den Leistungszustand dann komme dass ich es schaffe mein Team zu regesynchronisieren.
00:53:54: CRM-Maßnahmen scheitern häufig daran in der Einleitung enden.
00:53:59: Close Loop, Entscheidungsfindung, Prioritäten und dann passiert irgendwas und alles bricht auseinander auf dieser Druckkurve.
00:54:06: Es passiert nichts mehr, Entscheidungen werden nicht mehr priorisiert die Kommunikation bricht ab versucht sich jeder ein Multitasking und so.
00:54:13: das ist das Problem ja.
00:54:14: und wenn man diese Grundsätze berücksichtigt über die auch der Dominic gesprochen hat dann schaffen wir nicht nur persönliche Kontrolle sondern schaffen es eben die Situation unter Kontrolle zu bringen Und dann zusätzlich auch noch die erlernten CRM-Tools und Hopp abzurufen.
00:54:30: Genau das, was Natja sagt ist so wichtig dass wir das mitgeben und es soll jetzt nicht negativ klingen.
00:54:35: aber die Situation im Gesundheitswesen verbessert sich gerade nicht massiv sondern kann ja jeder für sich interpretieren wie diese Situation grad isst.
00:54:44: Aber ich glaube schon wenn man sich umschaut man sieht relativ viele Kollegen die mit dem Begriff Müdigkeit erschöpfen eine Fatigue auch aus Anfang können und ich glaube, das ist ja eine zunehmende Belastung bei uns.
00:54:55: Und gerade in diesen Situationen wo ich halt müde bin weil ich wieder eingesprungen bin oder weiß ich nicht über Stunden machen musste wie auch immer.
00:55:03: Gerade da ist es glaube ich enorm wichtig den Kollegen mitzudehmen.
00:55:06: wir brauchen hier Techniken auch wenn wir nicht bei hundert Prozent sind richtige Entscheidung zu treffen und auf unserem besten Level zu arbeiten.
00:55:15: Auch wenn wir nicht jeden Tag wach ausgeschlafen, gerade Sport gemacht haben an der frischen Luftbahn mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren sind was natürlich alles tolle Möglichkeiten sind irgendwas gegen Müdigkeit zu machen.
00:55:26: Und deswegen glaube ich ist es so wichtig diese Techniken werden immer wichtiger weil auch unser Grundzustand nicht unbedingt besser wird, so wie es aktuell die Arbeitsbedingungen für viele von uns sind.
00:55:36: Und deswegen würde ich ganz gerne nochmal ein bisschen auf dieses Erschöpfung für TIG, wie kann ich auch unter diesen Bedingungen zu meiner besten Performance arbeiten?
00:55:46: Und vieles von denen haben wir auch schon erwähnt.
00:55:49: Ich finde es immer natürlich super, zu sagen versucht kurz zwanzig Minuten ein NAP zu machen.
00:55:53: Ich weiß nicht wo bei wem das, sag ich mal wenn ihr gerade auf der Intensiv-Weihengestellung funktioniert oder in der Notaufnahme also bei mir in keiner notaufnahme wo ich die wer hat das funktioniert?
00:56:02: aber ist natürlich ein super Tipp an die frische luftzugehen ma helles licht sie sonne sich aus gesicht scheinen zu lassen Das ist bestimmt super und auch noch einen kaffee zu trinken.
00:56:11: Aber es ist natürlich eingeschränkt machbar.
00:56:13: und deswegen glaube ich Ganz wichtig und auch toll, dass zum Beispiel Prinzipien wie Close Loop so gut schon etabliert sind.
00:56:20: Denn gerade wenn ich oder auch Teammitglieder in so einem Fatigue sind ist die Close Loop Kommunikation ja unser doppelter Boden.
00:56:28: Gerade in diesen Situationen ist es enorm wichtig auf dieses Tool immer wieder zurückzugreifen und auch Repetition Sachen zu wiederholen ist kein Zeichen von schlechter Kognition, sondern ist ein Zeichen das ich anerkenne dass Ich vielleicht nicht auf meinem halben und auch viele andere vielleicht in meinem team nicht also ganz Strukturiert closed loop Kommunikation zu betreiben und Dinge auch zu wiederholen.
00:56:54: Und ganz wichtig verlässt euch dann niemals auf die nonverbale kommunikation.
00:56:59: Auch das ist ganz gut wissenschaftlich belegt Dass sich mein und auch die gesicht ausdrücke anderer wenn sie sehr erschöpft sind Nicht mehr so gut rückschlüsse Erlauben auf das, was sie eigentlich meinen.
00:57:10: Wir arbeiten jetzt uns sehr viel mit nonverbaler Kommunikation und wissen dass es generell unter Stress sehr fehleranfällig ist.
00:57:16: also verlasst euch gerade in solchen Situationen nicht auf die nonverbale kommunikation.
00:57:21: Und was Dominic gesagt hat ich glaube und was Torben was du ja auch sagtes gerade dann ist wichtig checklisten zu nutzen und deswegen finde Ich dieses closed loop und checklist Das ist natürlich nur der anfangen und es sollte nicht das ende sein Aber es ist ein ganz gutes Tool, darauf aufmerksam zu machen wie wichtig das ist dass wir uns mit unserer mentalen Performance beschäftigen und der Kognition.
00:57:42: Und das als Einstieg zu nutzen.
00:57:44: Ihr seht ja, das ist jetzt kein Zeichen von Schwäche mehr eine Merkhilfe oder eine Checkliste Taschentaten zu benutzen sondern es sind Zeichen vom Stärken und es hilft uns auch gerade gegen diesen Vertieg vorzugehen, dass wir trotzdem sicher arbeiten können und natürlich auch wieder immer das Team zu nutzen.
00:58:02: Und diese CR im Prinzip hin anwenden zu können.
00:58:04: Das sind glaube ich ganz gute Dinge die mir immer wieder helfen weil es so einfache Dinge sind.
00:58:09: So sage ich nutze die Checklisten und das ist ein total gutes Zeichen.
00:58:12: Das ist ein Zeichen davon, dass ich weiß, dass sich vielleicht jetzt nicht alles im Kopf habe und gerade heute wo ich irgendwie nicht ausgeschlafen bin dass ich meine Checklist benutze, dass ich mich rückversichere.
00:58:22: Dass ich Dosierung gerade wenn das nicht in meinem Automatismus ist immer im Vier-Augen Prinzip beurteilen lasse.
00:58:28: Wenn ich beispielsweise bei Kindern etwas aufziehe und dann mein Team auch wieder nutze Das sind so ganz praktische Tools finde ich die man anwenden kann gerade wenn ich nicht in meiner Best Performance bin schon von meiner Physiologie her.
00:58:43: Welche Elemente brauchen wir denn in so einem Simulationstraining oder in einem anderen Training, wenn wir Handlungsfähigkeit unter Stress optimieren wollen?
00:58:53: Dass die schon ein bisschen angesprochen hat ist schon mal das erste.
00:58:56: Wir müssen schauen dass wir uns als Team erst einmal finden und genauso Punkte wie ich hatte eine beschissene Nacht weil eins der Kinder krank war oder ich habe schlecht geschlafen, dass wir voneinander schonmal wissen auf welche Ressourcen können wir im Team zurückgreifen?
00:59:13: Das ist glaube ich was ganz wertvolles, aber natürlich auch ein hohes Miteinander.
00:59:19: Ein hohes Kollegial ist gut hervorruft.
00:59:21: um so eine Aussage mal zur Dienstbeginn, weil ich meine jeder von uns kommt in der frühen Dienst wir trinken gemeinsam und den Kaffee in der Früh besprechern und jeder sagt boah bin ich müde!
00:59:30: Und das hören wir fünfzehn Mal.
00:59:32: also ich glaube wir müssen irgendwelche Schwellenwerte schaffen die es nochmal besonders machen, dass die Kollegen wissen okay heute müssen wir auf den Dominik aufpassen weil er eine schlechte Nacht hatte und das er das auch erkennt.
00:59:46: Zum anderen ist glaube ich was was enorm hilft ist weit über dieses Simulation Training hinaus sind diese Drill Manöver.
00:59:54: wenn wir uns überlegen kann jeder von uns zu jeder Tages- und Nachzeit den Reanimations Algorithmus rauf und runter.
01:00:02: Da denkt keiner von uns mehr nach.
01:00:04: und warum können?
01:00:06: Weil wir spätestens ab der klinischen Ausbildung in regelmäßigen Abständen immer wieder dieses Skills trainieren.
01:00:14: Und dieses Drilling schafft es, dass wir die stressige Situation einer Wiederbelebung ruhig abarbeiten können weil es einer der best trainiertesten Algorithmen ist.
01:00:29: Weil wir das immer wieder in verschiedenen Facetten haben.
01:00:33: Und ich glaube, das ist enorm wichtig.
01:00:35: und genauso geht es mit allen anderen Basismannen über.
01:00:39: Sei es – die Dohre hat vorhin angesprochen – das Thema Medikamentendosierungen beim Kind.
01:00:44: Hochkomplex ganz viel kognitives Ressourcen werden gebraucht.
01:00:51: wenn wir aber die Checklisten... egal welche wir nehmen.
01:00:54: Ob das Kinderlinial, ob die Divinotfallkarte oder welche Tools wir bei uns oder irgendwelche Apps nutzen hilft uns das unsere kognitiven Ressourcen zu sparen.
01:01:08: aber wir müssen auch diese Checklisten trainieren.
01:01:11: es bringt nichts eine Checkliste zu haben wenn ich sie nicht umsetzen kann und mit ihr nicht übel.
01:01:17: also auch das muss trainiert werden.
01:01:20: Genauso geht es um die Atemwegsmanöver, wie wir sie jetzt aus der Anästhesieg kennen.
01:01:25: Ein schwieriger Atemweg muss trainiert werden.
01:01:27: Wie gehe ich damit um?
01:01:29: Was kann ich verbessern, sei es an Lage von außen eine Position?
01:01:33: Weil was wenn wir alle zurückdenken in der Zeit wo wir junge Assistenten waren und die Patienten nicht intubieren konnten... ...was hat der Oberarzt, was hat der Facharzt der von außendrauf gekommen ist gemacht?
01:01:44: das erste was er sich angeschaut hat immer die Lagerung des Patienten.
01:01:48: Kann man da noch was optimieren, immer Schritt zurückgehen und von vorne anfangen.
01:01:53: Warum kann er das?
01:01:55: Weil er von vornherein immer wieder diese Dinge trainiert hat und strukturiert abarbeiten.
01:02:01: Die Seesynchronisation vom Team.
01:02:04: Bewusst sagen okay wenn irgendwas nicht optimal läuft, da den Fokus drauf setzen.
01:02:10: Was ist gerade die unterschiedlichen Positionen?
01:02:14: haben wir alle noch das gleiche Mindset und behandeln wir einen oder vier oder fünf Patienten.
01:02:19: Und auch da immer wieder dieses Thema zu sagen, okay... Wir synchronisieren uns!
01:02:25: Wir tun die verschiedenen Facetten der Puzzleteile zusammenbauen und bauen uns das heute schon einmal erwähnte Big Picture um da vernünftig wieder den einen Patienten behandeln.
01:02:38: Super
01:02:38: ja, wir haben jetzt schon häufiger über den Stellenwert von Lukas hat das glaube ich gesagt, von der modernen Kultur vom Debriefing gesprochen.
01:02:52: Eine Frage die ich mir immer wieder stelle... Wann ist der richtige Zeitpunkt vom De-Breathing?
01:02:59: Ich meine klar war hier schon häufiger die Kinderreha dass für die De-breathen es klar aber was De-breathe ich wann De-briefig is und wie?
01:03:11: Wie übe ich vielleicht Kritik auch im Debriefing, wenn ich denke, dass da was nicht so gut gelaufen ist.
01:03:17: Ich finde mir fällt es leicht kritikern wir selbst zu äußeren im Debreathing.
01:03:20: aber wie äußer ich Kritik an anderen?
01:03:23: Habt ihr da Tipps?
01:03:25: Du musst nicht jeden Einsatz und jedes Szenario debriefen weil es gibt ja Gott sei Dank die Mehrzahl der Dinge die wir abarbeiten die geht ja denk mal bei allen relativ straight forward und flat.
01:03:37: Aber wenn man das Gefühl hat Und das soll vor allem, dass wir in dieser Just Culture drinnen, dass jeder das Recht hat zu verlangen.
01:03:47: Jeder der in dem Team dabei war, sei es der jüngste Sanitäter, der sich da überhört, Übergang ins Schleff behandelt gefühlt oder einfach schlichtweg eine Verständnisfrage zum Notfall hat bis hin zum Fahrer von einem... Neff oder bei uns in der Flugrettung die Piloten, weil wir das ganze Operationelle ja noch haben.
01:04:07: Wir sind da in einem Luftverzeugt noch mit allen seinen Gefahren und wo wir aufpassen müssen.
01:04:12: also das soll einmal das Recht soll jeder haben dass er so auch die Briefing antriggert und dann kommt es natürlich drauf an.
01:04:18: Es macht schon Sinn das sehr zeitnah zu machen ist.
01:04:21: also ich halte es für wenig sinnvoll wenn man dann am Monat später Also die Dinge müssen frisch sein Die Emotionen nochmal abbrauchen lassen Wenn's den emotional war um mal vielleicht sich einen Kaffee holen.
01:04:33: Aber es ist zielführend und praktikabel, wenn das noch am Tag von dem Dienst passiert.
01:04:40: Spätestens am nächsten Tag, wenn man mal drüber geschlafen hat... Wir haben ja oft Situationen wo wir schlichtweg Wohnstinge entgleiten auch emotional, niemand ist frei von Fehlern.
01:04:51: also auch mir passiert dies hin und wieder dass ich immer dann denke mein Gott du Idiot hast jetzt da im Ton vergriffen!
01:04:56: Das war nicht in Ordnung.
01:04:57: lasst es einmal abbrauchen, schlafen wir mal drüber gibt den anderen die Möglichkeit das zu reflektieren und dann sitzen sie am nächsten Tag zusammen.
01:05:04: Und da kann man ganz viel für das Team mitnehmen, für sich mitnehmen und diese Kultur dass jeder ein Team gehört wird ist halt dafür so wichtig!
01:05:15: Wenn Fehler passieren nicht die Person hinterfragen, sondern mal den Prozess als Ganzes betrachten.
01:05:24: Haben wir das richtig als gemeinsam abgewaltet?
01:05:26: Stimmt der Prozess dahinter im
01:05:28: Krankenhaus?".
01:05:30: Und weil du gefragt hast wie übt man Kritik, ist halt das keine Werkzeug der deutschen Sprache und der Kommunikation.
01:05:38: Du kannst dann satzsementisch so verdrehen... Ich frage halt immer so nicht, glaubt ihr es wäre anders gegangen oder hätten die besser machen können?
01:05:48: Lass uns doch drüber reden.
01:05:49: Hätte es einen anderen Weg gegeben und dann triggst du nette Diskussionen, wie zu sagen ich fand das aber jetzt blöd oder das war falsch.
01:05:58: Das ist ja jetzt noch nett.
01:06:00: da können wir noch ganz andere Umgangsformen in dem rauen Geschäft der Notfallmedizin.
01:06:06: Es ist manchmal rau weil du hast die das Rote Kreuz Du hast dann die Feuerwehr Dann hast du alle möglichen Einsatzorganisationen Die Polizei.
01:06:16: Also da geht es dann oft schon noch mal recht rau zu.
01:06:19: Aber ich glaube, da sind wir gut beraten wenn man uns so Standardfragen zurechtlegt, wie wir in einer so Themen einsteigen und das ist ganz einfach.
01:06:28: Und heutzutage haben wir ein sensationelles Werkzeug, fragt CheckGPD, das schmeißt einmal fünf coole Sätze raus, die merkst du auch einfach?
01:06:39: Das nimmst Du mit!
01:06:39: Es wird Checkliste.
01:06:40: Auch hier macht der Checklist den Sinn Wie steige ich in die Briefing ein und wie formuliere ich es?
01:06:45: Und wie bringe ichs?
01:06:47: Weltschätzend und vor allem respektvoll rüber.
01:06:51: Da ist ganz wichtig auch, was Lukas jetzt schon angerissen hat.
01:06:54: Ja, auch rausgefragt hast.
01:06:56: Man muss schon zwischen Feedback und Debriefing unterscheiden.
01:06:59: also Feedback ist ja eine sehr unidirektionale Sache Und ein Debrieping ist wie gesagt im Team.
01:07:04: oder kannst du sagen wir reden von Hot- oder Cold-Debriefings machen es direkt danach Oder die systemischen Sachen lassen sich besser mit bisschen Abstand wenn wir uns die Sachen genauer angeschaut haben vielleicht Tage oder Wochen später besprechen.
01:07:17: Genau wie Lukas meinte glaube ich auch Es muss nicht jeder Einzelfall debriefd werden weil ich jetzt die Verdacht auf Pneumonie Wenn der Notaufnahme abgegeben hat, muss ich den Einsatz nicht immer debriefen.
01:07:28: Ich glaube es ist wichtig dass man nicht nur Fälle debrieft wo vielleicht etwas nicht gut gelaufen ist sondern auch Fälle debris wo es total super gelaufen sind weil man auch daraus wieder für das Team viel mitnehmen kann.
01:07:39: warum ist es denn diesmal so gut gelaufe?
01:07:41: und Feedback eher?
01:07:43: Die Kritik üben macht ja ganz häufig, sind in einem Feedback-Gespräch nicht in der großen Gruppe.
01:07:48: Wo man auch natürlich negative Sachen diskutieren kann aber wo man auch mal gezielter eine Rückmeldung an einer Einzelperson mit negativen Feedback geben kann.
01:07:57: und ich glaube dass sowohl die Briefing wie auch Feedback zwei unterschiedliche Dinge weil das eine ist innerhalb des Teams vielleicht von ein Moderater ein angeleitetes Debriefing Und das Feedback, was er unidirekt formal ist.
01:08:11: Beide eine Struktur haben und dass man sich innerhalb zumindest seines Einflussbereiches auf Strukturen für beides einigt.
01:08:18: Also nehmen wir die Reanimation, dass man sagt wie wir wollen immer besprechen, wie gut waren beim Algorithmus?
01:08:23: Wie haben wir kommuniziert und gibt es jetzt noch irgendwas medizinisch, was wir besprechen müssen?
01:08:27: also, dass Man sich drei Punkte raussucht weil dann alle lernen weil es sollte ja auch nicht nur in der Einzelperson hängen, ob ein die Briefing oder ein Feedbackgespräch stattfindet.
01:08:35: Und deswegen glaube ich sind das ganz, ganz wichtige Tools.
01:08:37: Weil darüber können wir halt mentale Modelle auch verändern und wir haben ja schon über diese mentalen Modelle gesprochen wie wichtig sie sind dass wir auf einer Ebene kommunizieren und dafür sind sowohl dass die Briefings wie auch das Feedback hat ganz, um mentale Modelle der anderen zu ändern.
01:08:54: Und ich bin der festen Überzeugung, dass schon eine gewisse Struktur auf die ich und auch mein Gegenüber sich aber einstellen kann hilft das wirklich fest zu implementieren und nicht nur malzumachen wenn es jetzt katastrophal schlecht gelaufen
01:09:06: ist.
01:09:06: nochmal kurz als Ergänzung zu diesem was die Droh gerade gesagt hat finde ich ganz wichtig wir brauchen eine Kultur des die Briefings schräg stich Feedbacks was unterschiedliche Punkte sind schaffen, machen wir eine Nachbesprechung wo wir uns die Dinge als Team strukturell anschauen.
01:09:25: Wo wir reingehen und sagen okay was ist als Team?
01:09:28: Und das ist glaube ich ganz wichtig weil wenn wir es immer machen dann wird es normal und dann lernen wir schaffen wir eine eine Teamkultur dass es normal ist dass wir nach der Reanimation die Punkte du hast gerade angesprochen Die Reanimations haben wir gut kommuniziert und wenn wir das immer machen Dann lernen wir selber auf die Aspekte zu achten und versuchen, als Team sie zu optimieren und sie zu verbessern.
01:09:56: Wenn wir es immer nur dann machen, wenn dieses besondere Ereignis oder der komplexe Schockraum oder die Politraumaversorgung, dann hat's immer diesen besonderen Charakter und ich glaube das ist was ganz wichtig dass wir zum normalen werden lassen weil wir im Rahmen dieser Normalität auch dann mal Teamkritische Dinge ansprechen können und so eine Ebene schaffen, eine Basis schaffen um auch kritische Dinge als Team zu fokussieren.
01:10:28: Aber auf der anderen Seite dann auch in unser Umständen individuell für eine gute Feedback Kultur Professionelles Fehler-Management.
01:10:38: Ich wollte zwei Sachen noch sagen, ich wollte zum einen das sagen was ihr vorhin aufgenommen habt.
01:10:43: warum kann ich die CRM Dinge nicht in den Alltag sozusagen häufig integrieren?
01:10:49: und dann die DORO hat ja schon etwas gesagt.
01:10:51: aber ich möchte nochmal ganz kurz den Fokus auf das Thema Resynchronisation legen.
01:10:57: Zu dieser situativen Kontrolle gehören ja ganz klar das Abgleichen von mentalen Modellen und das ist ein großes Problem.
01:11:03: Wir schaffen CRM eben nicht, weil wir die mentalen Modelle eben nicht erfragen unter Druck und CRM wirkt ganz häufig in Situationen, die eben nicht druckbehaftet sind, weil sie dann ausführen.
01:11:14: aber unter Druck vergessen wir die Dinge über die wir gesprochen haben sondern immer und immer wieder ganz gezielt wenn die Situation aus dem Fugen gerät sich auf seine Basis zu berufen.
01:11:25: Immer Situation Awareness, immer Teamführung und Koordination sind immer die gleichen Tools und immer auf die Geschlossene Kommunikation bestehen.
01:11:33: Weil das Problem ist, dass es das was uns dem Boden nimmt Und wir schaffen es nicht weil wir sie nicht implementieren in diese Situationen Unterdruck weil wir es nicht schaffen unter Druck sozusagen das in diese situation einzubringen.
01:11:47: Wir müssen daran festhalten und gemeinsame mentale Modelle, glaube ich sind ein wesentlicher Schritt dafür.
01:11:53: Und diese Zeit haben wir!
01:11:56: Das ist so wesentlich weil wir dann auf der gemeinsamen Linie sind wie wir die Dinge umsetzen können und dann schaffen wir es auch wieder uns an CRM Tools zu erinnern glaube ich.
01:12:05: und das nächste des Thema Feedback das hattet ihr ja jetzt diskutiert
01:12:10: ist
01:12:11: Verena Überleistung unter Druck und dann sollte sich jeder mal die zeit nehmen Ein persönliches Feedback einzuholen.
01:12:19: Wer bin ich unter Druck?
01:12:21: Der Torben geht jetzt das nächste mal in die Klinik und fragt, wer bin ich Unterdruck wie Bin Ich unter Druck?
01:12:28: weil wir nehmen uns ja gar nicht so wahr.
01:12:30: Wir glauben wir wissen wer wir sind Und dass es glaube ich ein wesentlicher erster Schritt zu verstehen wer sind wir unter Druck?
01:12:37: Wie spreche ich was ist meine Haltung?
01:12:40: Wie gebe ich entscheid also wie gebe ich meine Entscheidung preis sorge ich für ein gemeinsames mindset oder wenn ich hektisch und unkontrolliert, oder was auch immer.
01:12:48: Es wird situative Unterschiede geben aber wir können nur lernen und wachsen indem wir dieses Feedback einfordern und eben auch geben.
01:12:57: Und deswegen glaube ich halte ich persönliches Feedback auch gerade wenn wir ausbilden für immens wichtig uns egal ob wir über Pflegeräten oder über ärztlich und möchte mir auch von dem Notfallsanitäter oder der Pflegekraft sagen wie es gelaufen ist.
01:13:12: Es ist jetzt schon der Begriff Just Culture gefallen.
01:13:15: Ich glaube, das würde ganz gut tun wenn wir den nochmal umreißen.
01:13:20: Mag das einer von euch machen?
01:13:22: Kann ich gerne machen!
01:13:23: Der Begriff denn ins Deutsche zu übersetzen... Das ist ein bisschen ein holpriges Wort was dann dabei rauskommt.
01:13:32: Und es geht im Prinzip darauf, dass wir eine Sicherheitskultur etablieren die eben nicht auf den einzelnen fokussierte und umständigen Fehler gemacht hat sondern immer auf dem Prozess und die Organisation abzielt.
01:13:46: Die unter Umständen fehlerbehaftet ist.
01:13:50: Das soll es umschreiben und das der Wert eines jeden Einzelnen gleich ist.
01:13:54: also Es ist egal ob du in einer Notfall-Situation der Teamleader bist, Professor XY oder einfach nur der jüngste Sanitäterin Assistenzart, die ihre Bedenken äußern kann.
01:14:08: Oder der Dinge aufbauen, die nicht gut gelaufen sind und die sollen das ansprechen dürfen.
01:14:15: Und das ganze ist ja Teil eines Unternehmensprozesses oder eines Kulturprozeses den wir Das gefällt mir fast ein bisschen besser die psychologische Sicherheit solches betiteln, dem sich ja viele Organisationen schon verschrieben haben.
01:14:31: Die sicherheitsrelevante Themen abarbeiten Einsatzorganisationen und was auch immer um eben auf der einen Seite das Ziel wo wohl man hin als Ganzes aber auch den einzelnen Leuten die Möglichkeit geben sollen da Dinge aufzuzeigen und nicht bestraft zu werden so wie es Wie es einmal war in diesen hierarchischen Systemen, also flache Hierarchie, klare Ziele und gemeinsame Kultur wie wir da hinkommen.
01:15:00: Was müssen wir schaffen damit wir aber auch gerade unsere jungen Kolleginnen und Kollegen für die wir ja verantwortlich sind dass sie im Job bleiben und das sie nicht wie Natja zumindest zeitweise Woanders hingegen.
01:15:20: Ja, ich glaube wir müssen genau diese Just Culture von der viele schon lange reden endlich schaffen dass wir von diesem Blaming wegkommen das ist eigentlich diese Lernkultur.
01:15:32: also dass wir das etablieren für die Kollegen und ich glaube da es ist an denen jetzt sage ich mal mehr oder weniger älteren von uns und meinen uns alle irgendwie in einem Form Dass wir das wirklich auch ernst vorleben dass wir aktiv Feedback geben und uns aktiv Feed back einholen, das auch wenn wir müde sind es versuchen zu debriefen.
01:15:56: Dass wir ganz aktiv ansprechen was unsere kognitive Performance beeinflusst, dass wir unter Stress egal wie sicher ist vielleicht manchmal scheinbar anders funktionieren als Nicht-Unterstress, dass wir das aktiv genauso zum Thema machen wie Wir müssen lernen, ZVK zu legen.
01:16:14: Wir müssen Lern die Intubation zu machen also, dass wird es aktiv unsere mentale Performance zum Thema Machen Zum Lernthema in jeder Facharzt Ausbildung will weil egal in welche Fachrichtung wir eigentlich schauen haben wir immer diese Performance unter Stress.
01:16:30: Also ich würde jetzt mal behaupten selbst Dermatologen haben bestimmt Mal Stress und auch für deren Fachartsausbildung spielt das vielleicht nicht ganz so eine große Rolle.
01:16:38: Aber dass wir das wirklich zu einem Lernbereich, zu einem Thema machen.
01:16:43: Denn dann werden es auch mehr und mehr alle Ärzte nehmen denn... Es ist jetzt vielleicht ganz klingtbühnend aber wir haben ja recht!
01:16:48: Das ist ja total wichtig!
01:16:49: Ist ein total wichtiges Thema.
01:16:51: Und wenn wir es schaffen einfach in die Breite zu tragen zu einem wichtigen Lernthema zu machen genauso wie Die Reanimation ist ein wichtiges Lernthema unserer Kognition und wie wir unser Stress performen.
01:17:02: Ich glaube wenn wir so eine Kultur etablieren können wir unsere jungen Kollegen total viel erreichen.
01:17:08: Aber da darf man auch nicht vergessen, dass sich die Chefs gefordert sind.
01:17:13: Die Führungskräfte ganz elementar.
01:17:17: Die Handaufvorbildwirkungen und das Zweiteis ist noch vieler größeres Thema.
01:17:23: Wir werden diese Kultur, diese Just-Called Psychologische Sicherheit wie wir es nennen.
01:17:29: Das können wir Notfallmediziner schon für uns wünschen.
01:17:33: Letzten Endes sind das Unternehmensprozesse, also das ist ein Top-Down Prozess der von den Krankenhausleitungen da musst du alle im Boot haben weil wir brauchen alle Pflegekräfte, wir brauchen sämtliche Berufsgruppen.
01:17:46: Das ist eine Unternehlenskultur, das ist ja ein Kulturprozess, der das ganze Krankenhaus mit einschliesst oder die gesamte Notfallorganisation was es auch immer gibt, Samarita Brunner des Kreuz etc.. Das sind Meilensteine, die man als Unternehmen in Game muss.
01:18:03: Und das kostet Geld!
01:18:04: Das darf man nicht vergessen – es kostet Zeit und personelle Ressourcen.
01:18:10: Ob wir sie haben oder freispielen können im Moment ist ein anderes Thema.
01:18:14: Wir sollten uns trotzdem mit davor verschließen und das vor unseren Führungskräften aktiv einfordern.
01:18:22: Nur so kommen wir weiter und nur so können wir nachhaltig.
01:18:25: und die Berechnungen gibt's ja.
01:18:27: Es gibt ja deutsche Kliniken, ich weiß es.
01:18:30: Die haben das ganz erfolgreich umgesetzt schon am Ende.
01:18:32: der Große Unikliniker sind da gut dabei und haben das abgeschlossen.
01:18:36: Man spart sich am Ende Geld die Personalflugtationen nehmen ab, die Krankenstände nehmen ab... Also man kann das messen.
01:18:42: Der Erfolg von solchen Umstrukturierungen ist messbar und wissenschaftlich auch belegbar
01:18:49: Und ich glaube es ist essentiell dass wir diese persönlichen Schutzfaktoren von den jungen Kollegen, von dem Nachwuchs
01:18:57: fördern.
01:18:58: Stichwort ist hier Code of Armor also dieses Thema das Selbstvertrauen dass sie das erlernen werden Also auch das was wir in diesen jungen Jahren hatten.
01:19:11: wie kann man das irgendwann alles managen und man wächst in die Situation rein?
01:19:15: Den Optimismus für die Sache nicht verlieren aber auch den Enthusiasmus und die Begeisterung weiter zu fördern in Kombination dann mit den verschiedenen Trainingselementen der Ausdauer immer wieder da anzusetzen, wo es notwendig ist um dieses Potpourri und dem mit einem gesunden Selbstbewusstsein.
01:19:40: Mit einer Faszination, mit einer hohen Begeistigung für das tägliche Doing Weil, also weiß nicht wie es euch geht.
01:19:48: Ich würde heute wieder genau diesen gleichen Beruf wählen weil ich ihn einfach gerne mache, weil ich gerne die Notfallmedizin sei es in der Notaufnahme, sei es im OP, sei draußen auf der Straße.
01:20:01: da fühle ich mich zu Hause.
01:20:02: und ich glaube diese Begeisterung wenn wir weitergeben können, wenn wir sie vermitteln können dann ist das auch... Das ist nicht nur ein Schutzfaktor für mich, weil Engagement.
01:20:16: Wenn ich das vermitteln kann, dann kann ich auch die jungen Kollegen auf den Weg bringen der ihnen selber ganz viele Schutzfaktoren mit an dem Weg gibt, denen selbst helfen einen guten Weg zu gehen, der hier und da vielleicht ein Stückchen einfacher ist als er vielleicht bei uns war aber deswegen nicht schlechter sondern ganz im Gegenteil, sondern wir fördern genau diese Dinge wo wir heute zurück schauen Da müssen wir daran arbeiten, dass wir auch morgen noch genauso begeisterte Kolleginnen und Kollegen haben wie wir jetzt hier zusammensetzen.
01:20:50: Und der eine malt ein Bild und alle vier oder fünf lachen weil er einfach wissen wovon er spricht.
01:20:57: und ich glaube diese Begeisterung für unseren Job die müssen wir auf die Straße bringen und sie anhalten daran das Sie sich auf den Weg machen mit Belastungen lernen umzugehen mit all den Tools die wir heute Abend auch besprochen.
01:21:13: Zwei Gedanken, die ich bei dem gesagten noch los werden will.
01:21:15: zum einen zu dem was Doroh gesagt hat.
01:21:17: Das ist ein Satz der mir aus eurem Artikel der so unglaublich präsent ist und immer noch.
01:21:23: Der Druck ist nicht das Problem, der Druck ist unser Arbeitsplatz.
01:21:25: wir müssen nur lernen damit umzugehen freizitiert.
01:21:29: Und das finde ich wiegelt es sehr genau wieder was Dorow gesagt hat.
01:21:33: also den Druck haben wir alle in unserem Job.
01:21:37: Wir müssen für uns und unsere jungen Kollegen nur einen Weg finden, wie man damit umgeht.
01:21:42: Und zu dem was Lukas und Dominik gerade gesagt haben habe ich gerade gelesen und es passt so super gut dass wir als Führungskräfte in der Medizin manchmal unsere Rolle falsch definieren.
01:21:54: viele sehen ja ihre Rolle als Fährungskraft in der medizin gerade in der klinischen Versorgung in der Patientenversorgung die Rolle ist viel mehr dafür zu sorgen das es unseren Assistentinnen und Assistenten gut geht den Pflegekräften und allen drumherum.
01:22:09: Und die machen dann Großteil der Patientenversorgung, wenn ich das gelesen habe so genau das ist es und das passt zu dem was ihr sagt?
01:22:17: Ja und ich hab vielleicht noch meine Abschluss bemerkt weil Lukas gesagt hat ja und es kostet Geld und es braucht ein großes ganze System.
01:22:24: Ich würde gerne einfach noch einbringen einen Satz den mein ehemaliger Mentor ganz oft wiederholt hat und wo ich glaube dass Stimmführungen fängt bei sich selbst an Und auch wenn das große ganze System uns nicht immer die Möglichkeiten gibt, wie wir uns das erhoffen kann.
01:22:38: man denke ich ganz viele Aspekte von dem was wir heute Abend besprochen haben.
01:22:43: Auch in seinem Einflussbereich denn jeder führt ja irgendwie Ja, nicht nur der Chefarzt führt oder der Oberarzt.
01:22:52: Sondern jeder führt ja auch in der Situation einen Team und deswegen mag ich diesen Satz auch sehr gerne eine Führung fängt bei sich selbst an dass man also ein paar Aspekte vielleicht für sich selbst für seine Arbeit für seine Führungsrolle in dem individuellen team mitnehmen kann das würde ich mir wünschen.
01:23:06: wenn wir das irgendwie rüber gebracht haben wie Dominic so was man ja nicht sehen kann begeistert gestimulierend dann glaube ich haben wir schon ganz viel erreicht.
01:23:15: Doro, vielen Dank für deine Zeit.
01:23:18: Ich finde das war ein ganz tolles Gespräch.
01:23:21: Genau ich glaube damit haben wir schon ganz viel abgearbeitet und ich nehme ganz viel aus dem Gespräch mit.
01:23:28: deswegen so als Abschluss wenn ihr es kurz machen würdet was würdet ihr jungen Kollegen und Kolleginnen mitgeben damit sie handlungsfähig bleiben auch wenn schwierig wird?
01:23:41: Ich glaube, man muss den jungen Leuten Mut machen.
01:23:45: Kein Meister ist vom Himmel gefallen Es dauert ein paar Jahre bis dir der Schuh passt.
01:23:50: Das ist so und Fehler machen wir alle.
01:23:53: Und an diesem Druck und diesen Herausforderungen Man muss es als Herausforderung sehen und man kann definitiv dran wachsen.
01:24:01: Und das ist das was uns dann am Ende doch zu besonderen Menschen und Medizinern macht die in solchen Situationen noch anlungsfähig bleiben.
01:24:10: Und an dem wir zerbrechen, sondern an den Wachsenen.
01:24:13: Das ist das Spannende daran.
01:24:15: Ich glaube es schafft man wenn man eine Kultur das Miteinander hat, dass die Jungen gut mitnehmen, die jungen beschützen.
01:24:24: Man kann dran wachsen und man muss nicht dran zerbrechnen aber das setzt halt ein gewisses Umfeld voraus, dass das dann funktioniert.
01:24:31: Das ist ein bisschen österreichisch jetzt und mir hat einer meiner klinischen Lehrer nicht immer zu mir gemerkt, wenn nur man eines so schnell stirbt der Mensch nicht.
01:24:42: Du hast immer Zeit zum Nachdenken.
01:24:47: Was Lukas gesagt hat ich glaube das ist ein Leerspruch den Jäger da junger anders dieses irgendwann mal mit auf den Weg bekommt und den wir alle kennen dass es also nicht nur Österreich spezifisch auch mir wurde dieser Satz mal gesagt habe.
01:25:00: ich glaube wir müssen bei uns anfangen um eine Arbeitsatmosphäre zu schaffen, die die jungen Kollegen damit nimmt wo wir sie hinbringen wollen.
01:25:12: Dass wir sie begleiten dass wir ihnen wie vorhin schon gesagt Selbstvertrauen geben und auch unseren Enthusiasmus oder unsere Begeisterung für die klinische für die medizinische Arbeit Weil ich glaube, du hast das vorhin gerade so schön gesagt und die Doro auch.
01:25:34: Wie wollen wir leben?
01:25:35: Und müssen wir in der Klinik noch derjenige sein, der die gute Medizin macht oder müssen wir die Teams dahin begleiten, dass wir gemeinsam gute Medizinen machen können und eine gute Patientenversorgung machen?
01:25:47: Ich glaube, Thorben, es war ein großer Schlüsselsatz, der mich nachhaltig so ein bisschen im Kopf geblieben ist.
01:25:55: Wir sind diejenigen, die diese Kultur und die Atmosphäre und die Kommunikation schaffen.
01:26:01: Damit die jungen Kollegen auf eine schöne Art und Weise lernen wie großartig die medizinische Versorgung in allen verschiedenen Fachgebieten sei es Chirurgie, Innerer Medizin, Notfallmedizin aber auch die vorhin erwähnten Thermatologen oder anderen Fachgebiete die sicherlich auch wenn wir das vielleicht nicht so beurteilen können Genau so viele Begeisterungen mit sich bringen, wie unser Fachgebiet ist für uns.
01:26:27: Super!
01:26:28: Vielen vielen Dank euch allen für eure Zeit und das tolle Gespräch.
01:26:32: Ich hatte ganz ganz viele Aha-Momente Und schön dass ihr euch die Zeit genommen habt Ganz ganz inspiriert.
01:26:39: Ja
01:26:39: vielen vielen Dank für die Einladung Und ich bin gespannt was hinten rauskommt.
01:26:46: Ich frag mich ja drauf.
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