"titriert" Journalclub September 2026
Shownotes
Der Journalclub der September Folge 2026 hier in der "titriert" Version. Viel Spaß beim Hören! ACHTUNG! Für die "titriert"-Folgen gibt es keine CME-Punkte!
Transkript anzeigen
00:00:00: Dann kommen wir zum Journal Club.
00:00:03: Und ich würde einfach mal durchstarten und gleich meine erste Studie.
00:00:06: Die Studie ist im BMC Anesthesiologie erschienen, im Juli zwanzig sechsundzwanzig.
00:00:14: Und es ist Open Access.
00:00:16: also jeder kann da reingucken und der wohlklingende Name is See Effect of Esketamin on emergence delirium or agitation in children after anesthesia ist eine Systematic Review und Meteranalyse.
00:00:33: Ja, genau.
00:00:35: also verbindet natürlich etwas oder verbindet Sachen die ich gerne mache Kinder Anästhesie und besonders Ketamin beziehungsweise S-Ketamin, Emergence Delirium also oder Emergence Agitation.
00:00:50: jeder der schon mal Kind im Aufwachraum betreut hat Nicht jeder, aber die meisten werden das schon mal erlebt haben.
00:00:56: Dass man plötzlich schreiende panische Kinder hat, die kaum oder die schwer zu bändigen sind und die Gründe dafür sind übrigens völlig unklar.
00:01:06: also es gibt keine richtig guten Thesen warum manche Kinder so reagieren.
00:01:13: Es gibt ein paar Faktoren wo man weiß dass sie das fördern.
00:01:19: Die möchte ich auch nicht ungenannt lassen.
00:01:20: Das ist nämlich das Alter der Kinder, die Artechirurgie.
00:01:24: Ein unabhängiger Risikofaktor ist die Anwendung von Seewulflorane und Schmerzen.
00:01:31: also wie schmerzhaft ist?
00:01:32: natürlich so ein bisschen Artecherurgie aber Schmerze nach dem Eingriff sind Risikophaktoren.
00:01:40: Wir wissen aus vorherigen Metaanalysen dass Ketamin dabei helfen kann.
00:01:49: Und jetzt ist die Frage, hilft esketamin?
00:01:51: Was ja häufig in Deutsch sprachigen.
00:01:54: Paula habt ihr esketamine oder Ketamin bei euch in der Klinik in der Schweiz?
00:01:59: Ketamine.
00:02:00: Ketamine.
00:02:01: Esketamin was ja in vielen deutschen Bereichen häufiger da ist also das S-Inertium mehr was ungefähr doppelt so potent ist zumindest was die energetische Wirkung angeht.
00:02:11: Da ist man sich ziemlich einig dass es dort doppelt zu potent ist.
00:02:14: was andere wirkungen angeht da streiten sich die Gelernten manchmal ob die doppelte Potenz da auch
00:02:19: da ist.
00:02:20: Ist das genau so wirksam?
00:02:22: Was haben sie gemacht, Sie haben Studien geblättert und haben von nach Studien gesucht, die von zwanzig zwölf bis heute also beziehungsweise bis zwanzich fünfundzwanzig veröffentlicht wurden und sich mit Emergence Delia und Esketamin beschäftigt haben.
00:02:39: Und zum Anfang hatten sie hundertfünfzig Studien, die eingeflossen sind Und am Ende, wie das immer so ist mit allen Ausschlusskriterien.
00:02:50: Nicht alle Einschlusskriterie war das meiste.
00:02:52: Waren selbst Reviews, waren nur Case-Reports, waren doch erwachsene Studien, waren Ketamin... sind dann elf Studien übergeblieben!
00:03:01: Aber es ist trotzdem eine Metaanalyse.
00:03:04: und diese elf Studien witzigerweise entweder aus dem deutschen Bereich oder Ich sage jetzt mal an den Namen China, hauptsächlich China.
00:03:12: In China scheint Skatamin relativ verbreitet zu sein.
00:03:15: Also es scheint ein deutsches oder chinesisches Phänomen zu sein kann ich zumindest aus den Studien hier sagen.
00:03:21: und dann haben sie geguckt wie gut wirkt das Skatamine?
00:03:27: Von diesen elf Studien hat Skataminen beim Emergence Delia, Emergency Agitation tatsächlich zu einer signifikanten Senkung geführt.
00:03:39: Nun muss man einschränkend sagen, dass die Studien sehr heterogen sind was die Dosierung des Esketamin angeht und auch was den Weg der Gabe angeht.
00:03:52: aber das macht das Ganze auch spannend weil man zumindest sagen konnte sie haben das ganze dann in eine Low-Dose Group eingeteilt und die Low-dose Group ist unter Gruppe ist drüber.
00:04:11: Und bei der Hidos-Gruppe war der durchbrechende Effekt nicht gegeben, während er bei der Lodosgruppe gegeben war.
00:04:18: Das heißt hier ist weniger scheinbar mehr also unter Null Komma.
00:04:22: fünf Milligramm pro Kilogramm Führte zu einer besseren Durchbrechung und die Nasale Route War besser geeignet als die IV Route was ich auch spannend finde.
00:04:35: das wiederum kann man sich natürlich Also, das ist eine reine Theorie.
00:04:40: Kann man aus dieser Studie noch nicht herausnehmen?
00:04:42: Könnte man sich erklären, dass über IV es natürlich relativ schnell anflutet und dann selbst wieder... Es führt ja auch zu mehr Handeluzinationen wenn man's IV gibt und zu mehr Disestisien Und das könnte natürlich bei der Nasalengruppe einfach weniger da sein.
00:04:57: Aber alles Theorie.
00:04:59: Hierbei ist es so.
00:04:59: in den Studien in denen es Nasal gegeben wurde hats das besser durchbrochen In der Lodos Gruppe.
00:05:05: Wie gesagt, es ist eine Meta-Analyse.
00:05:08: Ich will da zu der ganzen Art und Weise gar nicht so viel sagen weil ich mich damit auch... Also ich kann die Meta Analyse nicht gut kritisieren.
00:05:17: Da haben wir schon mal darüber gesprochen dass das meine Fähigkeiten ein bisschen überstreit.
00:05:22: aber was sie noch gemacht haben Sie haben nach geguckt ob es den Paint Score und Ponf beeinflusst bei den gleichen Studien.
00:05:33: Und der PainScore, oh Wunder.
00:05:35: wurde positiv beeinflusst durch die Ketamingabe.
00:05:38: das konnte man sich jetzt vielleicht auch fast denken.
00:05:42: Ponf wurde nicht beeinflußt.
00:05:44: aber Nicht-Beeinfluss heißt nicht nur nicht positiv beeinflussen es wurde auch nicht negativ beeinflust.
00:05:49: also dass es Ketamine hat keinen Ponf gemacht.
00:05:52: Ponff war einfach genauso häufig ist hat aber auch nichts gebracht um Ponff zu vermeiden.
00:05:56: Genau!
00:05:57: Die Studie Mehrere Nachteile oder die Meta-Analyse, der Hauptnachteil ist die Heterogenität bei elf Studien von der Dosierung und auch vom Gabeweg.
00:06:13: Als auch das Problem dass viele Sachen unterschiedlich gemessen wurden im Sinne von anderes Scores benutzt und so was, sodass Emergent Stilia einfach nicht ganz klar definiert und in den Studien zum Teil auch unterschiedlich definiert oder an den Scores unterschiedlich gehandhabt.
00:06:34: Das macht das Ganze so ein bisschen unscharf, ich glaube man kann trotzdem sagen dass sowohl Ketamin als auch S-Ketamin einen praktikabler Weg ist um es im Aufwachraum zu behandeln und so den Kindern zu helfen.
00:06:50: was sich noch spannend fand auch rausrechnen konnten aus ihren elf Studien, dass Sevo Floran ein unabhängiger Risikofaktor ist.
00:07:01: Weil sie aus ihren Daten auch heraus rechnen konnte, das Sevo-Floran einfach bei Kindern mehr Immersion macht.
00:07:14: So weit meine Studie.
00:07:15: also Ketamin ja sowieso einerseits eine Schrotflinte andererseits Aber auch ein Medikament mit vielen Facetten und auch hierbei sicher einsetzbar.
00:07:30: Sehr, sehr spannend!
00:07:32: Ich finde es tatsächlich sehr cool weil das ja schon einfach ein verbreitetes Phänomen ist und mehr Pfeile im Köcher zu haben und auch zu wissen welche Dinge man vielleicht vermeiden sollte total gut ist.
00:07:47: Ich habe übrigens bewusst Häufigkeiten hier vermieden, wie oft das vorauftritt weil die Definition so unterschiedlich sind.
00:07:53: Und über die unterschiedlichen Definitionen die Häufigkeit auch schwanken wie viele Kinder das haben.
00:07:59: also
00:08:00: cool.
00:08:01: ich würde gerne weiter machen mit meiner Studie.
00:08:03: ich hab diesmal eine recht kurze Studie Und der Titel der Studie ist Where Should We Compress Ultra Sound Identification of the Ideal Area Of Maximum Compression for CPR.
00:08:14: Ist von Lorena Marinets et al und erschien in Resuscitation im September, so sehr aktuell.
00:08:23: Besonders gefreut habe ich mich dass es bei diesem Paper sowohl eine erst als auch letzte Autoren gibt.
00:08:29: deswegen wollte ich das gerne einmal erwähnen.
00:08:32: Gemäß den aktuellen Reanimations Guidelines wird ja eine Kompression über dem unteren Drittel des Sternums empfohlen und also mittleres oder unteres dritte.
00:08:42: Und es ist nicht ganz klar, ob diese Landmarken gesteuerte Empfehlungen sich wirklich mit der Ideal Area of Maximum Compression deckt?
00:08:51: Was ist die Ideal area of maximum compression?
00:08:54: Das hat man definiert als den linken Ventricke, den man bevorzu komprimieren möchte mit der Idee dass man dort halt bestmöglich Auswurf generieren kann in dem Körperkreislauf.
00:09:07: Jetzt fragt ihr euch vielleicht diejenigen denen im Thema ein bisschen bewandert sind ja aber wie ist das denn jetzt?
00:09:12: Mit der Torax-Pumpe wollen wir wirklich Blut aus dem Herz raus drücken.
00:09:16: es ist nicht viel mehr die Torax Pumpe die bei der Reanimation wichtig ist.
00:09:20: Das ist nicht abschließend geklärt, aber Fakt ist dass wir auf jeden Fall nicht den LVOT also den linksventrikulären Ausflustrack komprimieren möchten.
00:09:29: Weil wenn wir den komprämieren ganz egal über welchen Milchanismus sich Blut im Körper bewegen soll kommt kein Blut in den Körper, wenn wir das zudrücken.
00:09:37: Das ist glaube ich logisch.
00:09:38: Dieser Fragestellung ob wir eigentlich am richtigen Ort die Torakkompression durchführen hat sich diese Studie beschäftigt.
00:09:45: Zu den Methoden ist es eine prospektive Beobachtungsstudie einer Notaufnahme in Florida, die an stabilen PatientInnen und gesunden ProbandInnen durchgeführt wurde.
00:09:54: PatientenInnen wurden ausgeschlossen wenn sie jünger als achtzehn Jahre alt waren im Haftwahn kein Englisch oder Spanisch sprachen während der Untersuchung ins Stabil wurden und kein ausreichendes Schallfenster zur Darstellung der KDL-Instrukturen hatten.
00:10:09: Es wurde dann sonografisch der Prozessusxiphoidos und das Jogulum identifiziert.
00:10:14: Und dazwischen wurde ein Gitternetz oder so eine Art Koordinatensystem, das sieht so ein bisschen aus wie bei dem Spiel Schiffe versenken auf den Torax aufgeklebt.
00:10:23: Also so einen Gitternetz auf der einen Seite stehen irgendwie Buchstaben A bis Z und auf der anderen Seite stehen Zahlen also wirklich so bisschen wie bei Schiffeversenken.
00:10:31: Und dann haben die Patient- oder ProbandInnen besser ein TTE bekommen mit der Area of Maximum Compression und des LVOT.
00:10:48: Und man hat dann in diesem Gitternetz quasi die Koordinaten dieser beiden kardialen Strukturen erfasst, und dann hat man das Verhältnis des empfohlenen Orts der CPR mit der Lokalisation dieser beiden Kardialstrukturen verglichen Proband-Innen in einer Art Heatmap dargestellt.
00:11:08: Das kann man sich an dem Paper angucken, das sieht ganz cool aus!
00:11:11: Es sind dann einfach so rote Orangen und grüne Kästchen je nach Lokalisation wie oft der LVOT oder der linke Ventricle an diesen Stellen zu finden waren.
00:11:21: Zu den Ergebnissen zwischen Juli gesunde Probandinnen in die Studie eingeschlossen.
00:11:33: Es war nur ein Drittel Frauen und ungefähr siebzig Prozent weiße Personen, das ist einfach nun nochmal wichtig wenn wir gleich zu den Limitationen kommen.
00:11:42: Der mediale seitliche Abstand vom Sternum war vier Zentimeter für den linken Ventrickel und eins Komma fünf Zentimeter.
00:11:52: Bei fünfzig Prozent der untersuchten Personen lag der LVOT sogar im Bereich des Sternums und der linke Ventrickel lag nur bei zwei Komma sieben Prozent im Bereich das Sternum.
00:12:04: Eine größere Körpergröße und ein höheres Gewicht waren nicht mit einer signifikant anderen Position der kardialen Strukturen assoziiert als bei den anderen Personen Aber man hat sich leider zu Sachen wie zum Beispiel das Geschlecht hinsichtlich der Unterschiede nicht angeschaut.
00:12:22: Also, man hat nur Körpergröße und Körpergewicht zusätzlich nochmal untersucht als Subgruppe.
00:12:28: insgesamt Scheint es also nach dieser anatomischen Ultrascheißstudie, dass der ideale Druckpunkt eher vier Zentimeter links lateral des Sternums wäre als genau über dem Sternum?
00:12:39: Weil wir genau über den Sternum eher den LVOT komprimieren als den linken Ventrickel.
00:12:44: Was wie vorhin erklärt suboptimal ist.
00:12:47: das deckt sich auch mit Studien die ein TEE unter Reanimation durchgeführt haben, wo häufig eine Obstriktion des LVOT durch die CPR gesehen werden konnte und nach Veränderung des Druckpunkts nach weiter lateral ein besseres ETCO-II als surrogat für eine bessere Kompressionsqualität gezeigt werden konnte.
00:13:08: Zu den Limitationen dieser Studie ist es nur eine Single Center Studie.
00:13:11: Es ist eine anatomische Ultraschallstudie.
00:13:13: also es wurde nicht unter laufender Reanimations und nicht an echten Patientinnen gescheitelt sondern Personen quasi um sich die Anatomie anzuschauen und es wurden Personen mit einer schlechten Schei-Qualität ausgeschlossen.
00:13:27: Das ist, finde ich relevant weil ja gerade bei sehr adipösen Personen oder bei Personen die zum Beispiel eine Trichterbrust haben, die anatomischen Landmarken und die kardialen Strukturen vielleicht in einem anderen Verhältnis zueinander liegen und damit dass ich das mit dem Druckpunkt nochmal verändern könnte.
00:13:43: Insgesamt ist das natürlich nur eine hypothesengenerierende Studie.
00:13:46: Trotzdem, gerade da sich es mit anderen Ultraschallstudien unter Reanimation zu decken scheint finde ich den Ansatz sehr spannend und man sollte ihn auf jeden Fall weiter verfolgen am besten halt zum Beispiel in der großen TE-Studie unter Reanimation um das wirklich zu verifizieren und auch zu gucken wie man das optimieren kann.
00:14:07: Die AutorInnen schreiben dann noch, dass man da vielleicht einen individualisierteren Ansatz braucht.
00:14:12: Das wiederum sehe ich sehr kritisch weil eine Reanimation einfach davon profitiert das es eine hoch standardisierte Situation ist.
00:14:20: und in unter laufende Reanimations individuell zu gucken wo muss sich jetzt drücken unterfordert glaube ich die aller allermeisten Teams außer die wirklich täglich reanimieren und vielleicht dafür die mentalen Kapazitäten haben.
00:14:33: in dem Moment Wenn man natürlich auf einer hochspezialisierten Cardiointensivstation arbeitet, wo man unter laufender Reanimation regelmäßig TEIS machen kann.
00:14:42: Dann ist es großartig und dann sollte man das auf jeden Fall machen weil dann hat man quasi real-time Monitoring der Druckqualität.
00:14:53: Du hast glaube ich gerade dich versprochen, du hast gesagt unterforderte Teams.
00:14:58: Überfordert,
00:14:59: ja nein das.
00:15:00: Wünschenswert aber ich glaube auch dass das viele teams überfordert.
00:15:05: jetzt denkt man in Rettungsdienst-Athogteams die sich nicht gut kennen Schallen TEE sowieso nicht mögliche bei TEE haltig auch für schwer.
00:15:19: Was ich mich frage, so gefühlt wenn wir anfangen zu reanimieren die ersten drei mal drücken ist ja eben mit dem serie verbunden.
00:15:26: gilt es dann noch wenn das quasi instabiler ist?
00:15:29: also Das ist ja dass was du gesagt hast.
00:15:31: Ist eine anatomische landmarkenstudie.
00:15:34: Die frage ist ob diese anatomischen landmarkend dann noch gelten wenn da fleger maik hundert kilo tätowiert Da dreimal draufgedrückt hat oder ob sich die anatomie dann nicht halt ordentlich verschoben hat.
00:15:47: Wir haben Flieger Mike in der Notaufnahme.
00:15:49: Der ist zwei Meter groß, wiegt hundert Kilo Körperfettanteil drei Prozent.
00:15:53: wenn er anfängt auf die rumzudrücken ist das völlig wild.
00:15:56: Ja absolut aber die Tattoo ist ein... Aber Mike
00:15:59: ist tätowiert!
00:16:02: Ja nein also ich finde es einen ganz spannenden Punkt Dominik.
00:16:07: Das wurde da natürlich nicht untersucht.
00:16:08: deswegen kann man dazu keine Aussage treffen.
00:16:12: Ich schalle ja im Moment, also ich bin im Moment ja im Echo gerade auf Rotation und tatsächlich ist mir das auch schon aufgefallen dass der LVOT einfach verdammt nah am Sternum liegt.
00:16:23: Also ob das mit Rippensirienfrakturen sich so sehr verschiebt wahrscheinlich tendenziell würde ich sagen eher nicht weil die Orta und alles das bleibt ja da in der Regel.
00:16:32: was denn gehört?
00:16:33: Also im Bestfall genau!
00:16:35: Sonst hat Pfleger Mike ein bisschen zu doll gedrückt.
00:16:39: Aber das also wild, dass es ein geiles Lernen dieser Studie.
00:16:42: Das war mir nicht klar, dass der Ausflussdruck anatomisch doch so nah am Sternum liegt.
00:16:47: Das hatte ich nicht auf dem Schirm!
00:16:48: Ja wenn du schallst zum Beispiel, wenn du in einer Parastenaille lange Achse machst im Echo dann siehst du, dass die LVOT unmittelbar neben dem Sternum ist?
00:17:01: Macht total Sinn, wenn Du das sagst, hatte ich trotzdem nicht auf den Schirm.
00:17:05: Okay vielen Dank und Spannend, was da irgendwann draus wird.
00:17:11: Ich bin sowieso gespannt, was aus Ultraschall bei Reanimationen wird.
00:17:14: Zurzeit sind ja alle noch sehr zurückhaltend.
00:17:16: ich kann mir nicht vorstellen dass das langfristig so bleibt ohne dass sich die Limitation und den Zeitverlust.
00:17:23: ich verstehe das alles und ich sehe das auch.
00:17:26: Na, ich glaube das hat was mit der Team-Performance zu tun.
00:17:29: Also ich glaube es hat etwas damit zu tun dass es halt im Moment nur in den Teams funktioniert die darin geübt genug sind, dass nicht andere evidenzbasiertere und wichtigere Dinge hinten runterfallen.
00:17:46: Dann würde ich weitermachen oder wirst du Herrn Hing?
00:17:49: Mach mal ein Reus!
00:17:50: Ich schließe ab.
00:17:51: Alles
00:17:51: klar, das Beste kommt zum Schluss.
00:17:53: Meine Studie hat Dana mir zugeworfen.
00:17:55: Ich hatte schon mal was Ähnliches gemacht.
00:17:57: Da ging es um Tiva vs Volatile Anesthesi bei Kulorektale Chirurgie Und Dana hat mit den Vital Trial zu geworfen.
00:18:05: Das ist Teutra.
00:18:06: Enterbinus versus Volatil in He... Dana hat mich mit den Vital Trial zugeworfen Total intravenous versus volatile inhalational anesthesia for major non cardiac surgery.
00:18:22: aus dem drama von Jetzt wird's wild janji et all ich hoffe.
00:18:27: Ich habe das richtig ausgesprochen aus dem august- sixen zwanzig.
00:18:32: Ich finde nicht gut dass dominik das gerade noch mal korrigiert hat.
00:18:35: schlechtes englisch ist teil dieses podcast
00:18:39: Dann lass es gerne drin denn schneide sich raus was ich fein für mich.
00:18:45: Genau, warum oder was ist der Kontext dieser Studie?
00:18:49: Und da möchte ich zwei Aussagen aus dieser Studi- beziehungsweise als erletzten Studie, die ich vorgestellt habe wirklich zitieren.
00:19:15: Gase stehen im Verdacht, das Überleben zu verschlechtern in der onkologischen Chirurgie und die Frage, die ja immer noch ehrlicherweise nicht abschließend geklärt ist.
00:19:26: Wir haben ja Hinweise aber sind Narkosegase oder inhalative Anästhesien schlechter für die Umwelt als die Tivas?
00:19:36: Der Weithill-Trial hat sich dem Ganzen genährt indem er gefragt hat, ist Tiva besser als Gas?
00:19:41: Bisher gibt es dafür keine systematische, prospjektive Evidenz.
00:19:45: Was wir bisher wissen und dafür gibt es Evidenzen?
00:19:47: Das wird in der Studie auch zitiert ist.
00:19:49: Tiva beschleunigt die postoperative Rekonvaleszenz.
00:19:52: Tiver reduziert Ponf- und Tiva reduziert postoperrative Schmerzen.
00:19:58: Was ich spannend finde weil in meinem klinischen Alltag mit häufiger argumentiert das Gas ja besser für die post operative Schmerzsituationen ist.
00:20:05: Die Wissenschaft sagt aktuell was anderes.
00:20:08: Was haben sie gemacht?
00:20:09: Die haben eine prospektiv randomisierte, einfach verblindete Multicenter-Studie gemacht mit Hundert und Sechzig Krankenhäusern im UK.
00:20:17: Und die haben einen pragmatischen Open Labelansatz gewählt.
00:20:23: Wie ist die gepowert?
00:20:24: Das ist das was ich vorhin gesagt habe.
00:20:26: Die Autorinnen haben sich tatsächlich gefragt Ist Tiva besser als Gas?
00:20:29: Sie haben es also als Überlegenheitsstudie gepowert.
00:20:31: Das wird später noch mal relevant.
00:20:33: Primary Outcome Das ist ein Primary Outcome, was ich so noch nicht so oft gehört habe.
00:20:39: Und zwar Days Alive and At Home at Thirty days.
00:20:43: At home ist da ein bisschen unscharf definiert.
00:20:46: Die haben At Home definiert mit Nicht im Krankenhaus.
00:20:49: Das heißt es war also egal ob Reha zu Hause Pflegeheimen das war alles At Home.
00:20:54: Secondary Outcomes won Days Alive At Home at Ninety Days, die Mortalität nach dreißig und neunzig Tagen sowie nach sechs Monaten.
00:21:03: Dann haben sie noch einen Fragebogen zur Patientin in Zufriedenheit an Tag eins gemacht zum Delia am Tag drei, Reconvalescence an Tag drei Awareness Phänomene und große postoperative Komplikation immer halb von dreißigt Tagen.
00:21:17: Das Ganze haben sie gemacht von Januar, zwanzig bis April, vierundzwanzig und die Datenextraktion ist über UK Datenbanken erfolgt.
00:21:25: Wie ihr wisst der NHS, der ist ja ein bisschen anders aufgestellt Die fischen da sehr viele Daten ab.
00:21:30: Deswegen kann man postulieren dass die Qualität der Daten vermutlich sehr gut war weil die das nicht extra dafür gemacht haben sondern auch bereits mit bestehenden Datenbanten erfasst haben.
00:21:40: Und wichtige Voraussetzungen wie immer written informed consent.
00:21:44: Was waren die Einschlusskriterien?
00:21:45: Die Patientinnen mussten älter als neunundvierzig Jahre sein, also größer gleich fünfzig Jahre.
00:21:52: Und es ging um elektive Nicht-Herztheorologie, die in allgemeinen Anästhesiege geplant war.
00:21:58: Was waren Ausschlusskriterien und Kontraindikationen für eine der beiden Narkoseformen?
00:22:02: Das heißt Allergien auf irgendwelche Narkotika oder eine maligende Hypothermie oder oder oder.
00:22:08: Und was auch ein Ausschlusskriterium war, die erwartete Mortalität nach der OP.
00:22:12: Wenn die kleiner als dreißig Tage war, dann wurde das ausgeschlossen.
00:22:15: Dann haben sie eins zu eins randomisiert und dafür haben sie einen Computer-Algorithmus genutzt damit sie eine balancierte Zuordnung bekommen.
00:22:22: Das macht doch total Sinn weil die haben ja muskulose Gelettale, OP ist Gefäßchirurgie, Abdominelle Chirurgien, Dorakalische Chirugie
00:22:29: usw.,
00:22:29: alles in einem Topf beworfen.
00:22:30: Dominik ich muss mal kurz einhaken.
00:22:32: Eine erwarterte Mortalität in Tagen gemessen finde.
00:22:36: Die haben sich gesagt, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass der nach der OP weniger als dreißig Tage lebt.
00:22:41: Also wenn sie glauben das er nach der OPE schneller stirbt als dreizig Tage dann haben Sie ihn ausgeschlossen.
00:22:48: Jetzt habe ich es verstanden Davor.
00:22:50: vielleicht war auch bei mir der Knoten im Kopf.
00:22:52: hab ich Das gerade nicht verstanden.
00:22:55: Ja
00:22:58: Genau Rantomisiert mit dem Computer Algorithmus weil die eben die ganzen Chirurgierarten in einen Topf geworfen haben damit das dort gleich verteilt ist.
00:23:05: macht das total Sinn.
00:23:07: Die haben dann noch die frailty gescreened und die OP-Dauer.
00:23:10: Da haben sie den Cutoff gesetzt bei kurzen OPs, die waren kürzer als zwei Stunden und lange OPs länger als zwei
00:23:14: Std.,
00:23:15: damit das eben alles schön verteilt ist.
00:23:17: außerdem noch onkologische Chirurgie oder nichtonkologisch Chirurgie.
00:23:21: Das Ganze ist einfach verblindet, d.h.
00:23:23: nur die Patientinnen sind verblindet.
00:23:25: Das macht irgendwie Sinn.
00:23:26: ich persönlich kann mir schwer vorstellen wie man Tiva und Gasnarcoße sinnvoll verblinden will mit irgendeinem adäquaten Aufwand nutzen, da sind wir wieder bei dem was Torben vorhin gesagt hat.
00:23:37: Das wird glaube ich einfach schwierig.
00:23:39: Randomisierung hat am OP-Tag erfolgt oder ist am OP Tag erfolbt und die Intervention war wirklich rein.
00:23:45: kriegen die Nettiva nach lokalem Standard?
00:23:48: Oder kriegen die Gas jetzt einfach gesagt nach lokalem Standard?
00:23:52: Die restliche perioperative Behandlung war komplett individuell und so wie es an den Krankenhäusern ebenso war Wie das halt beim pragmatischen Ansatz ist.
00:23:59: Wir machen alles so wie immer Außer wir sagen, die kriegen eine Tiva und die kriegen Gas.
00:24:05: Gescreen wurden jetzt neuntausend sechsen zwanzig Patientinnen.
00:24:08: davon haben sechs tausend einhundert vierzig der Einschlusskriterien erfüllt und schlussendlich wurden zwei tausen fünf hundet acht Patienten in den Randon misiert.
00:24:17: das waren dann tausends wahnert fünfzehnfünfzig pro gruppe.
00:24:20: und dann wie es manchmal so ist denn hat jemand sein Konsent zurückgezogen oder oder oder?
00:24:24: am Ende war uns tausenswannhundzwanzig tiba und tausenzweinhalbzwanziggas.
00:24:30: Long story short, kein statistisch signifikanter Unterschied im Primary Outcome.
00:24:35: Das heißt was man aufs primary outcome bezogen sagen kann, Tiva ist nicht besser als Gas aber gibt ein paar spannende secondary outcomes.
00:24:44: wo es einen statistischen signifikanten Unterschied gab nämlich bei der Reconvaleszenz und beim Patientinnenkomfort gab's klare Vorteile bei der Tiva.
00:24:53: Es gab bei der tiva Gruppe zwei Awareness Phänomene in der Gruppe keine Und ansonsten gab es keine signifikanten Unterschiede, auch nicht in irgendwelchen Subgruppenanalysen.
00:25:04: Kommen wir zur Diskussion.
00:25:05: Die Tiva bietet keinen Überlebensvorteil aber im patientenden zentrierten Outcome schneidet sie besser ab.
00:25:11: Da sind wir wieder bei was Thorben vorhin gesagt hat.
00:25:14: Wahrscheinlich ist die Wahl der Narkoseform bei allen anderen Faktoren, die das Ganze beeinflussen, nicht wichtig genug als dass wir dann Mortalitätsbände für draus bekommen.
00:25:23: Wir überschätzen den Einfluss unserer Narkosemedikamente auf sowas Komplexes wie ein Langzeitauskommen.
00:25:30: Einfach!
00:25:31: Also wir hätten das gerne, aber das ist einfach nicht die Realität.
00:25:35: dass ein Narkose-Medikament so riesige Unterschiede macht, dass wir eine dreißig oder neunzig Tagesmortalitätsunterschiede messen können?
00:25:44: Genau was wir sagen können weil das Ganze als Überlegenheitsstudie gepowert war.
00:25:49: Damit können wir sagen, dass die Tiva dem Gas wenigstens nicht unterlegen ist.
00:25:53: Das heißt also was wir schon ableiten können, das werde ich später noch mal sagen.
00:25:57: wenn die Leute Tiva machen wollen, ist es vermutlich völlig okay weil sie eben der Gasnarkose nicht unterlegt ist.
00:26:04: Narkositiven Monitoring bei Tiva bleibt ein Problem.
00:26:07: Die haben sich das jetzt in der Studie nicht explizit angeguckt, weil es eben pragmatischer Ansatz war,
00:26:11: d.h.,
00:26:11: Sie haben nicht erfasst wie narkositive Monitoring gemacht wurde und ob überhaupt.
00:26:17: Aber das muss man eben trotzdem auf dem Schirm haben, dass es bei der Tiva ein größeres Problem ist und dass man sich um dieses Problem irgendwie kümmern muss.
00:26:24: Wobei zwei von tausend... ...zweihundert pro Gruppe finde ich jetzt also awareness auch nicht krass hoch!
00:26:32: Sehr
00:26:34: guter Punkt.
00:26:34: Torben ist natürlich darauf nicht gepowert, so selten wie es aufgetreten ist auch nicht statistisch verwertbar.
00:26:41: Aber da ist es eben aufgetreten und beim Gas nicht.
00:26:44: Und das matcht das, was die aktuelle Wissenschaft sagt.
00:26:46: Deswegen verstehe ich dass, dass die AutorInnen das diskutiert haben und ich sehe das ähnlich.
00:26:51: wenn man sich für eine Tiva entscheidet sollte man wenigstens mal zwei drei aktive Gedanken zu dem Thema verschwenden Was man auch sagen kann aufgrund dieser Studienergebnisse dadurch, dass sie Tiva dem Gas eben nicht unterlegen ist.
00:27:02: damit empfinde ich es als vollkommen legitim und die Autoren sind es auch so dass die Klimaaspekte Raum haben bei der Labal einer große Form da die Patientensicherheit eben nicht signifikant beeinflusst wird.
00:27:13: Was die Studienautorinnen auch diskutieren und das sehe ich ähnlich, und ich denke, dass wir dir genauso sehen man sollte die Narkoseform-Patientin individuell festlegen.
00:27:21: Man sollte sich vorher einmal Gedanken machen was matched für den Patienten.
00:27:25: so ein one fits all approach ist vermutlich nicht sinnvoll.
00:27:29: Und was man aber bei dieser ganzen Diskussion beachten muss Die Studie war gepowered auf das primary outcome Das heißt die secondary outcomes wie wir jetzt besprechen und die ich jetzt quasi als Grundlage für die Diskussion genommen habe.
00:27:41: Dafür war die Studie strenggenommen, nicht gepowert.
00:27:45: Was war gut an der Studie?
00:27:46: Was war nicht so gut an einer
00:27:47: Studie?".
00:27:48: Ich finde das Studiendesign sehr gut!
00:27:49: Ich mag es auch immer sehr wenn sie einen pragmatischen Ansatz wählen.
00:27:52: Das macht den Autorenden natürlich besonders schweren Unterschied raus zu bekommen weil die wirklich viele Patientinnen rekrutieren müssen.
00:27:59: aber ich finde dass ist halt irgendwie real life verändern eine Sache unter alles andere machen wir sowieso wie immer oft auch das, wie Sachen dann implementiert werden in der Klinik.
00:28:09: Und ich finde es betrifft eine sehr aktuelle und klinisch relevante Fragestellung.
00:28:13: also in meinem klinischen Alltag spielt sich gerade nicht so die Rolle weil ich auf der Intensivstation bin.
00:28:16: aber als ich noch im OP-Saal war ist das eine Diskussion.
00:28:19: die habe ich tatsächlich mehrfach die Woche geführt.
00:28:21: machen wir jetzt Tiber oder Gas?
00:28:24: Was ist an der Studie nicht so gut?
00:28:26: Naja, der pragmatische Ansatz hat eben auch Nachteile.
00:28:29: Deswegen kann man jetzt sicherlich sagen vielleicht war die Tiva ja jetzt nur nicht besser weil dort haben sie die mit zu Fentanil gemacht, dort haben Sie die mit Remi-Fentanyl gemacht oder dort haben sich das Gas mit Sevo genommen, die haben noch Isu genommen.
00:28:40: Das kann man alles nicht anschauen, weil es eben ein pragmatischer Ansatz war.
00:28:46: Was nicht schlecht an der Studie war, aber was eine Einschränkung beziehungsweise Limitation dieser Studie ist es die Studienpopulation.
00:28:52: Sie haben sich nur Patientinnen angeguckt, die fünfzig Jahre und älter sind und sie haben sich Nur elektribische Hyrogie angeguckt Und dann noch Onthopsi hat nur im DOK stattgefunden.
00:29:03: Damit muss man sich natürlich fragen inwieweit ist die Studie auf das aktuelle klinische Setting übertragbar?
00:29:10: Was auch noch ein Punkt ist, was die Autorinnen selber definiert haben und das habe ich vorhin schon mal angesprochen.
00:29:16: Zuhause wurde halt definiert aus Abwesenheit der Klinik.
00:29:19: Im Zweifel finde ich es schon einen Unterschied.
00:29:22: Bin ich im Pflegeheim gelandet?
00:29:23: Bin in der Reha gelandete oder bin ich wirklich zu Hause zu Hause?
00:29:28: Und was die autorinnen noch als Limitation gesagt haben... vermutlich aufgrund des Kontextes, warum die Studie entstanden ist.
00:29:35: Ich fand es jetzt nicht so schlimm, der Studie kann halt keine Aussage zu den onkologischen Fragestellungen treffen.
00:29:41: ich habe das ja schon mal vorgestellt.
00:29:42: auch da ist sich die Wissenschaft mittlerweile einig dass das eben nicht so ist.
00:29:46: also das Gas nicht dafür sorgt, dass das Onkologische Outcome schlechter wird.
00:29:50: Aber was für ein Follower-Abbild sind für Metastars?
00:29:54: Ja genau!
00:29:55: Also klar, alles wünschenswert.
00:29:57: Aber dann musst du ja fünf Jahre Follower abmachen
00:30:01: um das... Also meine Vermutung ist dass Sie das Limitation aufgeführt haben weil sie es halt in den Kontext mit reingeschrieben haben.
00:30:06: warum haben wir diese Studie gemacht?
00:30:08: und da mussten sie's wahrscheinlich mit aufgreifen.
00:30:10: ich persönlich habe das jetzt nicht vermisst als ich die Studie gelesen hab.
00:30:13: aber vielleicht gehts an und anders so.
00:30:16: Ich formuliere immer gerne Tech Home Messages.
00:30:19: was habe ich aus dieser Studie mit nach Hause genommen Aus Sicht der Patientin in Sicherheit zumindest bei diesem Patient in der kreenthellen Ordnung aus Klima gründende Tiva zu machen.
00:30:28: Wir sollten uns einmal über einer positiven Monitoring Gedanken machen und ich nehme mit, dass ein Patient in den individueller Ansatz wie so oft vermutlich das sinnvollste ist?
00:30:37: Ja es ja.
00:30:41: ich sag mal Das was wir schon häufiger in diesem Podcast über die Jahre gehört haben Die Unterschiede zwischen die postulierten Unterschiede in beide Richtungen zwischen Tiva Balancierte Anästhesie lassen sich in Studien extrem schwer nachweisen, egal was in irgendwelchen Tiermodellen favorisiert wird.
00:31:05: Was mich immer so ein bisschen stört oder aber mich stört ist das diese ganzen Mischsachen da auch rausgelassen werden.
00:31:12: Zum einen wissen wir nicht ob Sevo oder ISO, aber wir wissen auch nicht was es denn wenn ich Propofol mitlaufen lasse und niedrigen Mack Finde
00:31:19: ich es also immer noch Team Ziva?
00:31:23: Was heißt Team-Ziva, aber ich finde es ohne Evidenz dafür.
00:31:27: das ist ein schlechtes Konzept und diese Evidenzen gibt es nicht.
00:31:31: Ja, finde ich es schade dass es in vielen Bereichen ignoriert wird oder sogar in manchen Bereichen verboten, ohne dass es aus meiner Sicht gute Gründe dafür gibt.
00:31:47: Was ist die Evidenz zu sagen, ich darf das nicht kombinieren.
00:31:51: Außer dass ich von beiden was spare.
00:31:54: und wenn ich tiefer mache also jetzt nach positiven Messungen oder so das kann alles nicht der Grund sein weil da haben beide Ansätze Limitationen.
00:32:05: Ich finde es einfach schwierig dass man immer so schwarz also dass man in diesem Bereich so schwarze und weiß denkt.
00:32:11: Und ich glaube, das was du formuliert hast ist auch ein ganz gutes Learning.
00:32:14: Vermutlich ist die Wahl deiner Kurseform einfach nicht wichtig genug um wirklich so einen krassen Impact zu haben und ich verstehe natürlich die Intention dass wir an den kleinen Stellschrauben die wir haben dann auch schrauben wollen weil wir es ja Patienten individuell so gut wie möglich machen wollen.
00:32:30: aber am Ende ist die Stellschnaube vermutlich einfach nicht groß genug als dass es einen wirklich krassen Einfluss hat.
00:32:38: Gut!
00:32:39: Dann Henning, denn schließt mal den Journal Club ab Das
00:32:42: mache ich gern.
00:32:45: Die Studie, die ich mitgebracht habe trägt den Titel Drug Allergy Labels and Complications after Surgery a Prospective Multicenter Cohort Study von Savage et al aus dem British Journal of Anesthesia.
00:32:59: auch im September zwanzig sechsundzwanzig.
00:33:03: Einer oder eine von vier Patientinnen, die operiert werden gibt ne Medikamentenallergie an oder trägt dieses Label Medikamente Allergie irgendwo im PDMS?
00:33:13: Und laut den Autoren dieser Studie sind neunzig Prozent diese Angaben eigentlich falsch.
00:33:19: Der Grund, dass Wissen wie alle sind harmlos in Nebenwirkungen oder Symptome der Grunderkrankung oder einfach Assignment-Reaktionen die irgendwann vor Jahren mal aufgetreten sind werden fälschlicherweise als Allergie interpretiert und dann einfach von Arztbrief zu ArztBrief übernommen und eigentlich nicht so richtig kritisch mal hinterfragt.
00:33:37: Aber Herr Doktor ich habe doch so Durchfall bekommen vom Antibiotikum?
00:33:41: Ganz genau!
00:33:42: Dass ich das negativ auf die Behandlung auswirken kann, wissen wir vor allem von der vermeintlichen Penizinerlergie und deren Auswirkungen auf die perioperative Antibiotika-Prophylaxe.
00:33:52: Und in dieser Studie wurde jetzt mal der Zusammenhang zwischen diesem Label oder der Infomedikamentenallergie und postoperativen Komplikationen im Allgemeinen untersucht.
00:34:02: Dazu haben sie eine multizentrische Observationsstudie an einzwanzig Krankenhäusern in den UK durchgeführt.
00:34:08: Eingeschlossen wurden Patienten in den achtzehn Jahre oder älter, die sich einem der folgenden Eingriffe unterzogen.
00:34:14: Das konnte sein Hüft- oder Kniegelängsersatz, eine Ostionssythese einer geschlossenen Fraktur eines langen Röhrenknochens, kolorektale Resektionen, transorotrale Resektion der Prostatae und eines Blasentumors, ne Sektio- oder Hysterektomie, Autosketächen, Therapie mit Antibiotik.
00:34:33: in den zwei Wochen vor der OP eine Bereitstadt gab, der vorherige Studienteilnahme.
00:34:39: Dann haben sie natürlich bei den Teilnehmenden erfasst ob eben eine Medikamentallegie dokumentiert war allerdings ganz klar unabhängig davon ob diese wahr oder falsch war also ob sie mal allergologisch ausgetestet worden ist oder nicht.
00:34:54: Als primary outcome haben Sie festgelegt postoperative Komplikation innerhalb von dreizig Tagen nach der OP und darunter haben die zusammengefasst alle postoperativen Infektionen Anastomoseninsuffizienzen, das ARDS.
00:35:07: Myocard infarkt, postseverative Blutung, Lungenbulis, Stroke irgendwelche Nebenwirkungen der antimikrobialen Therapie und Tod also ein ziemlich großer kombinierter Endpunkt.
00:35:20: Secondary Outcomes waren dann nochmal postseparative Wundinfektionen... Ich
00:35:24: muss kurz unterbrechen.
00:35:25: immer wenn diesem Podcast ein kombiniertes Endpunkt erwähnt wird muss Torben etwas sagen.
00:35:32: Es kann nur einen
00:35:34: geben.
00:35:34: Danke Entschuldige bitte Henning, aber ich mach die Regeln nicht.
00:35:38: Also Secondary Outcomes waren postevorative Wunderinfektionen, jegliche postevorative Infektion Die Anzahl der verabreichten antimikrobialen Medikamentklassen Nebenwirkungen der antimikrobiellen Therapie Allergische Reaktionen und nochmal der Tod.
00:35:53: innerhalb von dreißig Tagen zu den Ergebnissen Zwischen März, zwanzig, zweinzwanzig und Oktober, zwanzig, vierundzwanziger wurden die Daten von dreizehntausend siebenhundertzwanzige in freie kommenden Patienten angeschaut.
00:36:07: Da wurden dann nochmal achtundsebzig explodiert so dass schließlich dreizehntausend sechsnaht sechstenvierzig Patientinnen in die Analyse eingeschlossen wurden.
00:36:16: Mein Eindruck von den Basine Characteristics war das die Patientinnen mit dem Allergie Label ein bisschen älter und vielleicht auch ein bisschen krenker waren dafür haben sich aber laut der Angabe in den Methoden, in der statistischen Analyse für bereinigt und ansonsten war das alles ganz gleichmäßig verteilt.
00:36:36: Bei drei tausend neunhundert vierundzwanzig also neun zwanzig Prozent der Patientinnen waren mindestens eine Allergiedokumentiert und davon am häufigsten wie wir es auch so kennen die Penezinialergie mit vierzig Prozent.
00:36:50: Fünffünfzig Prozent der angegenden Allergien waren Unverträglichkeiten gegen antimikrobelle Substanzen Und in dreißig Prozent der angegebenen Allergien bezog sich diese auf Anergetik, das konnten sowohl NSRs als auch Opioides sein.
00:37:05: Zum Primary Outcome Es traten bei twenty-fünf Prozent der Patientinnen mit dokumentierter Allergie eine der postelberativen Komplikationen auf, versus zwanzig Prozent bei den Patienten ohne Allergielabel.
00:37:18: Das macht hier ne Ortsregie von eins Komma zwei Eins und ist signifikant.
00:37:24: Possibortive Wundinfektionen waren ebenfalls häufiger in der Allergiegruppe, acht Komma sechs versus sieben Komma acht Prozent und Infektion generell ebenfalls da neunzehn Versus fünf zehn Prozent.
00:37:35: Das sind also irgendwie Dinge die wir von der Penizien-Energie schon wissen.
00:37:40: Da konnten Sie eben die ja bisherigen Daten reproduzieren.
00:37:44: was mich gewundert hat.
00:37:45: das Risiko für allergische Reaktionen war eine Allergie Gruppe Also nochmals ging nur um dieses Label oder die Infoallergie Ebenfalls höher.
00:37:56: Das mit einer Auswechse von drei möglichen Erklärungen.
00:38:00: für diese Beobachtung konnten Sie auch selber eine Diskussion nicht anführen, fand ich erst mal spannend.
00:38:06: was die Mortalität angeht keine Unterschiede zwischen den Gruppen.
00:38:10: Was ich für mich mitnehme aus der Studie ist die Labeling von vermeintlichen Allergien.
00:38:15: da gibt es Sinn weil sich eben diese falschen Allergienen in vielfältigen possibultiven Komplikation äußern können.
00:38:21: Ich fand den Ansatz Schön pragmatisch und gut nachvollziehen.
00:38:25: Es war einfach das Label Antibiotikalergie ja oder nein, und dann eben die Frage wie sich das auswirkt?
00:38:31: Die untersuchten Eingriffe sind Eingriffen, die tagtäglich in Zahra hin Kragenhaus durchgeführt werden – das ist übertragbar!
00:38:38: Ich bin aber auch ein bisschen skeptisch weil wir eben den schon angesprochenen riesigen kommediierten Endpunkt haben wo sie eben doch wieder alles von Infektion bis Tod in einen Topf geworfen wird und das Problem mit kombinierten Endpunkten kennen wir.
00:38:54: In diesem kombinierte Endpunkt macht auch dann den größten Unterschied eben diese höhere Ratan-Infektion bei der Patientinnengruppe mit Allergien, die meisten anderen Items, die sie untersucht haben waren dann doch auch eher gleich häufig verteilt zwischen den Gruppen also dass da eben ja wie gesagt die postovortiven Infektionen am stärksten ins Gewicht fallen.
00:39:16: deswegen Es klang ziemlich spannend am Anfang und als ich mich dann so reingelesen hatte und auf diesen kombinierten Endpunkt kam, war ich ein bisschen ernüchtert.
00:39:24: Aber an sich trotzdem eine spannende Fragestellung.
00:39:28: Die Frageställung ist super spannend.
00:39:30: Ja der kombinierte Endpunkt macht die meisten Studien immer so ein bisschen.
00:39:36: Was will ich denn da am Ende daraus mitnehmen?
00:39:40: Nur weil statistisch signifikant ist.
00:39:42: Ich sage nicht dass es nicht manchmal für Hypothesengenerierung sinnvoll sein kann, sowas durchzuführen.
00:39:49: Aber um für den klinischen Alltag eines Einzelnen wird es damit meistens schwierig.
00:39:56: Was ich bei Allergien noch häufig denke wenn nicht Fachpersonal verurteile ich das aber nicht Fachpersonal manchmal denke ist... Ist den Leuten einfach nicht klar was eine Allergie ist?
00:40:08: Für uns ist das Glas klar.
00:40:09: Allergy, Distaminfreisetzung oder wie auch immer.
00:40:13: also wir denken ja meistens an die Typ-Eins-Allergie.
00:40:17: Ist das eine Nebenwirkung für einen nichtmedizinisch gebildeten, vielleicht einfach auch eine Form der Allergie?
00:40:29: Kann dir das differenzieren?
00:40:32: Ich glaube nämlich nicht.
00:40:33: Also...
00:40:34: Ich glaube auch dass die Leute nicht differenziert können, dass es Allergien und Unverträglichkeiten gibt und dass das nicht das Gleiche ist.
00:40:41: Ohne Nebenwirkung!
00:40:42: Das
00:40:43: ist nochmal ein komplett neuer Topf genau.
00:40:47: Aber das halt auch, ich habe eine Unverträglichkeit gegen ein bestimmtes Medikament oder ich darf vielleicht aufgrund einer Vorerkrankung einen bestimmten Medikamente nicht einnehmen.
00:41:00: Dass es nicht gleich ist wie in der Allergie da ist glaube ich einfach zu wenig Aufklärung vorhanden.
00:41:06: Also Aufklärungen oder sowas wird in der Schule oder so ja auch... Ich glaube dass begeht einem dann nicht!
00:41:14: Gesundheitsbildung ist grundsätzlich ein großes Thema, was mal angegangen werden sollte in der Schule glaube ich.
00:41:21: Das müssen wir bedenken wenn wir sagen Allergien.
00:41:27: Ich finde aber ehrlich gesagt, dass das von medizinischem Fachpersonal häufig auch nicht optimal gehandhabt wird.
00:41:32: Und das halt häufig Dinge die eben kontrainiziert sind aufgrund einer Vorerkrankung beispielsweise dann einfach unter Allergien eingetragen werden und dann hängt das für den Rest des Lebens dieses Patienten in dieser Krankenakte unter Allerginirum obwohl der die Person noch nie Allergisch darauf reagiert hat sondern vielleicht eine Kontraindikation hat.
00:41:50: Ja oder denn wird also genau Dann wird der Husten auf das Rami-Pril als Allergie gelabelt.
00:41:58: Wo du so denkst, ja ist eine Nebenwirkung... Hatten sie bestimmt?
00:42:02: Ich glaube nicht in das!
00:42:06: Ja genau, das meine ich.
00:42:09: Ich würde gerne noch mal einen anderen Aspekt auffärfen wenn ihr soweit durchsetzt mit einer Diskussion was mich persönlich an dieser Studie abholt oder auch an diesem Ganzen.
00:42:17: die Labeling ist.
00:42:18: nochmal ein anderer Punkt Warum labeln wir Allergien, so wie ihr gesagt habt auch häufig falsch?
00:42:25: Weil wir irgendwie hoffen das für Patientinnen sicherer zu machen.
00:42:29: Oder warum haben wir Patienten in den Tage lang nüchtern gelassen?
00:42:31: weil wir dachten dass es sicherer ist das Aspirationsrisiko hoch ist.
00:42:36: Und was mich an dieser Studie oder am generellen Mindsensee abholt, weil als ich mit meiner Ausbildung angefangen habe war das Gefühl noch anders dass wir diese Sicherheiten auch immer mal hinterfragen und jetzt uns mittlerweile fragen ob diese vermeintliche Sicherheit nicht auch ein gewisses Risiko in sich hat.
00:42:51: Das finde ich total cool, dass wir jetzt sagen okay, wir labeln, dass es Allergie, die meisten aus einem guten Willen machen, weil sie ihre Patientinnen besser behandeln wollen aber jetzt mal zu hinterfragenden ist das wirklich sinnvoll oder gefährdet, dass unsere Patientinnen nicht vielleicht auch dieser übertriebenen Sicherheitsbahn jetzt mal platt formuliert.
00:43:11: Dieses meint's ertollt mich sehr ab und es finde ich sehr cool, dass wir uns da immer hinterfragen müssen und uns wirklich sinnful überlegen müssen.
00:43:17: Ist es jetzt eine gute Idee als Allergie zu labeln?
00:43:20: Oder diese Nüchternheit?
00:43:22: Oder schade ich meine Patientin denn nicht sogar damit?
00:43:25: Und deswegen finde ich diese Studie super spannend und find's cool,
00:43:32: Damit sind wir am Ende unseres Journal Clubs und ich würde sagen das Code für den Journal Club ist Allergie.
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